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Wohnprojekt wurde im Marktrat abgelehnt

Erfolgreich wehrten sich die Anwohner in Bruck gegen den Bau eines Mehrfamilienhauses mit 21 Wohneinheiten.
Von Renate Ahrens

Die Erwin Rommel Straße war schon öfter Thema hitziger Debatten, vor allem wegen des Namens.  Foto: Renate Ahrens
Die Erwin Rommel Straße war schon öfter Thema hitziger Debatten, vor allem wegen des Namens. Foto: Renate Ahrens

BRUCK.Überraschend viele Zuhörer, vor allem Anwohner der Erwin Rommel-Straße, verfolgten am vergangenen Donnerstag bei der Marktratssitzung in Bruck gespannt die Diskussion und Entscheidung über einen Bauantrag der Firma Wenisch aus Bodenwöhr. Geplant war ein Neubau eines außergewöhnlichen Mehrfamilienhauses – laut Bauträger eines „für normale Menschen“. Auf einer Grundfläche von nur zweieinhalb bis drei Einfamilienhäusern, so die Beschreibung des Bauherrn, wolle man in 21 Einheiten Wohnraum für etwa 35 Bewohner schaffen – eine „Antwort auf die oft übliche Flächenverschwendung“.

Das Projekt war im Jahr 2017 bereits zur Genehmigung eingereicht, aber wegen einer Unterschriftenaktion der Anwohner zurückgezogen worden. Diese befürchteten ein zu hohes Verkehrsaufkommen, und diese Ansicht vertreten viele auch heute noch. 30 Stellplätze wären geplant.

Haus sollte aus Holz gebaut werden

Vertreter der Firma Wenisch bemühten sich nach eigenen Angaben zwar um Verständnis und präsentierten den Anwohnern das Projekt vor Ort, doch vergebens. Ein „sozialer Gedanke“ für selbstbestimmtes Leben stehe dahinter. „Es gibt immer mehr Menschen, die sich auch hier bei uns eine ordentliche Wohnung nicht leisten können, die alleine wohnen möchten und vielleicht nicht mehr so viel Platz brauchen“, so schrieb Christian Wenisch an die Gemeinde Bruck. Das Haus soll in Energiesparweise hochdämmend aus Holz gebaut werden. Doch alle Argumente zählten am Ende nicht.

Aus der Sitzung

  • Medien:

    Für die beschlossene Medienausstattung bekomme man laut Verwaltung bis zu 50 Prozent Zuschüsse vom Freistaat und auch vom Bund. Das Schulamt habe Bruck als „vorbildlich“ bezeichnet.

  • Beschluss:

    Außerplanmäßige Ausgaben im Rahmen der Jahresrechnung 2018 wurden genehmigt.

Der Marktrat lehnte den Bauantrag mit acht Stimmen und einer Gegenstimme ab. Das Gremium teilte die Meinung der Anwohner mehrheitlich. Bei der Zufahrt über die Erwin Rommel Straße handelt es sich zum Beispiel um eine Siedlungsstraße ohne Gehweg. Prinzipiell könnten in dieser Straße Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Der Antrag wird nun an das Landratsamt Schwandorf weitergeleitet. Dort wird man sich damit befassen und darüber entscheiden, gegebenenfalls wird der Antrag erneut dem Markt Bruck zum Beschluss vorgelegt.

Digitalisierung in der Schule ebenfalls Thema im Rat

Thema der Sitzung war auch ein Antrag der Grünen. Darin wurde beklagt, dass bislang noch keine grundsätzliche Diskussion über die Umsetzung der Digitalisierung in der Schule und den gemeindeeigenen Einrichtungen erfolgt sei. Eine Digitalisierung sei erforderlich, bestätigte auch die Marktverwaltung und lud zur Sitzung die Schulleiterin Petra Hnevkovsky und den Schuladministrator Benedikt Simmeth ein, um ihre Meinung zu hören.

Es gebe keine Untersuchung, dass gesundheitliche Schäden, etwa durch Strahlenbelastung, beim WLAN-Einsatz vorkommen würden, versicherten die Lehrer und erläuterten technische Details. Mit acht Stimmen und einer Gegenstimme beschloss der Marktrat, die Grundschule mit modernen Medien auszustatten. Das Vorhaben sei vom Schulamt ausdrücklich gelobt worden, erklärte Bürgermeister Hans Frankl.

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