Vier Telis-Medaillen bei der DM
Ein Duo aus Regensburg läuft sich zur Cross-Europameisterschaft

28.11.2023 | Stand 28.11.2023, 12:07 Uhr

Wird für die Cross-EM nominiert: Telis-Läuferin Franziska Drexler (in Blau). Foto: Theo Kiefner

Vor den deutschen Crosslauf-Meisterschaften waren die Erwartungen im Lager der LG Telis Finanz Regensburg im saarländischen Perl im Vorfeld gedämpft. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als die Oberpfälzer sechsmal Gold abräumten, fehlten diesmal zu viele Erfolgsgaranten. Teamchef Kurt Ring war am Ende dennoch hochzufrieden.

„Mit der Goldmedaille der U-20-Mädchen und dreimal Silber durch Konstantin Wedel auf der Männer-Mittelstrecke, Franziska Drexler in der U20 und die Juniorinnenmannschaft mit Hanna Bruckmayer, Luisa Mlinsk und Magdalena Mayerhofer hatten wir nicht gerechnet“, sagte Ring.

„Die anstehende Nominierung für die Cross-EM der U-23-Fünften Hanna Bruckmayer und der noch der U18 angehörenden Franziska Drexler waren ein Sahnehäubchen obendrauf.“ Allein Konstantin Wedel erreichte sein Traumziel Mittelstreckentitel und einen EM-Platz beim Doppelstart auf der Langstrecke, die er als guter Sechster beendete, nicht ganz.

Eine Klasse höher erfolgreich

Den Reigen eröffneten die U-18-Jungs, die in der Teamwertung unweit hinter dem Bronzerang mit Luis Festl, Liam Parker und Paul Zimmermann Fünfte wurden. 2022 hatten Franziska Drexler, Karla Hiss und Hanna Müller in der U18 überraschendes Team-Gold gewonnen. In diesem Jahr stand das Trio in der U20 an der Startlinie. Auch Drexler trat eine Klasse höher an, weil sie sich für die Cross-EM qualifizieren wollte, wo es keine U-18-Wertung gibt. Das Vorhaben gelang auf den 4,3 Kilometern langen morastigen drei Runden perfekt, wobei sie bis zum Schluss sogar gegen die zwei Jahre ältere und neue Meisterin Carolin Hinrichs (Löningen) um den Sieg mitlief. Weil auch Karla Hiss (14.) und Hanna Müller (20.) überzeugten, stand einem Mannschaftstriumph nichts im Wege.

In einer dramatischen Entscheidung auf der Mittelstrecke über 4,3 Kilometer behielt Konstantin Wedel kühlen Kopf, hielt sich aus allen Rangeleien und Stürzen heraus und unterlag allein dem neuen und alten Meister Jens Mergenthaler (Nordschwarzwald) äußerst knapp. Am Ende fehlten dem Telis-Ass aber beim Zweitstart auf den 9,7 Kilometern der Langstrecke die „Körner“ um sich als Sechster eine Nominierungschance zu erlaufen. Seine Teamkollegen Tobias Ritter (25.) und Maximilian Zeus (28.) kamen mit den schwierigen Bodenverhältnissen weniger zurecht, sodass am Ende lediglich Platz fünf für den Titelverteidiger heraussprang.

Lumpige drei Pünktchen fehlen

Den Schlusspunkt setzten die U-23-Juniorinnen im gemeinsamen Lauf mit den Frauen über 6,8 Kilometer. Bei den Frauen als reines Juniorenteam und Mannschaftsplatz sechs chancenlos auf die Titelverteidigung war das Trio Bruckmayer, Mlinsk und die noch der U20 angehörende Magdalena Mayerhofer in der U-23-Wertung erneut nahe am abermaligen Gold. Am Ende fehlten lumpige drei Pünktchen.

orv