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Schädling

Spezialfirma rückt im Freibad an

Am Mittwoch werden die lästigen Raupen im Schwandorfer Erlebnisbad beseitigt. Rund 20 Eichen sind auf dem Areal befallen.
Von Hubert Heinzl

Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen auf einem Baumstamm entlang. Foto: Bernd Settnik dpa
Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen auf einem Baumstamm entlang. Foto: Bernd Settnik dpa

Schwandorf.Am frühen Mittwochvormittag soll ein Nürnberger Spezialunternehmen anrücken, um den gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners im Schwandorfer Erlebnisbad den Garaus zu machen. Weil bei der Aktion Hubsteiger eingesetzt werden, könne es möglicherweise zu Einschränkungen im Bereich der Liegewiese kommen, sagte der städtische Pressesprecher Lothar Mulzer auf Anfrage der Mittelbayerischen. Die Bäderleitung gehe jedoch davon aus, dass der Badebetrieb in den Beckenbereichen von den Arbeiten überhaupt nicht tangiert werde.

In den letzten Tagen blieben Teile der Liegewiese gesperrt. Foto: ph
In den letzten Tagen blieben Teile der Liegewiese gesperrt. Foto: ph

Wie lange die Arbeiten dauern werden, ließ sich am Dienstag noch nicht abschätzen. Nach Auskunft Mulzers sind rund 20 der 50 Eichen auf dem etwa 4,2 Hektar großen Areal des Erlebnisbads von dem Schädling befallen und wurden schon in der vergangenen Woche großräumig mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Die Badegäste blieben diszipliniert und hielten sich weitgehend an das Betretungsverbot - schon aus Sicherheitsgründen. Auch während der Aktion am heutigen Mittwoch sei es „ganz wichtig, dass die abgesperrten Bereiche nicht betreten werden“, so Pressesprecher Mulzer.

Ein Video über die Vorkehrungen im Schwandorfer Erlebnisbad sehen Sie hier:

Eichenprozessionsspinner nistet sich im Erlebnisbad ein

Wie berichtet, sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners nämlich nicht nur schädlich für die Laubbäume, sondern können auch die Gesundheit des Menschen gefährden. Hautausschläge, Reizungen der Mund- und Nasenschleimhäute, Hustenreiz und brennende Atemwege, selten auch Entzündungen der Augenbindehaut oder allergische Schockreaktionen werden von Fachleuten als mögliche Folgen genannt, wenn man mit den giftigen Haaren der Raupen direkt in Berührung kommt. Und davon gibt es nach einem bestimmten Entwicklungsstadium wirklich jede Menge. Jede Altraupe besitzt bis zu 700 000 Brennhaare. In den Häutungs- und Verpuppungsnestern finden sich die gesellig lebenden Raupen in Tausenden von Exemplaren. Und das Gift der Brennhaare, die sich im Umkreis befallener Eichen ansammeln und auch durch den Wind verbreitet werden können, bleibt über mehrere Jahre aktiv.

Die Stadt Schwandorf sperrte daher die befallenen Eichen im Erlebnisbad umgehend großräumig ab, nachdem man in der vorvergangenen Woche Ende Mai an verschiedenen Bäumen die markanten Raupennester entdeckt hatte. Eine Gesundheitsgefährdung der Badegäste schloss Pressesprecher Mulzer deshalb aus. Nachdem der Eichenprozessionsspinner in den vergangenen Jahren nur sporadisch gesichtet worden war, scheint er heuer im Landkreis auf dem Vormarsch. Immer wieder werden vor allem aus dem Städtedreieck neue befallene Bäume gemeldet - zuletzt im Naturbad Saltendorf und jetzt auch im beliebten Naturpark Höllohe bei Teublitz.

Lesen Sie mehr: Erstmals hatte es der Burglengenfelder Bauhof mit dem Eichenprozessionsspinner zu tun. Ein zweiter Fall blieb privat.

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