Landesliga Mitte
Derbysieger TB03 Roding stürzt die SpVgg Lam in eine tiefe Krise

22.10.2023 | Stand 22.10.2023, 21:20 Uhr

Derbysieg an der Ginglmühle: Tobias Bräu und die Rodinger stürzen die Osserbuam in eine schwere Krise. Foto: Simon Tschannerl

Bei der SpVgg Lam schrillen die Alarmglocken. Nach der 0:3-Derbypleite gegen den TB 03 Roding sind die Osserbuam nur mehr aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die SpVgg Ruhmannsfelden haarscharf über dem ominösen Strich. Vor allem die Art und Weise, wie sich Pritzl, Spirek & Co. präsentierten, dürfte den Verantwortlichen aber Kopfzerbrechen bereiten.

Das Spiel hätte jedoch vielleicht eine andere Wende genommen, wenn Tomas Kepl seinen Torfluch beendet hätte. Der seit Wochen völlig glücklose Tscheche kreuzte nach einem groben Abwehrschnitzer frei vor TB-Keeper Lukas Faltermeier auf, umspielte diesen, zögerte dann allerdings zu lange mit dem Abschluss, so dass ein zurückeilender Verteidiger noch im allerletzten Moment klären und einen Gegentreffer verhindern konnte. Dies sollte aber die einzige richtige Großchance der Hausherren an einem milden Herbstsonntag gewesen sein.

Die Gäste agierten aus einer kompakten Defensive und setzten mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen immer wieder gefährliche Nadelstiche. Mit einem platzierten Schuss von der Strafraumkante erzielte Sandro Brey in der 18. Spielminute das 0:1. Wenig später schloss Dustin Weikl einen schön vorgetragenen Konterangriff zum 0:2 (21.) ab. Dieser Doppelschlag zog den Osserbuam komplett den Stecker. In der Folge klappten die einfachsten Dinge nicht mehr und gelungene Aktionen blieben Mangelware. Die Rodinger machten die Räume eng und mussten nur auf die Fehler der Lamer Kicker warten.

Endgültig den Deckel drauf machte nach exakt einer Stunde Rodings Kapitän Simon Schreiner. Nach einer kurz ausgeführten Ecke zimmerte der Abwehrmann eine Hereingabe von Tobias Bräu gekonnt in den Winkel. In der verbleibenden Spielzeit hätte es für die Sportvereinigung ein Debakel geben können, doch die Mannen vom Esper ließen eine Reihe bester Konterchancen ungenutzt, so dass am Ende aus Lamer Sicht nur ein 0:3 auf der Anzeigetafel stand.

„Das war ein echter Offenbarungseid. Wir hätten zwar in der Anfangsphase bei einer Riesenmöglichkeit von Tomas Kepl in Führung gehen müssen. Wie wir uns dann nach dem 0:1 präsentiert haben, war blamabel. In der zweiten Halbzeit hätte Roding sogar noch ein paar Tore mehr machen können", fand Lams Sportlicher Leiter Michael Vogl unmittelbar nach der Partie harte Worte.

„Bei der Möglichkeit von Kepl hatten wir Glück, haben es dann aber sehr konzentriert, diszipliniert und geradlinig gespielt. Der klare Sieg geht vollauf in Ordnung und hätte sogar noch höher ausfallen können. Kompliment an die gesamte Truppe“, resümierte Rodings Spielercoach Romminger.