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Verabschiedung

Spuren im Wald hinterlassen

Burglengenfelds langjähriger Revierleiter Joachim Genrich geht in Ruhestand. Lea Franz übernimmt die Nachfolge.

Forstbetriebsleiter Thomas Verron und sein Stellvertreter Erwin Graf verabschieden Joachim Genrich aus ihrer Mitte; v. l. stehend :Personalräte Andreas Ferstl und Gerhard Kerscher sowie die Nachfolgerin als Revierleiterin, Lea Franz. Foto: Bruno Wasser
Forstbetriebsleiter Thomas Verron und sein Stellvertreter Erwin Graf verabschieden Joachim Genrich aus ihrer Mitte; v. l. stehend :Personalräte Andreas Ferstl und Gerhard Kerscher sowie die Nachfolgerin als Revierleiterin, Lea Franz. Foto: Bruno Wasser

Burglengenfeld.„Irgendwann hat alles ein Ende, auch wenn man sich mit Arbeit und Arbeitsraum verwachsen fühlt!“ Mit diesen Worten verabschiedete der Forstbetriebsleiter Thomas Verron Revierleiter Joachim Genrich in den Ruhestand. Nach fast 42 Dienstjahren – über 40 Jahre im Forstamt bzw. Forstbetrieb Burglengenfeld – blickt dieser auf ein reichhaltiges forstliches Leben mit vielen organisatorischen und fachlichen Änderungen zurück. Die Nachfolge im Revier hat bereits seit einigen Monaten Lea Franz angetreten, die gleich mit der Revierleitung in Holzheim am Forst ihre erste feste Stelle bei den Bayerischen Staatsforsten ergatterte.

Joachim Genrich leitete fast vier Jahrzehnte das Staatswaldrevier Holzheim am Forst mit den Staatswalddistrikten Raffa, Ponholz und ab 2005 im Unternehmen Bayerische Staatsforsten mit dem Unteren Samsbacher Forst und dem Vogelsand. Starke Spuren seines Arbeitslebens finden sich in den Wäldern des Städtedreiecks wieder. Engagiert in Waldbau und auf allen forstpraktischen Feldern gestaltete er den Natur- und Erholungsraum am östlichen Jurarand mit. Das Raffa mit dem Kunstwaldgarten lag ihm besonders am Herzen. Dabei hatte es ihm vor allem der Waldumbau der großen Kiefernflächen mit Buche, Eiche und Edellaubhölzern in möglichst naturnaher Gestaltung angetan. Hinsichtlich des dafür zu regulierenden Wildstandes musste er manchmal über seinen Schatten springen. Dazu hatte er einen verbindenden Draht zur privaten Jägerschaft. Als strenger Revierwächter sorgte er stets für Ordnung vor Ort. Das mussten insbesondere seine vielen Forstrechtler spüren, die jährlich mit ihren Brennholzbezügen zu bedienen waren. Die zunehmende Digitalisierung und DV-technischen Systemneuerungen lösten bei ihm nicht immer Begeisterungsstürme aus.

Karriere

  • Familientradition:

    Joachim Genrich, als Förstersohn in Schrobenhausen geboren, ging in Hienheim und Regensburg zur Schule, studierte nach Erreichen der Fachhochschulreife in Freising-Weihenstephan, schloss als Diplom-Forstingenieur ab und trat im Oktober 1977 als Forstanwärter in den Staatsdienst. Berufliche Stationen waren dabei die damaligen Forstämter Geisenfeld und Murnau.

  • Wechsel in die Oberpfalz:

    Kurz nach der Forstinspektorenprüfung Ende 1978 startete Genrich seine Forstberufslaufbahn am Forstamt Burglengenfeld. 1981 bekam er in Pirkensee seine erste Revierleitung übertragen. Hier blieb er bis zur Pensionierung aktiv. Infolge seines Eigenheimbaus mit Geschäftszimmer änderte sich nur um die Jahrtausendwende der Reviername in Holzheim am Forst.

Verron dankte Genrich für seinen langjährigen Einsatz und das nachhaltige Wirken, vor allem aber für seine Rolle im Team. Für Genrich gab es zum Abschied eine von den betrieblichen Lehrlingen handgefertigte Tannenholzruhebank, auf der er sich jetzt lange an sein nachhaltiges berufliches Wirken erinnern soll. Zunächst aber soll sein Jägerherz mit einem kollegial gesponserten Pensionshirschabschuss im Truppenübungsplatz Hohenfels noch einmal höher schlagen. Alle aus dem Forstbetrieb Burglengenfeld wünschten bei der Überreichung der Ruhestandsurkunde noch viele glückliche und vor allem gesunde Jahre.

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