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Konzert

Stimmungen des Frühlings interpretiert

Die Schüler des Schwandorfer CFG-Gymnasiums überzeugten mit ihrem Können und einem breit angelegten Repertoire aus allen Stilrichtungen ihr Publikum.

  • Fagott-Solist Bastian Wagner beim Auftritt mit dem InstrumentalensembleFoto: hcr
  • Der Unterstufenchor
  • Amanda Scharl an der Querflöte und Hannah von Glasow am Violoncello
  • Der Kammerchor
  • Auch Kammermusik von Vivaldi wurde gespielt.

Schwandorf.Die Begeisterung des Publikums nach dem „Frühjahrskonzert“ des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums (CFG) sprach Bände, denn so wie die schönste Jahreszeit, der Frühling, hätte auch das bereits legendäre „Schülerkonzert“ nie zu Ende gehen dürfen. Und doch, irgendjemand hat an der Uhr gedreht und ein wie immer großartiges Konzert viel zu schnell zu Ende gehen lassen.

Welch besseren Lohn könnte es für die jungen Musiker geben, als der Applaus, Pfiffe der Begeisterung und das Johlen des Publikums. Unter der Gesamtleitung von Oberstudienrat Heinz Baranek und Oberstudienrätin Stefanie Jehl hatten die Schüler erneut alle Stimmungen des Frühlings in wunderbaren Interpretation musikalisch eingefangen. Mischte sich in den ersten Konzertteil noch die Klassik mit Johann Sebastian Bachs Sonate in g-Moll und Antonio Vivaldis Concerto III, L’Estro Armonico, war der zweite Teil ganz dem der Pop-Musik, des Musicals und der Filmmusik gewidmet. Es ist gerade der musikalische Rundum-Schlag, der den ausgesprochen hohen musikalischen Ausbildungsgrad am CFG-Gymnasium widerspiegelt und das Publikum jedes Mal aufs Neue so für die Konzerte der Schüler einnimmt.

Das war auch beim diesjährigen Frühlingskonzert nicht anders. Jede Stilrichtung wurde bedient, ob durch das Streichorchester mit „River flows in you“ oder durch die herausragende Chormusik und die Instrumentalensembles. Es lässt sich kaum genau definieren, welcher Musikrichtung man als Zuhörer den Vorrang geben soll. Der Unterstufenchor ist genauso begeisternd wie die Solisten der Kammermusik oder die Concertband mit ihrem mitreißenden ABBA-Medley durch den Chor der ehemaligen Schüler. „Lassen Sie sich bezaubern“, hatte der Leiter des Gymnasiums, Oberstudiendirektor Fritz Pawlik, in seiner Begrüßung die Zuhörer aufgefordert. „Hören Sie auf Ihren Herzschlag und lassen sie sich gefangen nehmen“. Eine Bitte, der man sich angesichts des Repertoires nicht entziehen konnte. Es ist nicht allein das hohe handwerkliche musikalische Können, das so beeindruckt. Die Schüler treten erfrischend unkompliziert, aber auch selbstbewusst und mit großer Musizierfreude auf, die selbst den klassischen Stücken eine mitreißende Lockerheit vermittelten. Immer wieder treten besondere Talente ins Rampenlicht, wie das Instrumentalensemble oder die Solisten des Kammerorchesters. Charmant und mit vielen Informationen führten Michela Pellegrin und Amelie Sailer durch das bunte, musikalische Programm, „durch eine Auswahl der gehobenen Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts und Melodien am laufenden Band“.

Im Publikum war auch der international renommierte Pianist Stefan Mickisch auszumachen. Er hatte am CFG sein Abitur abgelegt und kennt die hohe Qualität der musikalischen Ausbildung am Gymnasium sehr gut. Im Gespräch mit der MZ brachte er seine Sorge zu Ausdruck, dass die musikalische Ausbildung angesichts des Lerndrucks durch das G8 an Stellenwert verlieren könnte. „Ich bin zum Konzert gekommen, um meine Unterstützung bei der musikalischen Ausbildung an Schulen zu signalisieren. Musik ist ein Gefühlsbote für die Seele und es ist wichtig, dass die Musik – gerade an Schulen –gepflegt wird“. Dabei käme es nicht in erster Linie auf überragendes, spieltechnisches Niveau an, sondern auf die pädagogischen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekte des Musizierens. „Mathematik und Naturwissenschaften sollten nicht überbewertet werden. Die Kinder brauchen Freiräume für die Seele. Die schafft ihnen die Musik.“

Mit frischem Elan, viel Spielfreude und -witz führte der zweite Teil des Programms von Bon Jovi bis Cats und zum Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ und Grease, dem Musical, das den musikalischen Schluss-, aber auch Höhepunkt des Abends, setzte.

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