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Agrar

Landwirte werben um Verständnis

Pflanzenschutzmittel müssen mit Bedacht ein gesetzt werden.

Von links nach rechts: Ortsobmann Peter Bäuml, Geschäftsführer Josef Wittmann, stellvertretender Kreisobmann Johann Hahn, Junglandwirt Mathias Dirmeier und Kreisbäuerin Sabine Schindler Foto: Josef Wittmann
Von links nach rechts: Ortsobmann Peter Bäuml, Geschäftsführer Josef Wittmann, stellvertretender Kreisobmann Johann Hahn, Junglandwirt Mathias Dirmeier und Kreisbäuerin Sabine Schindler Foto: Josef Wittmann

Wackersdorf.Mit der Aktion „Schau ins Feld“ möchte Junglandwirt Mathias Dirmeier aus Imstetten bei Wackersdorf die Verbraucher auf die Notwendigkeit des Pflanzenschutzes hinweisen.

Auf einer Schauparzelle an der Südumgehung (Hans-Kraus-Allee) bei Schwandorf – Einfahrt links, kurz nach dem Abzweig zur Steinberger Straße – hat er zu diesem Zweck Mais angebaut, ohne eine Pflanzenschutzmaßnahme durchzuführen. Zusammen mit dem Bauernverband Schwandorf wurde nun das Ergebnis dieses Versuchs vorgestellt: Die Maispflanzen waren fast vollständig von Melde, Hirse und weiteren Beikräutern überwuchert. An eine Nutzung ist hier nicht mehr zu denken.

Mathias Dirmeier erläuterte bei einem Gespräch die einzelnen Maßnahmen und beschrieb, welche Punkte zu beachten und welche Überlegungen bei der mechanischen und chemischen Unkrautbehandlung notwendig sind.

„Landwirtschaft ist so vielfältig wie die Natur selbst“, betonte der stellvertretende Kreisobmann Johann Hahn. Ein Landwirt müsse jeden Tag aufs Neue Entscheidungen treffen und dabei viele Vorgaben berücksichtigen.

Herausgestellt wurde auch, dass der Mais für den Klimawandel gut gerüstet ist, weil er Sonne, Wasser sowie Nährstoffe sehr effektiv nutzt und zudem hitzetolerant ist. Eine Trockenperiode führe aber auch bei Mais zu Ertragseinbußen, so Dirmeier. Je länger Niederschläge ausblieben, umso deutlicher würden die Ausfälle.

Im Landkreis Schwandorf wurden im Jahr 2017 insgesamt mehr als 11 379 Hektar Mais für Futterzwecke und die Biogaserzeugung angebaut. Mit dem dabei erzeugten Sauerstoff konnten über 560 000 Menschen versorgt und Kohlendioxid von rund 683 Millionen Autofahrt gebunden werden.

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