Ringer Bayernliga
ATSV Kelheim nähert sich dem Bayernligatitel – Gegen Mering erkämpft sich der Ligaprimus ein Remis

29.11.2023 | Stand 29.11.2023, 14:00 Uhr

Erfolgsserie: Seit dem zweiten Kampftag sind die Ringer vom ATSV Kelheim (hier mit Johannes Mayerhofer, oben) unbesiegt – Im Rückkampf beim SV Mietraching (in Blau) kann der Bayernligatitel eingetütet werden. Foto: Alfred Huber

Mit dem Spitzenduell der Bayernliga Süd gegen den Rangvierten TSC Mering verabschiedeten sich die Ringer von Spitzenreiter ATSV Kelheim vom Heimpublikum. Das Kräftemessen wurde den Ansprüchen gerecht. In einem Vergleich auf Messers Schneide zählte jeder Punkt.

Mit dem 14:14-Remis setzten beide Kontrahenten ihre jeweiligen Erfolgsserien fort. Mering bleibt in der Rückrunde, Kelheim seit dem zweiten Kampftag ungeschlagen. Den ATSV-Ringern fehlt noch ein Sieg aus den beiden letzten Kampftagen, um den Meistertitel unter Dach und Fach zu bringen.

Das Duell zwischen Kelheim und Mering spielte sich auf Topniveau ab: „Mering ist mit der stärksten Mannschaft angetreten“, berichtet Stephan Hacker, Pressewart vom ATSV Kelheim. „Das war super für die Zuschauer. Unserem Team haben die Meringer das Leben aber sehr schwergemacht. Das 14:14-Unentschieden war für beide Mannschaften hart erkämpft, aber gerecht.“

Bence Juhasz (G, 57 kg) wurde seiner Favoritenrolle gegen Jonas Imburgia gerecht und punktete per Schultersieg zur 4:0-Führung für den ATSV. Im Schwergewicht stellte sich die Sachlage anders dar: Kelheims Nawidullah Saifi (F, 130) und Merings Radoslaw Siejak standen sich als ebenbürtige Kontrahenten gegenüber.

Taktik ist Trumpf

„Beide Kämpfer taktierten sich aus und suchten nach einer Schwachstelle des Gegners“, so Hacker. Mehrmals habe der Unterparteiische den Meringer Kämpfer ermahnt, aktiver zu werden. Am Ende verbuchte Saifi den deutlichen 5:0-Punktsieg zum 6:0 in der Gesamtwertung.

Goga Dzigua (F, 61 kg) holte auch in seinem zwölften Kampf für den ATSV die maximale Ausbeute von vier Mannschaftszählern: Nach kurzer Kampfzeit musste Merings Niklas Kroiß die technische Überlegenheit von Dzigua zum 10:0 anerkennen.

Es folgte der erste Punktverlust: Andreas Rauscher (G, 98 kg) zeigte gegen Marcel Kasperek einen starken Kampf und begeisterte die Fans mit einer Energieleistung gegen den polnischen Kaderringer. Trotz hoher Punktniederlage gab Rauscher nur drei Teamzähler ab.

Beim Zwischenstand von 10:3 hielt Günter Stark (G, 66 kg) mit dem ehemaligen Bundesligakämpfer Rene Winter anfangs mit. Im weiteren Verlauf setzte sich Winter technisch überlegen durch und brachte Mering auf 10:7 heran. In der 86-Kilogramm-Klasse trafen mit Kelheims Eldar Mansyrov und Bartosz Sofinski Bartosz zwei Topringer aufeinander. „Es kam internationales Flair auf“, so Hacker.

Kampf auf Topniveau

„Beide Ringer stellten ihre Qualitäten eindrucksvoll zur Schau und ließen keine Technik des anderen zu“. Nach Strafpunkten für Sofinski siegte Mansyrov knapp und stellte auf 11:7.

Fabian Wolfsmüller (F, 71 kg) hatte gegen Moritz Zeitler keine Chance. Mering glich zum 11:11 aus. Nach einem spektakulären Schlagabtausch zwischen Andreas Schmidt (G, 80 kg) und Niklas Guha punktete der Meringer in letzter Sekunde zur erstmaligen Führung für die Gäste. Beim 11:12 riss ATSV-Ringer Alexander Kunz (G, 75) mit dem Punktsieg gegen Lennart Bissinger wieder auf die Kelheimer Seite (14:12). Im finalen Kampf entfachte das packende Duell zwischen Johannes Mayerhofer (F, 75 kg) und Benedikt Rieger. Rieger verfügte über die größeren Reserven und glich zum 14:14 aus. Im Anschluss feierten beide Teams die gerechte Punkteteilung mit den Fans beim traditionellen Hallenfest der ATSV-Ringer.

Aus Sicht von Kelheims Ringerabteilungsleiter Stephan Niklas bleibt die Ausgangslage im Titelkampf unverändert: „Wir brauchen aus den nächsten beiden Kämpfen noch einen Sieg. Wir werden alles dafür tun, um die Tabellenspitze zu verteidigen“, so Niklas.

Ringer-Bayernliga Süd

Tabelle: 1. ATSV Kelheim 20:4; 2. TSV Berchtesgaden 18:6; SV Untergriesbach 17:9; 4. TSC Mering 15:9; 5. SV Kempten 12:12; 6. TSV Westendorf II 8:18; 7. TSV Kottern 4:20; 8. SV Mietraching 4:20.

Restprogramm: Ligaprimus ATSV Kelheim tritt in Mietraching (2. Dezember) und in Westendorf (9. Dezember) an. Verfolger Berchtesgaden ist in Kempten und in Mering gefordert.