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Kräftiges Schrubben am Dorfplatz

Seit 67 Jahren waschen die Seebarner am Aschermittwoch am Dorfplatz ihre Geldbeutel, damit das Geld für den nächsten Fasching nicht ausgeht.

Kräftig werden die Geldbeutel geschrubbt, damit das Geld nicht ausgeht. Foto: Pöschko

Seebarn.Immer am Aschermittwoch liegt der Fasching auf dem Seebarner Dorfplatz in den letzten Zügen und wird mit dem Dreck aus den leeren Geldbeuteln vertrieben. Aber nach dem Fasching ist vor dem Fasching. 2015 wird es Turnus gemäß (alle fünf Jahre), wieder einen großen Umzug in der Faschingshochburg geben und die Vorbereitungen dafür müssen schon bald starten, bestätigte das Faschingskomitee beim Geldbeutelwaschen.

Am Mittwoch wurde aber erst einmal traditionell der Holzzuber mit Waschpulverlauge aufgestellt und die Börsen und Taschen darin gewaschen, damit das Geld nicht ausgeht. So ist es in Seebarn seit 67 Jahren der Brauch. Heißes Wasser lieferte der extra aufgestellte Holzofen und als Wäscheleine diente einer der Bäume auf dem Dorfplatz.

Der harte Kern der Faschingsbegeisterten und ein Teil des Faschingskomitees hat die Schaulustigen auch wieder mit Bratheringen, Käsesemmeln und gekochten Kartoffeln bewirtet. Hier bestand die letzte Gelegenheit, einen Faschingskrapfen zu genießen, denn dann begann auch in Seebarn die Fastenzeit. Bereits im November startet die neue Faschingssaison in Seebarn mit dem Ausgraben des Faschings. Geplant ist auch ein Ball im Vorfeld zum Faschingszug und natürlich als Abschluss wieder das Geldbeutelwaschen am Aschermittwoch. Heuer fanden sich wieder genügend Seebarner ein, die ihren Geldbeutel waschen ließen und Brotzeit vor dem Dorfbackofen machten, um den alten Brauch am Leben zu erhalten. (ghp)

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