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Lebensmittel

Wilkes Wurstskandal trifft Schwandorf

87 Betriebe haben im Landkreis Ware erhalten, die möglicherweise mit Keimen belastet ist. Auch Pflegeheime waren betroffen.
Von Martin Kellermeier

Wurstwaren des hessischen Fleischherstellers Wilke, die möglicherweise mit Keimen belastet sind, wurden auch an Gastronomen im Landkreis Schwandorf geliefert. Foto: Uwe Zucchi/dpa
Wurstwaren des hessischen Fleischherstellers Wilke, die möglicherweise mit Keimen belastet sind, wurden auch an Gastronomen im Landkreis Schwandorf geliefert. Foto: Uwe Zucchi/dpa

Schwandorf.Der Wurstskandal des hessischen Fleischherstellers Wilke beschäftigt auch die Lebensmittelüberwacher im Landkreis Schwandorf. Das Landratsamt bestätigte auf Nachfrage der Mittelbayerischen, dass 87 Gastronomen, Betreiber von Kantinen und Pflegeeinrichtungen im Landkreis Wilke-Wurst bezogen haben, unter anderem auch jene Chargen mit keimbelasteter Ware. Über mehrere Großhändler und Großmärkte landeten die vom Rückruf betroffenen Produkte bei den Betrieben in der Region.

Lebensmittelüberwacher überprüfen Betriebe

Das Landratsamt Schwandorf hat eine Liste mit den betroffenen Gastronomen und Einrichtungen. „Diese Listen sind vollständig und wir haben diese sofort abgearbeitet“, sagt Franz Pfeffer, stellvertretender Sprecher des Landratsamtes. Die Lebensmittelüberwacher des Landratsamtes kümmern sich seit dem 11. Oktober um den Rückruf und die Vernichtung der Wilke-Waren. „Schnell und gründlich“ passiert das, sagt Pfeffer.

„Wir gehen davon aus, dass keine Verbraucher mit den zurückgerufenen Produkten in Kontakt gekommen sind.“

Franz Pfeffer, stellvertretender Sprecher des Landratsamtes Schwandorf

Zudem werden stichprobenartig Betriebe vor Ort überprüft. Die meisten Gastronomen haben bereits vor der Mitteilung des Landratsamtes die betreffenden Waren aus dem Verkehr gezogen. Eine Gefahr für die Bevölkerung im Landkreis Schwandorf besteht laut Franz Pfeffer nicht. „Wir gehen davon aus, dass keine Verbraucher mit den zurückgerufenen Produkten in Kontakt gekommen sind.“

Rückruf

Wilke-Wurst landete auch in Kindergärten

Mindestens 270 Betriebe in der Oberpfalz bezogen Wilke-Waren – auch in Stadt und Landkreis Regensburg.

Listerien sorgten für drei Todesfälle

Die mit Listerien belastete Wurst der hessischen Firma Wilke wird mit bundesweit drei Todesfällen und 37 Erkrankungen in Verbindung gebracht. Listerien können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Behörden hatten den Betrieb vor zwei Wochen geschlossen. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Geschäftsführer.

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