95 Vereine bei der Wintertagung
Bei den Minis schätzen die Jugendfußball-Klubs ihre Stärke künftig selbst ein

21.02.2024 | Stand 21.02.2024, 11:00 Uhr
Markus Schmautz

Kreisjugendleiter Sebastian Wasserburger referierte vor 140 Vereinsvertretern über Neuerungen im Jugendfußball. Foto: ofa

Zur Wintertagung beim VfB Regensburg begrüßten Kreisjugendleiter Sebastian Wasserburger und sein Team mit Armin Strauß, Kerstin Altendorfer, Michael Seidinger, Detlef Staude und Stefan Lachner rund 140 Vereinsvertreter aus 95 Fußball-Vereinen.

Mit der Herbstrunde war Wasserburger sehr zufrieden. Die meisten der 1500 Spiele sind ohne größere Zwischenfälle verlaufen. „Wir haben aktuell etwa 560 Mannschaften im Spielbetrieb. Davon spielen rund 30 in der BOL oder noch höher. Auch im Winter kamen wieder einige Neumeldungen dazu“, freut sich Wasserburger über die stetige Zunahme.

Einen Rückblick gab er auch auf die Hallenkreismeisterschaften, welche die SG Großberg (U19), die SG Donaubogen (U17), die JFG Donautal (U15), der TSV Neutraubling (U13) und der SC Regensburg (U11) für sich entschieden. „Gleich drei Regensburger Mannschaften sicherten sich den Bezirksmeistertitel. Dies waren die U19 des SSV Jahn 1889 Futsal, die auch bei der bayerischen Meisterschaft Zweiter wurden, die U17 des TSV Kareth-Lappersdorf und die U13 der JFG Naab Regen.“

Schiedsrichter bei den D-Junioren

Simon Ettl vom Schiedsrichter-Ausschuss, der mit Kreisobmann Florian Islinger vor Ort war, bedankte sich bei den Vereinen für die vielen Neulinge bei den Ausbildungskursen: 38 wurden in Regensburg, 20 in Parsberg ausgebildet. Aufgrund des Zuwachses wird versucht, die Spiele der D-Jugend-Gruppe künftig wieder mit Schiedsrichtern zu besetzen. „Gerade für die jüngeren Schiris ist dies gut, um erste Erfahrungen zu sammeln“, so Ettl, der erklärt: „Es kann wohl allerdings nicht jede Partie mit einem Unparteiischen versehen werden, da an einem Wochenende knapp 200 Spiele im Kreis zu besetzen sind.“

Die Bezirkssportgericht hatte zur Halbzeit der Saison 23/24 bislang 285 Fälle zu bearbeiten. „In der Spielrunde 22/23 war es insgesamt 602 Fälle“, erklärt Wasserburger. Da immer wieder, wenn auch selten, Fälle von Diskriminierung und Gewalthandlung auftreten, wurde von Bezirksjugendleiter Heinz Zach eine Gewalt-AG ins Leben gerufen.

Kreisklassen-Comeback und Meldeliga

Zur Saison 24/25 soll es zu zwei weiteren Änderungen kommen. Zum einen wird wieder eine B-Jugend-Kreisklasse eingeführt. „Die Meldezahlen lassen das zu“, freut sich Wasserburger. Zum anderen wird von der G- bis zur E-Jugend auf eine Meldeliga gesetzt. „Bisher setzten wir in der Herbstrunde die Ligen nach Fahrtstrecken zusammen. Leider fielen dadurch manche Ergebnisse sehr deutlich aus“, analysiert Wasserburger. Mit der Meldeliga soll das verhindert werden. „Jedes Team kann vom eigenen Verein mit einem Schulnotensystem leistungsmäßig eingruppiert werden.“

Im G- und F-Juniorenbereich wird zur nächsten Saison ausnahmslos das Mini-Fußball-Konzept durchgeführt. „In der G-Jugend wird drei gegen drei auf Minitore gespielt. In den F-Junioren ist das ebenso. Es besteht aber auch die Möglichkeit, fünf gegen fünf auf abgesenkte Kleinfeldtore zu spielen“, berichtet Wasserburger, der weiterhin viel Wert auf den Vereinsdialog legen will. „Ein ehrlicher und offener Austausch mit den Vereinen ist eminent wichtig, um gemeinsam den Jugendfußball der Zukunft gestalten zu können“, sagt Wasserburger.