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Kommunalwahl

Kampf gegen Atomenergie geht weiter

Die Grünen erinnerten zum Wahlkampfabschluss in Nittenau an die Fukushima-Katastrophe. Im Kino zeigten sie den Film „Leben mit der Energiewende 2“.

Die grüne Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Bauer mahnte an, dass ökologische Politik auch in Nittenau wichtig und machbar ist.

Nittenau.Einen ungewöhnlichen Abschluss des Wahlkampfs gestaltete Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Bauer (Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstagabend. Im Nittenauer Kino erinnerte die Ortsvorsitzende an die Fukushima-Katastrophe vor drei Jahren. Im Anschluss wurde der Film „Leben mit der Energiewende 2“ gezeigt. „An diesem Gedenktag ist es umso wichtiger, ökologische Politik zu machen“, so Bauer. Umdenken und gegensteuern laute das Motto bei der Energiewende, hin zu einer dezentralen Versorgung.

„Seit 30 Jahren kämpfen wir gegen Atomkraft und werden als Spinner abgetan. Denn der Kampf gegen Atomenergie ist nicht trendy, aber lebensnotwendig“, sagte Bauer. Die Chance müsse vor Ort in den Städten und Dörfern genutzt werden. Ein lebendes Beispiel, wie sich eine Kommune nahezu autark von den großen Energieriesen machen kann, bot Thomas Link, Bürgermeister der Gemeinde Rehborn in Rheinland-Pfalz. In seinem Ort setzt man verstärkt auf Windräder und hat einen großflächigen Windpark realisiert. Um den Interessierten einen Einblick in neue Speicher, Solaranlagen und Stromspar-Konzepte zu geben, wurde der Film „Leben mit der Energiewende 2“ gezeigt. Darin vergleicht der TV- und Internet-Journalist Frank Farenski die Kosten von Ökostrom und herkömmlichen Energielieferanten und kommt zu dem Ergebnis, dass sich durch Umrüstung und Investition in erneuerbare Energien jährlich Hunderte Euro sparen lassen. Lediglich Wirtschaftsinteressen würden die Energiewende hindern. Im Anschluss stand Thomas Link für Fragen zur Verfügung.

Landratskandidat Rudi Sommer meinte, dass der politische Wille im Landkreis fehle. Natürlich müsse man in der Region nicht auf Teufel komm raus Windräder aufstellen, wenn der Wind nicht blase; allerdings sei man mit den vielen Sonnenstunden für Photovoltaik geradezu prädestiniert. Dass die Umrüstung auf erneuerbare Energien nicht von heute auf morgen geschehen werde, war allen Anwesenden klar. Doch das Bewusstsein wurde an diesem Abend geschärft und neue Wege aufgezeigt. (sl)

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