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Aktivitäten

Mehr als nur das Wendelinfest

Der Wendelinverein organisiert auch Charity-Events. Von 20. bis 22. Juli will man wieder mit den Schwandorfern feiern.
Von Ingrid Hirsch

Die bewegliche Bar des Weinstuben-Wirts Michael Edenharter (2. von links) ließe sich wie hier beim Wendelinfest auch auf dem Sandstrand an der Naab aufstellen. Neben guter Laune bekämen die Gäste erfrischende Drinks und karibisches Flair geboten. Foto: xih
Die bewegliche Bar des Weinstuben-Wirts Michael Edenharter (2. von links) ließe sich wie hier beim Wendelinfest auch auf dem Sandstrand an der Naab aufstellen. Neben guter Laune bekämen die Gäste erfrischende Drinks und karibisches Flair geboten. Foto: xih

Schwandorf.Vor 30 Jahren haben sich Gewerbetreibende, Banker, Gastwirte und Privatpersonen zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen und den „Wendelinverein“ gegründet. Sie setzten es sich zum Ziel, das gesellige und kulturelle Leben in der Stadt zu bereichern und gleichzeitig soziale Einrichtungen und Projekte zu unterstützen.

Der Steckerl-Fisch vom „Fisch-Michl“ ist gefragt. Da stehen die Leute nicht nur am Wendelinfest an. Foto: xih
Der Steckerl-Fisch vom „Fisch-Michl“ ist gefragt. Da stehen die Leute nicht nur am Wendelinfest an. Foto: xih

Mit den alle zwei Jahre stattfindenden Wendelin-Festen und den Benefizkonzerten setzt der Verein Akzente. Vorsitzender Michael Gradl kündigt den nächsten Event für die Zeit vom 20. bis 22. Juli an. Drei Tage lang wollen die Vereinsmitglieder wieder mit der Bevölkerung feiern und den Gästen in der Schwandorfer Innenstadt Unterhaltung bieten. Metzgermeister Max Braun führte den Verein über 20 Jahre lang und ließ sich von Einzelhändler Angelos Ubrig ablösen. Derzeit steht der „Fisch-Michl“ Michael Gradl an der Spitze der Interessensgemeinschaft mit 30 Mitgliedern. Sein „Steckerl-Fisch“ ist begehrt.

Fragezeichen wegen Bauarbeiten

Vorsitzender Michael Gradl kündigt das nächste Wendelinfest für die Zeit vom 20. bis 22. Juli an. Nach der Absage der letzten Charity-Veranstaltung plant er im Januar eine Neuauflage des „Schwandorf-für-Schwandorf-Benefizkonzerts“. Foto: xih
Vorsitzender Michael Gradl kündigt das nächste Wendelinfest für die Zeit vom 20. bis 22. Juli an. Nach der Absage der letzten Charity-Veranstaltung plant er im Januar eine Neuauflage des „Schwandorf-für-Schwandorf-Benefizkonzerts“. Foto: xih

Der Verein scheut keine Kosten und Mühen, engagiert Kapellen und Bands verschiedener Musikrichtungen, versorgt die Gäste mit Essen und Trinken und bietet Spaß und Unterhaltung. Mit 15 000 Euro geht die Interessensgemeinschaft regelmäßig in Vorleistung und ist froh, dass sie von Sponsoren unterstützt wird. „Sonst könnten wir das Programm nicht stemmen“, gibt Michael Gradl zu. Bei der Musik setzt er auf Vielfalt: „Da soll für jeden etwas dabei sein.“ Von Volksmusik über Schlager bis zu Rock und Pop. Bis zu 1200 Besucher zieht das Fest bei schönem Wetter an. Wegen der Umbauarbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße steht allerdings noch nicht fest, ob auch heuer am angestammten Platz gefeiert werden kann. Vielleicht muss der Veranstalter auf einen anderen Standort ausweichen.

