Handball-Bezirksoberliga
Der Druck steigt: Oberviechtachs Herren wollen im Heimspiel aus der Krise finden

07.12.2023 | Stand 07.12.2023, 13:00 Uhr

Die HV-Herren – hier Jannik Uschold – wollen gegen Erlangen-Bruck II aus der Krise finden. Foto: Günter Uschold

Zwei völlig unterschiedliche Ausgangslagen prägen das Bild bei den beiden Bezirksoberliga-Teams des HV Oberviechtach: Während die Damen als Tabellendritter und mit 9:1 Punkten aus den letzten fünf Spielen mit viel Selbstvertrauen die Aufgabe bei der SG Regensburg antreten, empfangen die kriselnden Herren den TV 1861 Erlangen-Bruck II und stehen dabei unter Zugzwang.

Nach zwei Wochen Pause betreten die Damen des HV wieder das Handballfeld. Zu Gast sind die Schützlinge von Mathias Stangl und Claudia Hauser am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr bei der SG Regensburg. Die Gastgeberinnen belegen derzeit Platz fünf in der Tabelle, allerdings ist die augenblickliche Tabellensituation in der Bezirksoberliga etwas kurios. Nur der HC Forchheim (1.), der HC Weiden (2.) und der HV (3.) weisen eine positive Punktebilanz auf, ab Platz vier (SG Rohr/Pavelsbach) folgen bereits die Mannschaften mit einem negativen Punktekonto.

Mathias Stangl sieht die Regensburgerinnen als etabliertes Bezirksoberliga-Team, das eine seiner Stärken in der kompakten Abwehrarbeit hat. „Wir werden uns jede Torchance gegen die SG hart erarbeiten müssen und dann auch verwerten, um in Regensburg bestehen zu können“, so der HV-Trainer. Die zwei Wochen Pause sehen die beiden Verantwortlichen der Damen aus Oberviechtach im Nachhinein mit gemischten Gefühlen. „Einige angeschlagene Spielerinnen hatten während dieser Zeit die Möglichkeit, sich zu regenerieren, allerdings brauchst du immer eine gewisse Anlaufzeit, um im Spiel Betriebstemperatur zu erreichen. Da auch die SG mit denselben Voraussetzungen antritt, wird man sehen, wem das besser gelingt“, so der Tenor der Trainer vor dem letzten Auftritt im Jahr 2023.

Bei Oberviechtachs Herren herrscht indes aktuell vor allem Ratlosigkeit. Nach einem guten Saisonstart mit 12:2 Punkten folgten drei Spiele mit 71:99 Toren und 0:6 Punkten, die die Doktor-Eisenbarth-Städter auf Platz sechs in der Bezirksoberliga zurückfallen ließen. Sicherlich haben die Mannen von Stefan von Frankenberg und Mario Baier mit verletzungsbedingten Ausfällen von wichtigen Kräften zu kämpfen, doch das als Entschuldigung für die Auftritte in den letzten drei Spielen anzuführen, wäre zu einfach. Dass es anders geht, haben die HV-Akteure in der Vergangenheit bereits zur Genüge bewiesen – daran soll am Samstag um 18 Uhr im Heimspiel gegen den Landesliga-Absteiger TV 1861 Erlangen-Bruck II angeknüpft werden. „Wir wollen versuchen, einfach mal wieder Spaß am Handball zu haben und uns nur auf uns zu fokussieren. Wir haben uns in den letzten drei Spielen auch zu sehr mit Nebensächlichkeiten auf und neben dem Spielfeld beschäftigt“, so die Stimmen aus dem Herrenteam des HV. Mit den Gästen aus Mittelfranken gibt eine Vertretung ihre Visitenkarte beim HV ab, die im Vorfeld der Saison 2023/2024 als einer der Mitfavoriten um den Aufstieg in die Landesliga gehandelt wurde, aber auch bereits drei Niederlagen hinnehmen musste und derzeit an der dritten Position liegt. Wie eng es zurzeit in der Bezirksoberliga zugeht, unterlegt die Tatsache, dass zwischen Platz drei (Erlangen-Bruck) und Platz sechs (HV) nur zwei Punkte Differenz sind. „Vielleicht tut es ja uns sogar ganz gut, dass wir nicht unbedingt als Favorit in die Begegnung gehen“, so Mario Baier.