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Kirche

Mittelpunkt des dörflichen Lebens

Nach einem Jahr Bauzeit steht das Premberger Pfarrheim als Treffpunkt bereit. Generalvikar Michael Fuchs weihte das Haus.
Von Werner Artmann

  • Generalvikar Michael Fuchs weihte das neue Premberger Pfarrheim, das nach nur einem Jahr Bauzeit fertig ist. Foto: Werner Artmann
  • Kinder überreichten Michael Fuchs Gastgeschenke. Foto: Werner Artmann

TEUBLITZ.Das neue Pfarrheim St. Martin soll Anlass zur Dankbarkeit und Freude sein, den Glauben und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken sowie Heimat geben für Menschen unserer Zeit, erklärte Generalvikar Michael Fuchs in seiner Festpredigt zur Segnung des neuen Premberger Pfarrheimes am gestrigen Sonntagvormittag. Mit dem Ereignis schrieb die Pfarrei St. Martin Zeitgeschichte. Die Pfarrangehörigen hatten beim „Tag der offenen Tür“ die Möglichkeit, sämtliche Räumlichkeiten des neuen Pfarrheimes mit Pfarrbüro zu besichtigen.

Das „Jahrhundertereignis“ wurde eingeleitet mit einem Festgottesdienst in der vollbesetzten St. Martinskirche. Generalvikar und Prälat Michael Fuchs von der Diözese Regensburg und Pfarrer Joy feierten vor vielen Ehrengästen, Vereinsabordnungen und Pfarrangehörigen gemeinsam.

Festzug durch Premberg

Sechs Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, die Kommunal- und Kirchenvertreter und die Pfarrangehörigen zogen am Sonntagvormittag unter den Klängen der Blaskapelle „D’Felserer“ hinauf zur St. Martinskirche, um die Feierlichkeiten mit einem Festgottesdienst einzuleiten. Generalvikar und Prälat Michael Fuchs überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Diözese. Das neue Pfarrheim soll ein Ort der Begegnung und ein Treffpunkt für Jung und Alt werden.

Musikalisch und gesanglich wurde der Festgottesdienst in der ehrwürdigen St. Martinskirche durch Carolin Vogl, Sebastian Karnatz und Simon sowie der Blaskapelle „D’Felserer“ gestaltet.

Generalvikar Michael Fuchs predigte. Foto: Werner Artmann
Generalvikar Michael Fuchs predigte. Foto: Werner Artmann

„Für die Pfarrei Premberg ist die Segnung des neuen Pfarrheimes ein Tag, der Zuversicht und Hoffnung ausstrahlt,“ sagte Bürgermeisterin Maria Steger bei ihrer Ansprache. Premberg habe einen attraktiven Mittelpunkt bekommen und somit einen Treff- und Begegnungsort für alle geschaffen. Alle Verantwortlichen in Premberg hätten Großes für die Gläubigen geleistet. Es sei ein bürgerfreundliches, neues Haus entstanden und der Aufwand an Zeit, Geld und Elan habe sich mehr als gelohnt. „Jetzt ist man am Ziel angelangt und die Seelsorgeeinheit hat eine neue Heimat und einen Ort der Begegnung für alle Pfarrangehörigen, für Familien und Singles gefunden!“ Steger überreichte an Kirchenpfleger Schlüter einen Stich der Stadt Teublitz.

In einem Festzug ging es dann mit der Blaskapelle „D’Felserer“ zurück über die St. Martin-Straße zum neuen Pfarrheim, wo die beiden Eltern-Kind-Gruppen die Geistlichkeit und Gäste mit Musik und Liedern empfingen. An Generalvikar Fuchs überreichten die Kinder kleine Geschenke und Produkte aus der Pfarrei.

Maria Steger überreichte Kirchenpfleger Albert Schlüter einen Stich. Foto: Werner Artmann
Maria Steger überreichte Kirchenpfleger Albert Schlüter einen Stich. Foto: Werner Artmann

Wie Kirchenpfleger Albert Schlüter feststellte, wurde mit der Segnung das seit Jahren geplante Ziel „Pfarr- und Jugendheim“ verwirklicht. Die „unendliche Geschichte Pfarr- und Jugendheim“ begann bereits im Jahre 2001 und erst 16 Jahre später hat es ein erfolgreiches Ende genommen. Am 12. Dezember 2010 wurde trotz aller Bedenken beschlossen, diesen einmaligen finanziellen Kraftakt für den Neubau eines Pfarrheimes zu wagen. Am 25. November 2013 wurde der alte Pfarrhof (1894 gebaut) abgerissen.

Entstehung der Pfarrei Premberg

  • Premberg wurde seelsorglich viele Jahrhunderte von der Urpfarrei Wiefelsdorf aus betreut. Die für damalige Verhältnisse große Entfernung der Filiale Premberg und die teilweise sehr schlechten Wege erschwerten die Seelsorge sehr. Dies veranlasste 1877 den Pfarrer Georg Adam Sußbauer, dessen Schwestern in Stocka und Münchshofen lebten, sein Vermögen von 10 000 Mark der Wiefelsdorfer Filialkirche Premberg zur Gründung einer Expositur zu vermachen. Pfarrer Sußbauer verstarb 1878.

  • Erst nach der endgültigen Abtrennung von der Mutterpfarrei Wiefelsdorf erfolgte 1965 die Erhebung zur selbständigen Pfarrkuratie und 2001 zur Pfarrei. Seit September 2001 bildet die Pfarrei St.-Martin g eine Seelsorgeeinheit mit der Pfarrei Katzdorf. (bat)

Anfang März 2015 erhielt der junge Architekt Stefan Katzlinger die Chance, erstmals ein Kirchenprojekt zu planen. Am 13. September 2016 folgte der Spatenstich und jetzt nach gut einem Jahr die Segnung des neuen Pfarrheimes. „Ich wünsche mir, dass dieses neue, mit viel Licht durchflutete Pfarrheim von vielen Pfarrangehörigen als kirchlicher Veranstaltungsort der Begegnung begriffen, oft benützt und dadurch die Pfarreiengemeinschaft gestärkt wird,“ sagte Schlüter.

780 000 Euro Gesamtkosten

Generalvikar Michael Fuchs nahm die Segnung des neuen Pfarrheimes und der Räumlichkeiten vor. Architekt Stefan Katzlinger überreichte dann den Schlüssel für das Pfarrheim an Pfarrer Pater Joy und Kirchenpfleger Albert Schlüter.

Architekt Stefan Katzlinger, Kirchenpfleger Albert Schlüter, Generalvikar Michael Fuchs und Pfarrer Pater Joy bei der Schlüsselübergabe Foto: Werner Artmann
Architekt Stefan Katzlinger, Kirchenpfleger Albert Schlüter, Generalvikar Michael Fuchs und Pfarrer Pater Joy bei der Schlüsselübergabe Foto: Werner Artmann

Architekt Katzlinger erinnerte in kurzen Zügen an die einzelnen Etappen von der Planung bis zur Fertigstellung. Die tatsächlichen Baukosten zum Abschluss liegen bei 780 000 Euro, acht Prozent über den Kostenrahmen. Die Bischöfliche Finanzkammer gewährte einen Zuschuss von 337 100 Euro. Katzlinger dankte den beteiligten Firmen, der Kirchenverwaltung, der Stadt Teublitz und dem Bischöflichen Baureferat.

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