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Jubiläum

Judo hat Tradition in Schwandorf

Die Sparte des TSV 1880 besteht seit 55 Jahren. Am Sonntag richtet sie die Oberpfalzmeisterschaft und eine Feier aus.
Von Dietmar Zwick

Die aktiven Sportler der Judo-Abteilung des TSV 1880 Schwandorf im Jahr 1966 Foto: Dietmar Zwick
Die aktiven Sportler der Judo-Abteilung des TSV 1880 Schwandorf im Jahr 1966 Foto: Dietmar Zwick

Schwandorf.55 Jahre Judo als Breiten- und Leistungssport in Schwandorf, ist ein Grund zum Feiern – und darum richtet die Judoabteilung am Sonntag, 26. Mai, in der TSV Halle an der Wackersdorfer Straße 88, die Oberpfalz-Vereinsmannschaftsmeisterschaft der U12 Jugendlichen aus.

Mit dabei sind auch Sportler vom TSV 1880 Schwandorf in acht Gewichtsklassen von 28 bis 46 Kilogramm (Jahrgänge 2008 und 2009). Zu dieser Oberpfalzmeisterschaft ist die Öffentlichkeit eingeladen. Diesen Rahmen wollen die Organisatoren nutzen, um im Anschluss, ab etwa 13 Uhr, eine kleine Feier mit aktiven und ehemaligen Judoka abzuhalten. Darüber hin aus wird der Abteilung eine Ehrung des Bayerischen Judo-Verbands zu teil.

Der einzige Verein

In Schwandorf gibt es seit 55 Jahren durchgängig Judo. Bis heute ist der TSV 1880 Schwandorf der einzige Verein, der diese Sportart in Schwandorf anbietet. 1964 gründete Siegfried Kupillas als 25-jähriger die Judo-Abteilung, trainiert wurde in der alten TSV-Halle am Hubmannwöhrl. Weitere Gründungsmitglieder waren Gerhard Fruth, Otto Kölbl, Siegfried Glätzl und Gustl Süss. Kupillas, der heute in Ungarn lebt, war ein Idealist; seine Idee vom Judo in Schwandorf hat bis heute Bestand.

Schon kurz nach der Gründung trat bereits die erste Frau der Abteilung bei: Am 2. November 1964 war es Gisela Bittner (heute Barinka). Die Mitgliederzahl stieg auf 15 und sportliche Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Im Oktober 1964 stieg der TSV 1880 Schwandorf in Fürth in die Landesliga Nord auf und belegte Platz zwei. 1966 erfolgte die Teilnahme an der Stadtmeisterschaft in Schwandorf, die Nordbayerische Jugendmeisterschaft in Regensburg sowie die Bezirksjugendmeisterschaft.

Judoka sind aktiv

  • Sparte:

    Heute zählt die Judo-Abteilung des TSV 1880 Schwandorf 56 Mitglieder im Alter von fünf bis 70 Jahren, die dort ihrem Sport nachgehen. Zweimal jährlich finden Gürtelprüfungen statt.

  • Wettkämpfe:

    Seit vier Jahren ist die Judoabteilung auch wieder aktiver bei Wettkämpfen unterwegs. Dabei konnten schon mehrere Oberpfalz und Nordbayerische Meistertitel eingefahren werden.

  • Erfolg:

    Seit mehreren Jahren ist die 18-jährige Sarah Dirmeier ein Aushängeschild der Judoabteilung. Sie ist aktuelle Bayerische Vizemeisterin bei den Frauen und Süddeutsche Vizemeisterin in der U 2. Darüber hinaus ist sie im Bayern Kader aktiv.

1967 wurde Gustl Süss Oberpfalzmeister der Senioren, 1969 nahmen die Schwandorfer an der Bezirkseinzelmeisterschaft in Regensburg teil. 1970 holte die Schülermannschaft des TSV 1880 Schwandorf den Bezirkstitel, wurde also Oberpfalzmeister. 1977 qualifizierte sich Klaus Dieter Kupillas bei der Oberpfalzmeisterschaft in Rötz für die Nordbayerische in Erlangen.

1981 nahmen die Judohochburgen Schwandorf und Neunburg vorm Wald am Landkreissportfest teil. 1983 waren es schon 60 aktive Judoka in der Abteilung des TSV 1880 Schwandorf, 18 von ihnen legten ihre Gürtelprüfung ab, auch an der Nordbayerischen Meisterschaft in Neutraubling wurde teilgenommen. 1984 wurde das 20-jährige Gründungsfest gefeiert, und Jürgen Öchsner kam bei der Bayerischen Meisterschaft auf den dritten Platz.

Auch international unterwegs

1985 war der TSV 1880 Schwandorf der erfolgreichste Verein bei den offenen Stadtmeisterschaften in Regensburg. Die Judo-Abteilung des TSV 1880 Schwandorf war auch auf internationalem Terrain unterwegs. Michael Zweck, Thomas Hanisch, Hans Mailbeck, Jürgen Öchsner und Siegfried Kupillas nahmen in Lugano an einen Wettkampf teil, was heute einem Europacup entspräche.

Seit 2014 trainiert Michael Nicola, der aus Straubing kommt, die Judoka und ist seit vier Jahren Abteilungsleiter, Übungsleiter und Gürtelprüfer. Wolfgang Baumann und Thomas Sterr waren seine Vorgänger. Nicola wird von den Trainern Robert Artmann und Herbert Messer unterstützt. Er setzt seinen Fokus auch auf die Jugendarbeit und versucht, die Kindermannschaften behutsam an Wettkämpfe heranzuführen.

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