Unter den Besten ihrer Altersklasse
Chamer Tennistalent Alissa Kuchynka verpasst bei den deutschen Meisterschaften nur knapp das Halbfinale

14.06.2023 | Stand 14.09.2023, 23:21 Uhr

Alissa Kuchynka gewann bei den deutschen Meisterschaften zwei ihrer drei Partien. Foto: cgs

Das Tennis-Talent der Nachwuchsabteilung des TC Rot-Weiß Cham nahm in der vergangenen Woche an den deutschen Jugendmeisterschaften auf der Anlage des BASF Ludwigshafen teil, wo bei bestem Wetter insgesamt sechs Konkurrenzen (U13, U14 und U16 jeweils weiblich und männlich) ausgetragen wurden. Alissa Kuchynka aus Cham hatte sich für die weibliche U13-Konkurrenz qualifiziert.

Gespielt wurde in acht Gruppen zu je vier Spielerinnen, wobei die jeweils Gruppenerste in die K.o.-Phase einzog.

Bereits vor dem Turnier sagte die absolute Topspielerin dieses Jahrgangs, Ida Wobker vom TV Lohne (Rang 313 der deutschen Damenrangliste) ab. Somit ging die Favoritenrolle an die Spielerinnen Tina Manescu vom Heidelberger TC (Nummer 209 der Tennis Europe U14), Sophie Triquart vom SV Zehlendorfer Wespen 1911 (Platz 478 der Deutschen Damenrangliste) und Aurelia Löhrer vom TC Augsburg Siebentisch (Rang 499 der Deutschen Damenrangliste) über. Das Losglück war dabei nicht auf Kuchynkas Seite. Sie bekam mit Tina Manescu bereits in der Gruppenphase eine der Favoritinnen zugelost.

Nervöser Anfang

Im ersten Spiel ging es jedoch zunächst gegen die Konterspielerin Stella Sandrock vom 1. TC Magdeburg. Nach einem von Nervosität geprägten Anfang fand Kuchynka immer besser ins Spiel und gewann das Match am Ende verdient mit 6:3 6:4. Im zweiten Gruppenspiel hieß die Gegnerin Lena Topel vom TC 1899 Blau-Weiß Berlin. Die Berlinerin verlor Ihr erstes Spiel gegen Manescu mit 2:6 3:6, zeigte dort jedoch bereits großen Kampfgeist.

Mit einem Traumstart und nahezu fehlerfreien Spiel war die Chamerin allerdings am zweiten Tag nicht zu bremsen. Mit cleverem wie abwechslungsreichen Spiel bezwang Kuchynka die Berlinerin im ersten Satz mit 6:1. Der zweite Satz verlief bis zum 5:1 ebenfalls sehr zügig, ehe Topel noch einmal Gegenwehr leistete. Das Chamer Talent ließ sich aber davon nicht lange beirren und gewann am Ende mit 6:3.

Im letzten Gruppenspiel gab es damit den Showdown um das Weiterkommen gegen die favorisierte Manescu. Mit einer beachtlichen Leistung der beiden Talente verlief das Spiel anfangs weitestgehend ausgeglichen. Beim Stand von 4:4 im ersten Satz hatte Kuchynka Spielball zum 5:4, welchen Manescu aber abwehren konnte, um schließlich selbst mit 5:4 in Front zu gehen. Auch im darauffolgenden Spiel behielt Manescu die Oberhand und holte sich damit den hart umkämpften ersten Satz.

Der zweite Satz ging darauf ähnlich vonstatten: Bis zum 3:3 war alles in der Reihe und wieder war es die Chamerin, welche sich gleich mehrere Breakchancen erspielen, diese aber letztlich nicht nutzen konnte. Kuchynka ging im darauffolgenden Spiel noch einmal volles Risiko und belohnte sich beinahe dafür. Jedoch zeigte Manescu Nervenstärke und wehrte sie auch hier Spielbälle ab, um schließlich zum Matchgewinn auszuservieren. Jene spielte sich am Ende bis ins Finale, wo sie Sophie Triquart mit 4:6 3:6 unterlag.

„Noch cleverer agieren“

Auch wenn das für die Chamerin das Aus im Turnier bedeutete, konnte Kuchynka daraus einen enormen Nutzen für sich ziehen. Folglich lautet das Resümee der jungen Chamerin: „Ich habe gesehen, dass ich an den Top-Fünf meiner Altersklasse in Deutschland dran bin. Ich muss in den entscheidenden Phasen noch ein wenig zulegen und etwas cleverer agieren, aber alles in allem bin ich sehr zufrieden. Hoffentlich habe ich bald die Möglichkeit für eine Revanche.“