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Soziales

Noch mehr Plätze für Kinder entstehen

Die Johanniter übernehmen eine Betriebsträgerschaft für den dritten Kindergarten in Wackersdorf. Gemeinde ist der Bauherr.
Von Max Schmid

Bürgermeister Thomas Falter und Martin Steinkirchner von den Johannitern unterzeichnen den Betriebsträgerschaftsvertrag für den neuen Kindergarten – dahinter stehend Amtsleiter Daniel Fendl und Armin Kellermann von der Verwaltung. Foto: smx
Bürgermeister Thomas Falter und Martin Steinkirchner von den Johannitern unterzeichnen den Betriebsträgerschaftsvertrag für den neuen Kindergarten – dahinter stehend Amtsleiter Daniel Fendl und Armin Kellermann von der Verwaltung. Foto: smx

Wackersdorf.Die neuen Baugebiete im Bereich der Gemeinde sorgen für steigende Einwohnerzahlen. Damit verbunden erhöht sich auch der Bedarf an ausreichend vielen Plätzen in den Kindertagesstätten. Bürgermeister Thomas Falter informierte, dass die Gemeinde die beiden Kindergärten in Wackersdorf (Regenbogen) und in Heselbach (Villa Kunterbunt) nach wie vor selbst betreiben werde. Wackersdorf sei damit eine der wenigen Kommunen in der Oberpfalz, die Kindergärten noch selbst führen.

Wegen des gestiegenen Bedarfs werde man aber einen dritten Kindergarten errichten, den zwar die Gemeinde bauen werde, die Betriebsträgerschaft aber werde nach einem Gemeinderatsbeschluss die Johanniter Unfall-Hilfe e. V. übernehmen. Der Neubau sei im April im Gremium beschlossen worden, dem Vertrag mit den Johannitern habe der Gemeinderat im Mai zugestimmt. Um diese Betriebsträgerschaft hatten sich auch AWO und BRK beworben, letztlich habe man sich aber wegen des guten Vertrauensverhältnisses für die Johanniter entschieden.

Vertrag über fünf Jahre

Die Übernahme der Betriebsträgerschaft erfolgt laut Falter mit der Fertigstellung der Einrichtung, die am Irlacher Weg gebaut werden soll. Der Vertrag wurde auf fünf Jahre befristet, das notwendige Personal werde bei den Johannitern angestellt, und die zwei Erzieherinnen, die derzeit in Heselbach in der Übergangsgruppe arbeiten, könnten selbst entscheiden, ob sie von den Johannitern übernommen werden möchten. Falter erläuterte, dass die Kommune ein Mitbestimmungsrecht in finanziellen und organisatorischen Fragen der Kindereinrichtung habe, ebenso bei den Öffnungszeiten, der Ferienbetreuung und den Aufnahmekriterien.

Die Kindergartenordnung der Gemeinde werde sinngemäß von den Johannitern übernommen, und der Beitragssatz der Eltern richte sich nach den gemeindlichen Beiträgen. Für den neuen Kindergarten können Kinder aus allen Ortsteilen angemeldet werden, aktuell gebe es keine Wartelisten. Ein Defizit werde durch wirtschaftliche Betriebsführung vermieden, die Gemeinde gewährte zusätzlich zum Förderanspruch 80 Prozent des ungedeckten Betriebsaufwandes pro Jahr als Zuschuss, so wie dies bei allen Einrichtungen üblich sei. Zudem leiste die Gemeinde einvernehmlich zu vereinbarende vierteljährliche Defizitabschlagszahlungen.

235 Kita-Plätze

  • Kapazität:

    Nach Eröffnung des dritten Kindergartens im Herbst 2020 verfügt die Gemeinde über 175 Plätze in Kindergartengruppen und 60 Plätze in Krippengruppen. Durch langfristige Planungen gebe es keine Wartelisten.

  • Kontakt:

    Anmeldungen werden ab sofort bei den Johannitern entgegengenommen, Tel. (09 41) 46 46 71 80, E-Mail: kita.ostbayern@johanniter.de

Bürgermeister Falter informierte, dass die Gemeinde Wackersdorf die Kindertagesstätte errichten und für den Bauunterhalt zuständig sein werde. Den Johannitern werde das Gebäude unentgeltlich überlassen, Spielgeräte stelle ebenfalls die Gemeinde, für Ersatzbeschaffungen und für „Schönheitsreparaturen am Gebäude“ seien die Johanniter zuständig. Rund um das neue Gebäude werden 16 Stellplätze geschaffen, die geschätzten Baukosten bezifferte Falter auf rund 1,89 Millionen Euro, nach Abzug der staatlichen Förderungen verbleibe ein Eigenanteil der Gemeinde von rund einer Million Euro. Der Bauantrag liege derzeit beim Landratsamt zur Genehmigung, voraussichtlicher Baubeginn sei im Herbst dieses Jahres.

Martin Steinkirchner verwies darauf, dass die Johanniter seit über 30 Jahren in 116 Einrichtungen die Kinderbetreuung durchführen. Durch eine gute Vernetzung sei die Betreuung auch im fachlichen Bereich sichergestellt. Derzeit habe man 70 Auszubildende, die den Beruf der Erzieherin erlernen. Wegen der personellen Besetzung habe er deshalb keine Sorgen, sagte Steinkirchner.

Keine Gebühren

Besonders erfreulich für die Eltern von Kindergartenkinder ab dem 3. Lebensjahr ist die Tatsache, dass bis zur Einschulung durch die aktuelle Gesetzgebung keine Gebühren mehr anfallen. Für die Kinderkrippenplätze müssen allerdings Gebühren entrichtet werden, die nach Wochenstunden gestaffelt sind. So kosten beispielsweise sechs bis zehn Wochenstunden monatlich 36 Euro, 26 bis 30 Wochenstunden 100 Euro oder 51 bis 55 Wochenstunden 180 Euro (nur im Kindergarten Regenbogen möglich).

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