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Bauplan

Naturfriedhof steht in den Startlöchern

Ein gutes Jahr hat es gedauert. Nun soll mit dem Friedwald in Nittenau bald eine neue Form der Bestattung umgesetzt werden.

Die letzte Ruhestätte im Waldboden finden – diese Idee setzt der Naturfriedhof Schlosswald in Stefling um. Foto: dpa

Nittenau.Noch dieses Jahr soll der Naturfriedhof Schlosswald in Stefling eröffnet werden – so der Plan von Jürgen Kölbl, Projektleiter und Geschäftsführer der Schlosswald GmbH. Ab sofort liegt bei der Stadt Nittenau der Bebauungsplan des Sondergebiets „Naturfriedhof Schlosswald Regental“ aus. Auch die Änderung des Flächennutzungsplans geht in die Auslegung, wie Ordnungsamtsleiter Martin Schöberl informiert.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung liegen die Planunterlagen mit Begründung und Umweltbericht im Rathaus, Zimmer Nummer 7, vom 25. August bis 3. Oktober während der allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses zur Einsichtnahme aus. Während dieser Zeit kann jeder Interessierte die Unterlagen einsehen und erhält auf Wunsch nähere Erläuterungen und Auskünfte über die Flächennutzungsplanänderung, wie das städtische Bauamt mitteilt. Weiter können während dieser Zeit Bedenken, Einwendungen und Anregungen vorgebracht werden. In der Sitzung vom 21. Januar dieses Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, den Flächennutzungsplan für das Gebiet zu ändern und einen Bebauungsplan für die Nutzung als Sondergebiet „Naturfriedhof Schlosswald Regental“ aufzustellen. Das bestehende Waldgebiet mit einer Fläche von 22,6 Hektar liegt westlich von Stefling. Im Norden wird es eingegrenzt von der St 2149 und im Süden von der Gemeindeverbindungsstraße Stefling – Geiseck.

Das Verfahren habe sich auch deshalb in die Länge gezogen, da die Stadt Nittenau sich noch vertraglich beim Bayerischen Gemeindetag das Einvernehmen für das Vorhaben geholt hat. Die Fachstellen wie Naturschutzbehörde und Straßenbauamt haben nun die Pläne vorliegen und können ihre Meinung dazu abgeben. Insofern es keine Einsprüche gibt, werde noch im Herbst mit den Bauarbeiten begonnen. „Es ist ein Zeitfaktor, aber wir werden sicher noch 2014 eröffnen“, sagt Kölbl. Ihm wäre es recht, wenn man die Arbeiten noch vor den Wintermonaten abschließen könnte, um nicht in die Frostperiode zu geraten. „Je später es wird, desto schwieriger wird es natürlich mit der Baumaßnahme.“ Der Bau des „Schlosswalds“ wird die eigens gegründete GmbH laut Angaben von Jürgen Kölbl mehr als 10 000 Euro kosten. Die GmbH beteilige sich auch an den Kosten für die Straßenbauarbeiten, die im Zuge der Verbreiterung der Staatsstraße sowie der Errichtung einer Linksabbiegespur entstehen.

Bereits Ende des Jahres 2013 gab es mehrere Ortstermine mit den Anliegern in Stefling, bei denen die Planer ihr Vorhaben erläutert und Fragen der Bürger beantwortet haben.

Die Bürger können sich ab sofort auch auf der Internetseite www.schlosswald.de über das Projekt informieren. Auf der Homepage finden Interessierte den Zeitplan zum Projekt, die Beschlussfassungen und Links zu Presseartikeln.

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