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MZ-Serie

Der Helferverein unterstützt THW-Aktive

Der Förderverein greift dem Schwandorfer THW-Ortsverband finanziell unter die Arme. Wir stellen den Verein vor.
Von Rudolf Hirsch

Den Einsatz von Seilbahn und Schleifkorb demonstrierte die THW-Jugend bei einer Übung im Rahmen des Ferienprogramms. Foto: xih
Den Einsatz von Seilbahn und Schleifkorb demonstrierte die THW-Jugend bei einer Übung im Rahmen des Ferienprogramms. Foto: xih

Schwandorf.Mit 16 Jahren schloss sich Andreas Feller der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerkes an, durchlief die Grundausbildung und leistete später beim THW seinen Wehrersatzdienst ab. Auch nach der Wahl zum Oberbürgermeister blieb sein Engagement für die Hilfsorganisation ungebrochen. Andreas Feller behielt den Vorsitz des Fördervereins, den er vor sieben Jahren übernommen hat.

Seit dieser Zeit hat der Helferverein Maschinen und Geräte für 220 000 Euro angeschafft und sie den Aktiven der Schwandorfer Ortsgruppe übergeben. Die jüngste Spende war ein Pick-up-Fahrzeug mit Tandem-Kippanhänger. Andreas Feller überreichte die Schlüssel an Zugführer Uli Hottner anlässlich der 65-Jahrfeier des THW-Ortsvereins vor drei Wochen.

Auf die Hilfe angewiesen

Fördervereinsvorsitzender Andreas Feller (rechts) überreichte die Schlüssel für den Kranlastwagen an THW-Ortsbeauftragten Martin Liebl und die Fahrer. Foto: xih
Fördervereinsvorsitzender Andreas Feller (rechts) überreichte die Schlüssel für den Kranlastwagen an THW-Ortsbeauftragten Martin Liebl und die Fahrer. Foto: xih

Seit zwölf Jahren ist Martin Liebl ehrenamtlicher Ortsbeauftragter und weiß die Unterstützung durch den Helferverein zu schätzen. „Die Fördermitglieder helfen uns, die Lücken im Fuhrpark zu schließen“, so der Sprecher der Ortsgruppe. Der Bund sei zwar für die Ausstattung des Technischen Hilfswerkes zuständig, hinke aber dem Investitionsstau ständig hinterher. Deshalb sei der Ortsverband zur Eigeninitiative gezwungen und auf die Hilfe des Fördervereins angewiesen.

Als beim Lkw-Kipper mit Ladekran von einer Minute auf die andere das Getriebe kaputt ging und sich eine Reparatur nicht mehr lohnte, rief der Förderverein zu einer Spendenaktion auf und besorgte zeitnah das Geld zur Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges. 70 000 Euro und 1500 Arbeitsstunden hatten die Aktiven zusammen mit Mitgliedern des Helfervereins investiert, als Fördervereinsvorsitzender Andreas Feller dem Ortsbeauftragten Martin Liebl und den beiden Fahrern des Lastwagens die Schlüssel überreichte.

Der THW-Helferverein ist gemeinnützig

  • Ziel:

    Der THW-Helferverein Schwandorf wurde gegründet, um die Arbeit des THW-Ortsverbands zu unterstützen. Mit finanziellen Mitteln, aber auch mit Ideen und Anregungen.

  • Aufgaben:

    Die Förderung der Jugendarbeit und Sicherung eines qualifizierten und motivierten Nachwuchses zählen zu den Aufgaben des Vereins. Dazu gehört insbesondere auch die Förderung des Zivil- und Katastrophenschutzes sowie auch der Jugendarbeit.

  • Gemeinnützigkeit:

    Die Vereinigung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Der THW-Helferverein ist gemeinnützig und zum Ausstellen einer Spendenbescheinigung berechtigt.

  • Spenden:

    Wer die Arbeit des Fördervereins und damit des THW-Ortsverbands unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto IBAN DE16 7506 1168 0001 5088 81 bei der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau e. G. tun. (xih)

Auch auf dem Vereinsgelände an der Naab fallen regelmäßig Arbeiten an, die der Förderverein unterstützt. „Auch so manche kameradschaftliche Veranstaltung wäre ohne seine Hilfe nicht möglich“, so der Ortsbeauftragte. Das Geld stammt von den Beiträgen der 300 Mitglieder sowie von Gönnern und Sponsoren, die die Arbeit des Fördervereins regelmäßig unterstützen. Der THW-Ortsverband wurde am 7. Oktober 1953 gegründet und kann auf 40 aktive Helfer, 20 „Reservisten“ und 15 Jugendliche zurückgreifen. Die Unterkunft befand sich in den Anfangsjahren in der Sandstraße und später in der Regensburger Straße. 1978 bezog die Ortsgruppe den heutigen Standort hinterhalb der Feuerwache.

Die Ortsgruppe und der Förderverein engagieren sich auch bei der Integration jugendlicher Flüchtlinge und nahmen Asylbewerber aus Syrien, dem Iran, dem Irak in die Nachwuchsgruppe des Ortsverbandes auf und ermöglichten ihnen eine Grundausbildung. Mehr noch: Sie halfen den jungen Leuten auch bei der Wohnungssuche.

Stammtisch der Helfer

„Die Pflege der Kameradschaft spielt bei uns eine wichtige Rolle“, erklärt Fördervereinsvorsitzender Andreas Feller. Manche treten etwas kürzer, wenn sie eine Familie gründen, kommen später aber wieder, wenn die Kinder größer sind. Der Helferverein hat einen Stammtisch eingerichtet und fördert damit die Geselligkeit der Mitglieder. Dazu diene auch der jährliche Ausflug der Vereinsmitglieder, so der Vorsitzende. Alle fünf Jahre bietet der THW-Ortsverein einen „Tag der offenen Tür“ an und gewährt der Bevölkerung einen Einblick in die THW-Arbeit. Hier bringt sich der Förderverein mit der Bewirtung der Besucher ein. Auch am Bürger- und am Wendelinfest beteiligt sich der Helferverein mit einem Imbiss-Stand und lässt den Erlös den Aktiven zugutekommen.

Früher als erwartet bekam der THW-Ortsverband Schwandorf einen neuen Lkw-Kipper. Weil ein anderer Ortsverein auf das bestellte Fahrzeug verzichtete, ging der 135 000 Euro teure Lastwagen vor zwei Jahren nach Schwandorf. Auch hier hatte sich der Förderverein eingeschaltet. Vorsitzender Andreas Feller überreichte die Schlüssel für den 360 PS starken Lkw an Gruppenführer Patrick Werbel. Das Führerhaus des Fahrzeugs bietet Platz für sechs Personen. Mit dem Ankauf eines Kranlastwagens und eines Pick-up-Fahrzeugs schloss der Verein die Lücke und veranlasste den Leiter des Ortsverbandes zur Feststellung: „Jetzt sind wir wieder bestens ausgestattet“.

Alle Teile der Serie „Mein Verein“ finden Sie hier.

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