Luftgewehr-Bundesliga
Niederlagen gegen Kronau und Fenken: Eichenlaub Saltendorf droht die Relegation

05.12.2023 | Stand 05.12.2023, 11:30 Uhr

Nikolaus Blamauer ist im Club der „400-Ringe-Schützen" angekommen. Foto: Uwe Wachter

Der erhoffte Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Luftgewehr-Bundesliga blieb aus: Trotz guten Leistungen setzte es für die Schützen von Eichenlaub Saltendorf gegen den SSV Kronau und den SV Fenken zwei deutliche 1:4-Niederlagen.

Dass gegen Kronau, das im Schnitt über 1980 Ringe erzielt, nicht viel auszurechnen war, war bereits im Vorfeld klar. Dennoch entwickelte sich ein spannender Wettkampf, in dem die Saltendorfer ihr bestes Mannschaftsergebnis im laufenden Jahr erzielten. Nach der Startphase gingen die Kronauer leicht in Führung, auf der Fünf konnte Saltendorfs Anna Haberhauer den Rückstand aus ihrer zweiten Serie gegen Lana Wurster nicht mehr aufholen und musste sich mit 391:394 Ringen geschlagen geben. Auch bei Andreas Preis deutete sich nach der Hälfte der Partie gegen die Schwedin Hannah Göransson an, dass er deren 399 Ringen nichts entgegenzusetzen hatte. Glänzend aufgelegt war jedoch Nikolaus Blamauer, Saltendorfs Nummer Eins: Er hielt Kronaus stärkste Schützin, Larissa Wegner (399 Ringe), in Schach. Mit einer fehlerlosen Performance reihte er sich als erster Saltendorfer in den Club der 400-Ringe-Schützen ein.

Entscheidung im Stechen

Dann kam es zum dramatischen Showdown: Helmut Kächele lag zur dritten Serie knapp einen Ring hinter Colin Fix. Um dessen 397 Ringe auszugleichen, durfte er sich in seinem letzten Durchgang keinen Neuner mehr leisten. Er blieb standhaft und finishte ebenfalls mit 397 Ringen. Die Entscheidung musste im Stechen fallen.

Alles hing somit an der Partie zwischen Julia Moser gegen Nele Stark – und auch hier ging es äußerst eng zu. Moser führte noch zur letzten Serie und es bahnte sich ein zweites Stechen an, doch ihre 9,9 im letzten Schuss sicherte den Kronauern den dritten Mannschaftspunkt. Das abschließende Stechen entschied dann der Kronauer Fix im dritten Stechschuss für sich.

Einen Tag später kam es zum brisanten Kampf um den Relegationsplatz gegen den Tabellennachbarn SV Fenken – und die Saltendorfer konnten ihre guten Schießergebnisse vom Vortag nicht wiederholen. Andi Preis, Helmut Kächele und Victoria Müller, die für Anna Haberhauer ins Team rückte, liefen von Anfang den Rückstand hinterher. Preis (394) blieb gegen Markus Abt (397) genauso chancenlos wie Victoria Müller (391) gegen Nils Friedmann (395). Helmut Kächele hielt seine Paarung lange offen, aber Kerstin Kohle brachte den einen Ring Vorsprung ins Ziel und besiegelte den entscheidenden dritten Punkt für Fenken. In den Paarungen auf Eins und Zwei erzielten alle Schützen 397 Ringe. In den notwendigen Stechen unterlag zunächst Julia Moser im vierten Schuss gegen Sophie Petry, während Nikolaus Blamauer gegen die Tschechin Blazickova die Oberhand behielt.

Niveau steigt rasant an

Mit nun sieben Niederlagen stehen die Saltendorfer mit zwei Punkten Rückstand auf dem vorletzten Tabellenplatz. In den beiden ausstehenden Wettbewerben am 6. und 7. Januar gegen den punktelosen SV Niederlauterbach und den Tabellenführer Pfeil Vöhringen wird sich entscheiden, ob Eichenlaub noch den direkten Klassenerhalt schafft oder in die Relegationsrunde mit den Meistern der 2. Bundesliga muss. „Jeder gibt im Wettkampf alles. Auch von Motivation und Moral haben wir uns eigentlich nichts vorzuwerfen. Das Niveau der Liga hat sich in den letzten drei Jahren in einem rasantem Tempo nach oben entwickelt, dem wir in der jetzigen Form kaum noch folgen können. 2016 schossen wir mit 1980 Ringen einen Bundesligarekord und wurden am Ende Vizemeister. Inzwischen übertreffen sieben, acht Vereine diesen Wert regelmäßig. Realistisch betrachtet ist es für uns ein Riesenerfolg, wenn wir uns noch ein weiteres Jahr in der 1. Bundesliga etablieren können“, erklärt Teamleiter Uwe Wachter.