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Verkehr

Ran an die Stolperfallen auf den Straßen

Der Winter hat nur stellenweise an den Belägen in der Region Schwandorf genagt. Seit Jahresbeginn wurde viel Salz gestreut.
Von Reinhold Willfurth

Ein Schlagloch auf der Libourne-Allee im Winter 2013
Ein Schlagloch auf der Libourne-Allee im Winter 2013 Foto: Archiv

Schwandorf. Der Winter neigt sich trotz gelegentlicher Rückfälle seinem Ende zu. Nun geht es bei den Straßenmeistereien in der Region darum, Frostschäden zu sichten und das „Flickprogramm“ für die nächsten Wochen zusammenzustellen. Vorläufiges Fazit: Es gibt in diesem Frühjahr deutlich weniger auszubessern auf den Straßen im Landkreis als in den Jahren zuvor. Weil Perioden mit strengem Frost fast vollständig ausblieben, hielten sich die Schäden in Grenzen. Sichtbare Löcher ins Budget der Straßenmeistereien rissen allenfalls die Rechnungen für Streusalz. Seit Jahresbeginn sorgt kühles und feuchtes Wetter rund um den Gefrierpunkt für Dauereinsätze.

Wilfried Schlosser und seine Kolonnenführer haben ihre Hausaufgaben bereits gemacht und die knapp 500 Kilometer Bundes- und Staatsstraßen im Landkreis abgefahren, um Schlaglöcher und Risse zu kartieren. „Die Frostschäden liegen unter dem Durchschnitt“, sagt der Leiter der Straßenmeisterei Neunburg. Demnächst macht sich der „Flickzug“ der Straßenmeisterei auf, um die Risse in den Straßen mit Asphalt auszugießen. Eine Fremdfirma fräst die Schlaglöcher aus und baut sie wieder ein.

Im Winter besonders gefährdet sind laut Schlosser die nicht frostfest ausgebauten Straßen, vor allem, wenn die Temperaturen dauerhaft unter Null sinken. Solche Kandidaten für Frosthebungen und Risse sind etwa die Staatsstraßen zwischen Neukirchen-Balbini und der B 85, zwischen Burglengenfeld und Schmidmühlen oder zwischen Zangenstein und Niedermurach.

Was beim Winterdienst 2014/15 tatsächlich ins Gewicht fiel, war der Einsatz von Streusalz. Im Januar und Februar ließen die 23 Mitarbeiter der Neunburger Straßenmeisterei mit ihren elf Fahrzeugen jeweils 1800 Tonnen davon auf die Straßen im östlichen Landkreis rieseln. Dabei hatte die Saison harmlos begonnen. Im gesamten November brauchten Schlossers Männer nur eine einzige Tonne Streusalz, um die Schleudergefahr zu bannen. Ab Mitte Dezember steigerte sich das Aufkommen, „und seit Januar waren wir fast jeden Tag unterwegs“. Der stellvertretende Leiter des Straßenbauamts Amberg-Sulzbach, Gottfriede Weishäupl, bestätigt den überdurchschnittlichen Bedarf. In den drei Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Neustadt/Waldnaab werden zum Ende der Saison nach seiner Schätzung 22 000 Tonnen Salz auf den Bundes- und Staatsstraßen gelandet sein.

Von einem „normalen Winter“ auf der A 93 und der A 6 spricht Siegfried Jarowy von der Autobahndirektion Nordbayern. Die Frostaufbrüche seien „nichts Besonderes“ und würden in den nächsten Wochen beseitigt.

Ein kleiner Segen für die Stadtkasse war der Winter für die Stadt Schwandorf. Ähnlich wie im Winter zuvor waren laut Sprecher Lothar Mulzer Frostschäden rar. Die Ausbesserungsarbeiten beschränkten sich auf wenige Straßen. Gerade einmal 5000 Euro haben sie gekostet.

Nur 53 Einsätze hatte der Winterdienst zu verzeichnen. Von den 1400 Tonnen Streusalz lagern noch 900 Tonnen in den Depots. Mit 319 000 Euro hielten sich die Kosten in Grenzen. Kein Vergleich zum strengen Winter 2010/11, der mit fast 700 000 Euro allein für den Räum- und Streudienst zu Buche schlug.

Auch Franz Pfeffer, Sprecher des Landkreises, kann für die Saison Entwarnung geben – allerdings nur bis dato, denn „der Winter ist noch lange nicht vorbei“. Die Mitarbeiter der vier Straßenmeistereien hätten normalerweise „bis in den April gut zu tun“, um die 420 Kilometer Kreisstraßen verkehrssicher zu erhalten. Bislang seien keine großen Frostaufbrüche registriert worden. Das milde Wetter habe sogar Reparaturen erlaubt. Priorität beim Ausbauprogramm mit einem Budget von vier Millionen Euro hätten nicht frostfeste Straßen wie die von Fronberg nach Neunburg. Die Kreisstraßen seien insgesamt gut in Schuss, aber, so Pfeffer: „Man muss schon dahinter sein“.

Was tun bei einem Schaden?

  • Anspruch:

    Ein Schadenersatzanspruch für den Geschädigten besteht, wenn Staat, Kommune oder eine Privatperson als Straßenbaulastträger die Verkehrssicherheitspflicht verletzt haben. Eine regelmäßige Kontrolle gehört zu den Pflichten des Baulastträgers.

  • Tipps:

    Wenn Schäden aufgetreten sind, empfiehlt der ADAC, zeitnah Beweismittel zu sichern, ohne sich oder andere an der Unfallstelle zu gefährden.

  • Hilfreich seien auch Fotos vom Schlagloch, von der betroffen Straße sowie vom beschädigten Fahrzeug. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit sowie Namen und Anschrift von Zeugen können ebenfalls wichtig sein.

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