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Expertise

Warten auf Bodengutachten

Erst wenn das Gutachten vorliegt, kann der FC Schwandorf in Grundstücksverhandlungen mit der Bundesbahn eintreten.
Von Rudolf Hirsch

Der FC Schwandorf ehrte langjährige Mitglieder. Zweiter Vorsitzender Peter von der Sitt (2.v.r.) ernannte den Vorsitzenden Reinhard Mieschala (l.) und den dritten Vorsitzenden Kurt Mieschala (r.) zu Ehrenmitgliedern  Foto: Rudolf Hirsch
Der FC Schwandorf ehrte langjährige Mitglieder. Zweiter Vorsitzender Peter von der Sitt (2.v.r.) ernannte den Vorsitzenden Reinhard Mieschala (l.) und den dritten Vorsitzenden Kurt Mieschala (r.) zu Ehrenmitgliedern Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.„Wir warten immer noch auf das Gutachten für die Bodenuntersuchung“, sagte Vorsitzender Reinhard Mieschala bei der Hauptversammlung des FC Schwandorf am Freitag im FC-Sportheim. Erst wenn die Expertise vorliege, könne er in Verhandlungen mit der Vermögensgesellschaft der Deutschen Bundesbahn eintreten. Für diesen Schritt erteilte die Versammlung dem Vorsitzenden das Mandat.

Der FC Schwandorf möchte das 43 000 Quadratmeter große Gelände an der Naab kaufen. Wenn das Bodengutachten vorliegt, will Reinhard Mieschala mit den Vertretern der Bundesbahn über den Preis verhandeln. Mit diesem Ergebnis wird er in eine außerordentliche Versammlung gehen, um dort die Mitglieder zu informieren und um Zustimmung für einen Kauf zu bitten. Bei der Versammlung am Freitag beauftragten die Mitglieder den Vorsitzenden, nach Vorlage des Bodengutachtens unverzüglich Kontakt mit der Vermögensgesellschaft der Deutschen Bundesbahn aufzunehmen und in die Verhandlungen einzutreten.

Gute sportliche Entwicklung

Der FC Schwandorf hat aktuell 822 Mitglieder, davon ein Drittel Kinder und Jugendliche. Weil der Club zuletzt nicht mehr die Richtlinien des Dachverbandes der Eisenbahner-Sportvereine (VDES) erfüllt hat, ist er aus der Förderung herausgefallen. Das hatte schmerzliche finanzielle Folgen. Statt 500 Euro Jahresmiete für das Gelände fallen nun 6000 Euro an.

Fusion

  • Vorgehen:

    Wenn der FC Schwandorf im Besitz des Sportgeländes ist, wird der Vorstand die Mitglieder erneut zusammenrufen, um über die Auflösung des Vereins zu entscheiden. Das gleiche Verfahren passiert beim SC Ettmannsdorf. Die aufgelösten Vereine gehen dann in einen neu zu gründenden Verein über.

  • Zukunft:

    Das Ganze soll im nächsten Jahr über die Bühne gehen. Der neue Verein wird weder FC Schwandorf noch SC Ettmannsdorf heißen, sondern einen neuen Namen bekommen.

Positiv bewertet der Vorsitzende die sportliche Entwicklung mit zwölf Fußball-Jugendmannschaften und einem regen Zulauf bei der Tennis-Abteilung. Dank zahlreicher Helfer aus der AH-Abteilung sei es möglich, das Gelände und das Sportheim mit den Umkleidekabinen in Schuss zu halten, versicherte Reinhard Mieschala.

Auch finanziell ist der Verein „auf einem guten Weg“, wie aus dem Bericht von Schatzmeister Michael Zentner hervorging. Der FC Schwandorf ist schuldenfrei und hat einen mittleren fünfstelligen Betrag auf dem Girokonto. „Die Anregungen der letzten Jahre zeigen Wirkung“, versicherte Kassenrevisorin Sigrid Popp.

Die Fusionsgespräche mit dem SC Ettmannsdorf laufen indes weiter. Nun hängt alles davon ab, ob und zu welchen Bedingungen der FC Schwandorf das Vereinsgelände kaufen kann.

Reinhard Mieschala ist seit 1965 Mitglied beim FC Schwandorf und seit sieben Jahren Vorsitzender. Sein Sohn Kurt trat dem Verein 1975 bei und ist seit 2010 dritter Vorsitzender. Zweiter Vorsitzender Peter von der Sitt würdigte deren Verdienste und ernannte beide zu Ehrenmitgliedern.

Treue Mitglieder geehrt

Die BLSV-Verdienstnadel in Bronze erhielt Armin Horn. Für 65-jährige Mitgliedschaft wurde Heinz Kern mit der BLSV-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Eine Ehrung für 60 Jahre Treue bekam Johann Söllner. 55 Jahre dabei sind Josef Baumer, Anton Segerer und Ludwig Federer. Seit fünf Jahrzehnten halten Hans-Jürgen Baringer und Martha Lang dem Verein die Treue. Ferner wurden Birgit Baringer für 45, Michael Mieschala für 40, Dr. Reinhold Zirngibl für 35, Alois Reichsthaler, Dr. Andreas Hindemith und Rudolf Hirsch für 30, Tino Kröninger für 25 und Markus Zwick für 20 Jahre Treue ausgezeichnet. Seit zehn Jahren gehören dem FC Sandra Münzl und Lutz Schaller an, seit fünf Jahren Sigrid und Alfred Popp sowie Walburga Ender. Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl wünschte „erfolgreiche Fusionsgespräche“ und sagte dem Verein weiter ihre Unterstützung zu.

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