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Vereinsserie

Tiefflieger haben viel Spaß am Dartspiel

Darter stellen sich mit sportlichen Leistungen und gesellschaftlichen Aktivitäten gegen das Schmuddel-Image ihres Sports.
Von Ingrid Hirsch

Zweimal pro Woche trainieren die „Tiefflieger“ beim „Turner“; Bianca Wallisch visiert die Scheibe an. Foto: Hirsch
Zweimal pro Woche trainieren die „Tiefflieger“ beim „Turner“; Bianca Wallisch visiert die Scheibe an. Foto: Hirsch

Schwandorf.Die „Dart-Tiefflieger e.V.“ treffen sich regelmäßig im Vereinslokal beim „Turner“ in Schwandorf, um dort zielsicher ihre Pfeile zu werfen. Wer denkt, Dart spiele sich in irgendwelchen dunklen Lokalen ab, in denen ein paar Leute versuchen, mit ihren Pfeilen die runde Scheibe zu treffen, der irrt sich. Mit diesem Vorurteil räumt Vorsitzender Tobias Ertl auf. Dart sei ein anspruchsvoller Präzisionssport, der Selbstbeherrschung und Feingefühl erfordere. Wie der Verein zu seinem Namen kam, erklärt Tobias Ertl so: „Bei der Gründung haben wir haben wir uns Gedanken über einen passenden Namen gemacht und uns auf Tiefflieger geeinigt“.

Vier vereinseigene Automaten

Im Jahr 2009 beschlossen ein paar Freunde, einen Dartclub zu gründen. Gründungsvorsitzender war damals Christian Ederer. Seit 2011 steht Tobias Ertl an der Spitze, der zwölf Jahre lang nach einem Sport Ausschau gehalten hat, der ihm Spaß macht. Der Verein ist heute stolzer Besitzer von vier eigenen Automaten.

Aktuell haben sich die Spieler unter dem Dach des „Ostbayerischer Dart Sport Verband e.V.“ (ODSV) aufgestellt und nehmen mit zwei Mannschaften am Ligaspielbetrieb sowie regionalen und überregionalen Turnieren teil. Gleichzeitig ist der Club auch Gastgeber für andere Teams und veranstaltet Turniere für Hobbyspieler.

Jeder hat seine eigene Technik

Auch beim Dart gilt: Übung macht den Meister. Der Spieler findet für sich seine spezielle Technik heraus, den Wurfstil und die Wurfhaltung. Woran sich aber alle halten müssen, sind die Regeln nach der allgemeinen Spiel- und Wettkampfordnung. Die Länge und das Gewicht der Pfeile (Darts) sind vorgeschrieben. Linkshänder stellen den linken Fuß nach vorne, Rechtshänder umgekehrt. Das Gewicht sollte man dabei auf den vorderen Fuß verlagern, der andere Fuß wird ein Stück nach hinten gestellt und dient lediglich zum Ausbalancieren des Gleichgewichts. Entscheidend für den richtigen Griff des Dartpfeils ist die Kontrolle über den Dartpfeil. Hierzu gibt es eine einfache Regel: Je mehr Finger den Pfeil am Barrel führen bzw. berühren, desto mehr Kontrolle besitzt man über den Pfeil und umso besser sollte man zielen können.

Sportlich und gesellschaftlich aktiv

  • An der Spitze des Vereins

    stehen 1. Vorsitzender Tobias Ertl und 2. Vorsitzender Georg Hartauer.

  • Kassier ist Maik Grundner,

    Schriftführerin Bianca Wallisch und Spielleiter Stefan Resch.

  • Die Vorstandschaft

    organisiert nicht nur sportliche, sondern auch gesellige Veranstaltungen.

  • Zum Jahresprogramm

    gehören auch ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier und ein Vereinsausflug.

Derzeit zählt der Verein 20 aktive und vier passive Mitglieder im Alter von sieben bis 74 Jahren. Erwachsene Aktive zahlen 50 Euro Beitrag, passive Mitglieder und Jugendliche 25 Euro.

„Bei uns steht der Spaß am Spiel im Vordergrund“, erklärt Tobias Ertl. Wer schnuppern möchte, ist jederzeit willkommen. Jeden Mittwoch und Freitag ist ab 19 Uhr Training im Vereinsheim.

Für die Darter ist Rekordchampion Phil Taylor das große Vorbild, auch wenn ihm jüngst bei der Weltmeisterschaft ein weiterer Titel versagt blieb. Der 57-jährige Engländer ist der erfolgreichste Dartspieler aller Zeiten.

Alle Teile unserer Serie „Mein Verein“ lesen Sie hier.

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