MyMz
Anzeige

Besuch

Vom Knappensee

Eine Gruppe der SpVgg Knappensee aus Sachsen besuchte den Wackersdorfer Knappensee. Die Gemeinden haben viel gemeinsam.
Von Jakob Scharf

Walter Buttler,Josef Hartinger und Jakob Scharf informierten die SpVgg Knappensee über die Zeit des Braunkohleabbaus und die Entwicklung des Oberpfälzer Seenlandes Foto: Jakob Scharf
Walter Buttler,Josef Hartinger und Jakob Scharf informierten die SpVgg Knappensee über die Zeit des Braunkohleabbaus und die Entwicklung des Oberpfälzer Seenlandes Foto: Jakob Scharf

Wackersdorf.„Vom Knappensee zum Knappensee“ hieß das Motto einer Besuchergruppe aus der Lausitz. Grund: Die Alten Herren der SpVgg Knappensee aus Lohsa, Heimatverein des TV-Fußballers Marcel Kieschnick, statteten dem Raum Wackersdorf einen Besuch ab und informierten sich über die Umstrukturierung vom Kohleabbaugebiet hin zu einer blühenden Seen- und Tourismuslandschaft.

Nach einem gemütlichen Abend – passenderweise im Gasthof „Glückauf“ und mit gemeinsam gesungenem Steigerlied – fuhr man am folgenden Tag nach Regensburg, wo sich die Gäste bei einer Strudelfahrt erst an die für sie ungewöhnlich großen Maßkrüge gewöhnen mussten. Der dritte Tag stand dann im Zeichen der Braunkohle: Im Wackersdorfer Heimat- und Industriemuseum informierten Walter Buttler und Josef Hartinger über die Zeit des Kohleabbaus im Raum Wackersdorf und die anschließende Rekultivierung sowie die Industrieansiedlungen im Taxöldener Forst. Dann übernahm Jakob Scharf die Gruppe und führte sie am Museums-Wanderweg entlang zum Knappensee, wo er dessen Entstehung und die des Steinberger Sees ausführlich erläuterte. Der Knappensee in der Lausitz und der Knappensee im Gemeindegebiet Wackersdorf/Steinberg sind nur teilweise vergleichbar. Im Lausitzer Seenland ist er einer der ältesten künstlichen Seen und entstand schon ab 1945 durch eine unkontrollierte Flutung des Tagebaus. Er ist seit 2014 gesperrt und soll nach der Sanierung 2022 wieder freigegeben werden, allerdings als „Ruhepol“ eines „sanften Tourismus“ innerhalb des Lausitzer Seenlandes, dessen Dimensionen weitaus größer sind als die des Oberpfälzer Pendants. Auch der Oberpfälzer Knappensee soll vor allem der ruhigen Naherholung abseits des Tourismus dienen.

Einig waren sich die Besucher aus Sachsen und die Oberpfälzer in der Beurteilung des Kohleausstiegs. Dieser könne nicht abrupt geschehen, sondern müsse vor allem sozialverträglich sein. Hier sei man soldarisch mit den jetzt betroffenen Kumpels. Nach dem sehr aufschlussreichen Gedankenaustausch regte der Fußballfan Jakob Scharf einen Gegenbesuch an, zumal sowohl der TV Wackersdorf als auch die SpVgg Knappensee Schlägel und Eisen im Vereinswappen haben. So überreichte der Gast einen Vereinswimpel an den Vorsitzenden der JFG Oberpfälzer Seenland mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht