Kreisschwimmfest
Im Neumarkter Schlossbad stieg ein Schwimmfest der Superlative

27.11.2023 | Stand 27.11.2023, 11:00 Uhr

Alle, egal ob Schwimmer oder Helfer, gaben beim Kreisschwimmfest im Neumarkter Schlossbad ihr Bestes. Foto: Hans Gleisenberg

Nach vierjähriger, Pandemie-bedingter Pause hat sich die Schwimmsportjugend aus dem Landkreis Neumarkt wieder zu ihrem Kreisschwimmfest versammelt.

Insgesamt 108 Mädchen und Buben aus neun Vereinen trafen sich zu der von der Bayerischen Sportjugend veranstalteten und von der Schwimmabteilung des ASV Neumarkt ausgerichteten Veranstaltung im Neumarkter Schlossbad, das somit auch seine Premiere in Sachen Wettkampfsport feiern konnte.

Schon bei seiner Begrüßung gab ASV-Abteilungsleiter Bernhard Frauenknecht seiner Freude Ausdruck, dass man sich nun wieder ohne Einschränkungen im sportlichen Wettkampf treffen könne und, dass bis auf einen Verein alle von ihrem Startrecht Gebrauch gemacht hätten.

Sein Dank galt aber auch seinen Mitstreitern in der Abteilung, von denen sich 20 für die Organisation engagiert hatten. Diese mussten ein wahres Mammutprogramm stemmen denn, laut dem stellvertretenden Abteilungsleiter Stefan Bierschneider, der auch für die Zeitnahme verantwortlich war, gab es insgesamt 174 Einzelstarts und 18 Staffeln traten zu den Wettbewerben an.

Alles verlief reibungslos

Die Jüngsten waren sechs Jahre alt und traten über die 25 Meter-Strecken an und ab acht Jahren schwammen sie die 50 Meter Strecke. „Das Schwimmfest verlief reibungslos und nach acht langen Jahren durften wir endlich wieder mal als Ausrichter ran. Auch das Schlossbad hat als Wettkampfstätte seine Feuertaufe bestanden“, freute sich Stefan Bierschneider zum Turnierverlauf, der auch den Mitarbeitern des Schlossbads für ihre Unterstützung dankte.

Aus sportlicher Sicht waren die Staffelwettbewerbe das Highlight. Während der fünf Läufe mit insgesamt 18 Staffeln tobten die Fans in der Schwimmhalle und motivierten ihre Starter. Das beste Team stellte hier der TV Parsberg, das mit über zehn Sekunden in 2:11,66 Minuten nicht zu schlagen war. Platz zwei erreichte der ASV Neumarkt in 2:22,31 und Platz drei ging an die DLRG Nemarkt in 2:34,15 Minuten.

In Bestform präsentierten sich hier die beiden 13-jährigen Jonas Pappler und Anna-Lena Weber vom TV Parsberg. Bei den Gastgebern überzeugten Anna Klein und Julia Adlfinger, die ihre Leistungen deutlich steigern konnten.

In der Einzelwertung waren Jonas Pappler und seine Schwester Lena vom TV Parsberg sowohl auf der Brust- als auch auf der Kraulstrecke nicht zu schlagen und so blieb viermal Platz eins in der Familie. Die jungen ASV-Schwimmer feierten Christian Werner, der ebenfalls in beiden Disziplinen Platz eins belegte. Weiterhin kam Jakob Dibs mit großem Abstand ebenfalls in Brust und Kraul zu klaren Erfolgen. Auch Sophie Amtor, Julia Adlfinger und Diana Chemova trugen sich mit neuen Bestleistungen in die Siegerliste ein.

Viele Pokale überreicht

Klaus Moser von der Bayerischen Sportjugend übernahm die Siegerehrung und überreichte den strahlenden Siegern die Urkunden und Pokale. Die teilnehmenden Mannschaften DLRG Neumarkt, ASV Neumarkt, TV Parsberg, SV Höhenberg, Windschatten Neumarkt, Wasserwacht Berg und der SWV Berching zogen ein positives Fazit der Veranstaltung.

Jürgen Klotz von der DLRG sagte, dass es hier nicht nur um den Erfolg im Sport gehe, sondern auch ein Beitrag geleistet werde, auf die Sicherheit im und um das Wasser hinzuweisen und, um das Schwimmenlernen in den Fokus zu rücken.

Dr. Ines Schmid vom TV Parsberg, Michaela Hiemer aus Berching und der technische Leiter der Wasserwacht Berg, Norbert Nießlbeck, waren sich einig, dass der Schwimmsport die körperliche Fitness von Kindesbeinen an fördere und gaben ihrer Freude Ausdruck, dass nach dem, durch die Corona-Pandemie verursachten Knick, es durch das gemeinsame Engagement von BLSV, BSJ und den Vereinen und Verbänden rund um die Schwimmbecken wieder steil bergauf gehe.

Letztlich ging noch der eindringliche Appell an die Badbetreiber, die Bemühungen der Vereine weiter zu unterstützen und, wo nötig, zu verbessern und ausreichend Zeit für Schwimmkurse und Training einzuräumen. Auch die Gebühren für die Schwimmabteilungen, die, finanziell meist nicht auf Rosen gebettet sind, sollten verträglich gestaltet werden.