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Ort wird durch Gartler schöner

Der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Fronberg feiert am 6. Oktober sein 65-jähriges Bestehen mit einem großen Fest.
Von Rudi Hirsch

Die Vorstandsmitglieder Elisabeth Tauscher (links) und Gisela Ettl (rechts) helfen bei der Pflege der Fronberger Grünanlagen mit. Foto: xih
Die Vorstandsmitglieder Elisabeth Tauscher (links) und Gisela Ettl (rechts) helfen bei der Pflege der Fronberger Grünanlagen mit. Foto: xih

Schwandorf.Der GOV Fronberg plant für seine Jubiläumsfeier am 6. Oktober einen Gottesdienst in der Kirche St. Andreas und einen Festabend im Pfarrheim. Dabei werden ein Mitglied für 60 und drei für 50 Jahre Zugehörigkeit geehrt. „Wir wollen das Vermächtnis unserer Vorfahren bewahren“, sagt Vorsitzender Josef Zitzler. Er übernahm vor fünf Monaten die Führung und bewahrte den Verein damit vor der Auflösung. Vorsitzender Wolfgang Schleicher hatte sich nach fünf Jahren zurückgezogen. Zuvor führte Karl-Heinz Jobst 18 Jahre lang Regie.

„Bewährtes erhalten, Neues anpacken“. Unter dieses Motto stellt Josef Zitzler das Gartenjahr. Er will junge Familien gewinnen und sucht Kontakt über die Kinder, mit denen die Vereinsmitglieder Nistkästen und Insektenhotels bauen und sie bei Pflanzaktionen begleiten. Bei der Suche nach dem größten Kürbis und der schönsten Sonnenblume lobt der Verein Preise aus.

Pflege öffentlicher Anlagen

Neben dem Feuerwehrhaus befindet sich der Geräteschuppen mit einem Umfeld, das der Verein mit einer Rasenfläche und Büschen neu gestalten will – so wie die öffentlichen Grünflächen, die sich in Fronberg durchaus sehen lassen können, dank der freiwilligen Helfer, die die Anlagen am Kriegerdenkmal, an der Petruskapelle, am Friedhof, an der Schule, am Brunnen sowie entlang der Friedrich-Flick-Straße in Schuss halten und dabei sogar High-Tech zum Einsatz bringen. Das Gießen der Blumen entlang der Friedhofsmauer in der Schulstraße erfolgte während der Trockenperiode über ein automatisches Bewässerungssystem.

„Wir haben in Fronberg keine Probleme mit den Vierbeinern“, sagte vor zehn Jahren der damalige Vorsitzende Karl-Heinz Jobst. Das hat sich mittlerweile geändert. „Der Hundekot in den Grünanlagen ist zum Ärgernis geworden“, stellt Josef Zitzler fest. Mittlerweile scheint seine Hartnäckigkeit, mit der er gegen die „Tretminen“ ankämpft, zu fruchten. Die Hundebesitzer weichen beim Gassigehen zunehmend an andere Stellen in der Ortschaft aus, so seine Beobachtung.

Das Umfeld des Gerätehauses will der GOV Fronberg neu gestalten. Foto: xih
Das Umfeld des Gerätehauses will der GOV Fronberg neu gestalten. Foto: xih

Unter der Regie des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins feierte die Ortschaft 2006 – anlässlich der 1000-Jahrfeier von Schwandorf – ein Dorffest. Die acht daran beteiligten Vereine einigten sich, mit dem Erlös einen Brunnen zu errichten. Die Anlage an der Abzweigung Friedrich-Flick- und Hannath-Straße ist der ganze Stolz des Vorsitzenden. „Sie ist längst zu einem Treffpunkt geworden“, beobachtet Josef Zitzler. Für Radfahrer, Biker und die Fronberger Kirwapaare. Der Verein pflegt die Anlage und befüllt den Brunnen mit Wasser.

Der Gartenbau- und Ortsverachönerungsverein Fronberg sieht sich als Dienstleister für die 270 Mitglieder und die Bewohner des Stadtteils. Die Vorstandsmitglieder Hans Hötzl, Erich Winklmann, Willi Scharl, Wolfgang Nowak und Josef Zitzler kümmern sich um den Verleih der leistungsstarken Heckenschere, des Vertikutierers, des Hoch-Entasters und des Rasenmähers und übernehmen auf Wunsch auch die Bedienung der Geräte. Zweimal im Jahr bietet der Verein einen kostenlosen Baumschneidekurs an.

Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein

  • Der Verein:

    Der GOV Fronberg hat 270 Mitglieder zwischen 16 und 93 Jahren. Sie können die Geräte und Dienste nach Terminvereinbarung nutzen und sich im Baum- und Sträucherschneiden unterweisen lassen.

  • Die Aufgabe:

    Die Gründungsmitglieder des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins wollten in den 1950er Jahren den Siedlern Hilfestellung leisten und sie beim Baumschneiden und in der Gartenpflege unterstützen.

  • Jubiläum:

    Die Feier zum 65-jährigen Bestehen ist am 6. Oktober, 18.30 Uhr, im Pfarrheim. Dabei stellt er auch das neue Logo des Vereins vor und verteilt grüne Gärtnerschürzen an alle, die bei der Pflege der Grünanlagen mithelfen.

Josef Zitzler will den Umweltgedanken in den Köpfen der Menschen verankern. „Wir wollen etwas tun gegen das Insektensterben“, so der Vorsitzende. Er ermuntert deshalb die Gartler, Sträucher zu pflanzen und Blumenbeete anzulegen, um damit die Bienen anzulocken und für die Insekten Nahrungs- und Brutstätten zu schaffen. „Schöne Gärten tragen auch zu einem sauberen Ortsbild bei“, gibt Zitzler zu bedenken.

Der Verein legt auch großen Wert auf Geselligkeit. Der „Blumenball beim Wahl“ gehörte einst zu den Höhepunkten im Jahresprogramm. Im März veranstaltete der GOV Fronberg einen Preisschafkopf und spendete den Erlös für einen sozialen Zweck. Ausflüge und Fahrten zu den Landesgartenschauen sowie Fachvorträge zu aktuellen Themen runden das Programm ab. Lange Zeit prämierte eine Jury auch die schönsten Gärten und vergab Preise. Bei der Gründung 1953 setzten sich die Mitglieder zum Ziel, regelmäßige Baumschneidekurse anzubieten, die Obstbäume zu spritzen und den Blumenschmuck zu prämieren.

Umdenken bei Gifteinsatz

Beim Einsatz von Gift hat auch im Fronberger Verein längst ein Umdenken eingesetzt. „Die Natur- und Umwelterziehung muss bereits im Kindesalter beginnen“, ist sich der Vorsitzende bewusst. Es gehe schließlich um Erhalt der Lebensgrundlagen und der über Generationen hinweg gewachsenen Kultur. Deshalb unterstützt der Verein auch die Gartleraktionen der Grundschule und des Kindergartens und legt entlang des Schulhofes einen Grünstreifen mit Kräutern an.

Josef Zitzler legt Wert auf ein schönes Ortsbild. Deshalb geriet er mit Autofahrern in Konflikt, die ihre Fahrzeuge in den Grünanlagen am Kriegerdenkmal abstellten. Seit die Stadt dort Schilder aufgestellt und auch Verwarnungen ausgesprochen hat, herrscht an dieser Stelle wieder Ordnung.

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