Klaus Edenharter ist im Verein für die Finanzen zuständig, erledigt Formalitäten für die zahlreichen Veranstaltungen und kümmert sich um die Sponsoren – eine ganze Menge Arbeit, die der Schatzmeister und Banker zu leisten hat. Foto: xih
Klaus Edenharter ist im Verein für die Finanzen zuständig, erledigt Formalitäten für die zahlreichen Veranstaltungen und kümmert sich um die Sponsoren – eine ganze Menge Arbeit, die der Schatzmeister und Banker zu leisten hat. Foto: xih

Viermal ließ der Verein bisher für einen guten Zweck „rocken“. Zunächst „im alten Kino beim Blumen-Heinz“ und dann im Sperl-Stadl. Mit dem Erlös unterstützte der Veranstalter den Seniorenbeirat, den Sozialdienst katholischer Frauen, die Lebenshilfe, die Caritas, das Schwandorfer Hilfswerk, die Selbsthilfegruppe „Leukämie und Lymphome“, das Technische Hilfswerk und das Haus des Guten Hirten. 10 000 Euro sind so für einen guten Zweck zusammengekommen.

Die fünfte Auflage der Charity-Veranstaltung hat der Verein im Januar abgesagt.

Im Vorverkauf waren so wenige Karten an den Mann gebracht worden, dass die Organisatoren die Reißleine zogen. „Wir wären schon gekommen und hätten die Karten an der Abendkasse gekauft“, erfuhr Vorsitzender Michael Gradl im Nachhinein als Reaktion auf die Absage. Das ermuntert ihn, im Januar 2019 einen erneuten Versuch zu starten und die fünfte Auflage des „Schwandorf-für-Schwandorf-Benefizkonzerts“ doch durchzuziehen.

Auch vereinsintern sehr aktiv

Zwischen den beiden Events organisiert der Vorstand vereinsinterne Veranstaltungen. Die Mitglieder nahmen an einem Kurs für Motorsägen teil und machten sich auf den Weg nach München zu einem „Tag der Kultur und Kulinarik“. 2. Vorsitzender Michael Edenharter würde gerne noch mehr machen, sieht sich aber bürokratischen Hürden und dem Widerstand einzelner Bürger ausgesetzt. Mit einem bewirteten Sandstrand an der Naab könnte man den Stadtpark beleben und zu einem Magneten für Familien und junge Leute machen, so der Weinstuben-Wirt. Schon seit einigen Jahren bemühen sich Eventmanager Angelos Ubrig und Kneipier Michael Edenharter darum, die Naabinsel mitten in der Stadt zu beleben. Ein Elektro-Festival und „Rock im Park“ waren geplant, doch beide Events scheiterten an einem Anwohner, der sich in seiner Ruhe gestört fühlte.

2. Vorsitzender und Kneipier Michael Edenharter würde gerne mehr tun für das gesellige Leben in der Stadt, spürt aber die bürokratischen Fesseln. Den Plan von einem Sandstrand an der Naab hat er noch nicht aufgegeben. Foto: xih
2. Vorsitzender und Kneipier Michael Edenharter würde gerne mehr tun für das gesellige Leben in der Stadt, spürt aber die bürokratischen Fesseln. Den Plan von einem Sandstrand an der Naab hat er noch nicht aufgegeben. Foto: xih

Eine „Beachbar“ wäre nun die Alternative. Die Grundidee ist ein Strand mit freiem Blick auf die Naab, wie es ihn in Regensburg, Regenstauf oder Nürnberg gibt. Die Wirte vom Wendelinverein haben nicht nur das Know-how, sondern auch die nötige Ausrüstung. Für den gewünschten Wohlfühlfaktor sollen jede Menge Sand, Liegestühle und Sonnenschirme sorgen. Karibisches Flair am „Hubmannwöhrl“.

Alle Teile der Serie „Mein Verein“ finden Sie hier.

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