Tennis
Oldies sichern Rot-Weiß Cham wohl den Klassenerhalt

28.06.2023 | Stand 14.09.2023, 22:25 Uhr

Markus Weichselmann war nach seiner Handverletzung wieder in gewohnt guter Form. Fotos: Max Strasser

Am Sonntag ging ein echter Abstiegskrimi in Altenmarkt über die Bühne: Das Herren-I-Landesligateam des TC Rot-Weiß Cham empfing mit dem TC Herzogenaurach einen Widersacher um den Klassenerhalt. Nur der Sieger konnte auf den Ligaerhalt hoffen, denn das Restprogramm beschert beiden Teams mit Nürnberg und Altenfurt zwei Spitzenmannschaften, gegen die kaum etwas zu holen sein dürfte.

Der lebenswichtige Erfolg gelang den Gastgebern dank zweier Oldies, die mit ihren Siegen im Einzel und Doppel zu den Helden dieses Spieltags avancierten. Der 51-jährige Markus Weichselmann ist seit neun Jahren Vorsitzender des Chamer Traditionsclubs. Auch auf dem Platz ist „Weichs“ nach wie vor eine Klasse für sich. Und so siegte er gegen seinen um 33 Jahre jüngeren Gegner Philipp Höhner klar in zwei Sätzen.

Radovan Kuchynka, der im April seinen 50. Geburtstag feierte, ist seit 16 Jahren Trainer beim TC Rot-Weiß Cham und seit vier Jahren Sportwart im Verein sowie Mannschaftsführer der Herren I. „Radek“, so der Spitzname des in jungen Jahren erfolgreichen tschechischen Spitzenspielers, fertigte seinen um 22 Jahre jüngeren Gegner Le Thomas ebenfalls in zwei Sätzen ab. Weil es nach den Einzeln 3:3 stand, waren die beiden Oldies auch noch im Doppel gefordert, das sie ebenfalls gewannen. In der ersten Runde siegte Vojta Vychopen gegen den Slowenen Jakob Gaber in einem tollen Match in zwei Sätzen. Miro Stengl kämpfte gegen seinen um 20 Jahre jüngeren Landsmann Jan Vodea (Jahrgang 2008) wacker. Doch Stengl war aufgrund einer Schulterverletzung nach wie vor gehandicapt.

In Runde zwei war Lukas Artner gegen den erstmals für Herzogenaurach spielenden Karel Luhan chancenlos. Michi Sperl an Eins hatte gegen Martin Krauss, der bis vor zwei Jahren noch für Rot-Weiß Cham spielte, beim 5:5 im ersten Satz zwei Breakbälle, konnte diese aber nicht nutzen und verlor dann Satz eins mit 5:7 sowie dann auch Satz zwei. In den Doppeln ging die Rechnung der Gastgeber voll auf, denn sie gewannen das Einserdoppel mit Sperl/Vychopen deutlich und waren auch mit Kuchynka/Weichselmann in zwei Sätzen erfolgreich, so dass es 5:4 für Cham stand.

Normalerweise sollte dieser Erfolg zum Klassenerhalt reichen. Bei den zwei ausstehenden Punkterunden müssten sehr überraschende Resultate zustande kommen, wenn Cham in der Schlussabrechnung mit vier Punkten aufgrund der schlechteren Spielebilanz noch absteigen sollte.

csm


Einzelergebnisse: Sperl Michael (LK1,8) – Kraus Martin (LK2,7) 5:7, 2:6; Vychopen Vojtech (LK2,7) – Gaber Jakob (LK3,2) 6:2, 6:4; Artner Lukas (LK3,1) – Luhan Karel (LK6,3) 1:6, 3:6; Kuchynka Radovan (LK4,1) – Le Thomas (LK6,8) 6:3, 6:1; Stengl Miroslav (LK5,0) – Vodea Jan (LK7,1) 4:6, 6:7; Weichselman Markus (LK5,5)- Höhne Philipp (LK10,3) 6:3, 6:2
Doppelergebnisse: Sperl/Vychopen – Kraus/Vodea 6:3, 6:3; Artner/Maier – Gaber/ Le Thomas 0:6, 1:6; Kuchynka/Weichselmann – Luhan/Höhner 7:5, 6:1