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Jubiläum

Der Kreisjugendtag steht im Fokus

Der Schwandorfer Kreisjugendring plant zum 70-jährigen Bestehen eine Veranstaltung und ruft die Vereine zur Teilnahme auf.
von Rudolf Hirsch

Geschäftsführerin Johanna Lorenz (links) und KJR-Vorsitzender Peter Neumeier (rechts) werben für den Kreisjugendtag 2019. Foto: xih
Geschäftsführerin Johanna Lorenz (links) und KJR-Vorsitzender Peter Neumeier (rechts) werben für den Kreisjugendtag 2019. Foto: xih

Schwandorf.Der Kreisjugendring feiert heuer das 70-jährige Bestehen und plant dazu im Frühjahr 2019 einen Kreisjugendtag. Eine erste Vorbesprechung dazu findet am 26. November um 18.30 Uhr in der „Kugelwirtschaft“ am Steinberger See statt. „Dort“, so kann sich Geschäftsführerin Johanna Lorenz gut vorstellen, „könnte auch der Kreisjugendtag stattfinden“. Deshalb fordert sie alle Vereine unter dem Dach des Kreisjugendrings auf, zum „Kick-off“ einen Vertreter zu schicken. „Wir benötigen ein eifriges Organisationsteam“, schreibt Johanna Lorenz in ihrer Einladung. Um 18.30 Uhr bekommen die Teilnehmer eine Führung durch das „Kugelgelände“ und treffen sich anschließend in der Wirtschaft zu einem ersten Vorgespräch. Teilnehmer an der Kick-off-Veranstaltung am 26. November melden sich per E-Mail an info@kjr-schwandorf.de an.

KJR-Vorsitzender Peter Neumeier machte bei der jüngsten Herbstversammlung deutlich: „Nur bei entsprechender Beteiligung kann der Kreisjugendtag stattfinden“. Er hat zunächst den 25. Mai 2019 terminiert. „Dieses Datum ist aber noch nicht in Stein gemeißelt“, sagt Johanna Lorenz. Zunächst einmal gehe es darum, genügend Helfer zu gewinnen. Die Vereine und Verbände sollen an dieser zentralen Veranstaltung die Gelegenheit bekommen, sich und ihre Arbeit vorzustellen und neue Mitglieder zu werben. Neumeier möchte beim Kreisjugendtag viele Aktionen mit Spiel, Sport, Spaß und Infos bündeln und so die Bandbreite der angeschlossenen Jugendverbände darstellen.

Neue Plattform der Jugendarbeit

1948, also wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, bildeten sich in den Städten Nabburg, Burglengenfeld, Oberviechtach, Neunburg v.W. und Schwandorf neue Plattformen der Jugendarbeit. 1950 fand das erste Zeltlager in Burglengenfeld unter dem Motto „Erholung, Erlebnis und Erziehung“ statt. In Neunburg gab es eine Jugendwoche mit 6000 Teilnehmern. In Nabburg kümmerte sich Vorsitzender Willy Reif um die Jugendherberge Trausnitz, deren Träger der Kreisjugendring bis 1991 war. Mit der Gebietsreform 1972 wurden die Jugendringe in den Altlandkreisen aufgelöst und gingen in den Kreisjugendring Schwandorf über.

MZ-Serie: Mein Verein

  • Hintergrund:

    Das rege Vereinsleben bereichert das gesellschaftliche Leben in und um Schwandorf ungemein – ob kulturell, sportlich oder gesellschaftlich. Viele Mitbürger engagieren sich ehrenamtlich und verbringen oft jahrzehntelang ihre Freizeit in und für ihren Verein.

  • Thema:

    Was sie an ihrem Hobby fasziniert und was ihren Verein so wertvoll macht, das stellen wir in unserer Vereinsserie vor. (ml)

Gründungsvorsitzender war damals der Nabburger KJR-Vorsitzende und spätere Bürgermeister Josef Fischer, der sich in einer Kampfabstimmung knapp gegen den Burglengenfelder Kandidaten Hans Kammerer durchsetzte. „Wir mussten neue Strukturen schafften“, erinnert sich Fischer an die schwierigen Anfangsjahre. Die Jugendringe in den Altlandkreisen hatten unterschiedliche Schwerpunkte. Und: „Im Gegensatz zu heute musste die ganze Arbeit ehrenamtlich erledigt werden“.

„Im Gegensatz zu heute musste die ganze Arbeit ehrenamtlich erledigt werden.“

Josef Fischer

Die 1970er Jahre waren, so erinnert der amtierende Vorsitzende Neumeier, geprägt von der Jugendzentrumsbewegung. Die erste Einrichtung entstand 1974 in Burglengenfeld. Mit der Einrichtung einer Geschäftsstelle und der Anstellung von hauptamtlichem Personal entstanden neue Strukturen. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfer nennt Neumeier seine Vorgänger Josef Fischer, Hans Hirzinger, Josef Meier, Adam Fleischmann und Thomas Schmid, „die Pionierarbeit geleistet haben“.

Viele Spuren hinterlassen

Peter Neumeier erinnert an einige „Leuchtturm-Veranstaltungen“: die Kulturwoche mit Reinhard Fendrich (1985), die „KJR-Fete“ mit allen Jugendverbänden im Schlosspark Schwarzenfeld (1988), Kreisjugendtag in Schwarzenfeld (2002), die Aktion „3 Tage Zeit für Helden“ (2007) sowie Seminare, Wettbewerbe und das Fifty-Fifty-Taxi. „70 Jahre Kreisjugendring haben Spuren hinterlassen“, stellt der Vorsitzende fest. Sein Dank gilt dem Landkreis, der die Dachorganisation mit 48 Verbänden heuer erneut mit 63 000 Euro unterstützt. Hinzu kommen 10 000 Euro extra für das Projekt „Fifty-Fifty-Taxi“, bei dem die Jugendlichen auf der Fahrt von und zur Disco nur die Hälfte zahlen müssen.

Alle Teile der Serie „Mein Verein“ finden Sie hier.

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