Zweimal Zwei-Tore-Führung vergeben
Eisbären Regensburg gewinnen den Penaltykrimi von Kaufbeuren

03.12.2023 | Stand 03.12.2023, 20:28 Uhr

Mit zwei gehaltenen Penaltys war Jonas Neffin einer der Eisbären-Sieggaranten in Kaufbeuren. Foto: Benjamin Lahr

Zwei-Siege-Wochenende für die Eisbären Regensburg in der zweiten Eishockey-Liga: Beim 6:5 (2:1, 2:2, 1:2, 0:0)-Erfolg beim ESV Kaufbeuren wurde zwar zweimal ein Zwei-Tore-Vorsprung verspielt, zwei Penaltytreffer aber brachten dem Regensburger Team von Trainer Max Kaltenhauser vor 1960 Zuschauern den Sieg. Weiter geht es nun am Freitag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Selb.



Zwei Veränderungen gegenüber dem 3:2-Heim-Erfolg gegen Krefeld gab es in der Eisbären-Aufstellung: Jonas Neffin hütete für Tom McCollum das Tor, Andre Bühler rückt in der Verteidigung anstelle von Patrick Demetz an die Seite von Jakob Weber.

Wieder Corey Trivino

Max Kaltenhauser hatte schon in der Vorschau davon gesprochen, dass sein Team bei den bisherigen Auftritten im Allgäu teils „schwindlig gespielt“ wurde. Diesmal aber gingen die Regensburger flott in Führung. Andrew Yogan kombinierte mit Andrew Schembri und Torschütze Corey Trivino, der mit seinen drei Skorerpunkten am Freitag nicht nur intern den Goldhelm des besten Skorers übernahm, sondern damit auch ligaweit die meisten Punkte stehen hatte, das erste Tor mustergültig genau dann heraus, als die Kaufbeurer Strafe für Jamal Watson abgelaufen war.

Hinten hielt Neffin, was zu halten war, vorne hatten die Oberpfälzer das Glück, das ihnen in mancher Partie zuvor gefehlt hatte. Bei der Hereingabevon Abbott Girduckis in Überzahl sprang die Scheibe vom Schläger eben jenes Watson vorbei an Daniel Fießinger ins Tor. Doch Alexander Thiels Schlagschuss zum 1:2 196 Sekunden vor Drittelende hielt Kaufbeuren im Spiel.

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Die Allgäuer legten im zweiten Durchgang nach 91 Sekunden einen Blitzstart hin, glichen nach fünfsekündiger Überzahl durch Max Oswald aus, der über Neffins Schulter ins Netz traf. Die Eisbären störte auch das nicht: Nach einem Pfostentreffer der Gastgeber durch Joey Lewis nutzte Girduckis beim Konter in Überzahl den Raum zur nächsten Führung (25:32), die auch wieder nur fünfeinhalb Minuten hielt, weil John Lammers sich fein durchsetzte und neuerlich für den Ausgleich sorgte (31:06).

Wieder drei Minuten später fuhr das Schiedsrichter-Duo Alexander Singer/Daniel Harrer zum Videoentscheid, als Schembri nach einem Yogan-Schuss die Scheibe aus der Luft über die Linie bugsierte. Hoher Stock oder nicht, war die Frage: Nach längerer Beratung zählte das Tor und die Regensburger führten zum dritten Mal.

Topstart dank Yogan

Und diesmal legten die Regensburger einen Topstart in den Schlussabschnitt hin: Yogan wuchtete aus spitzem Winkel den Puck ins Tor zur 5:3-Führung: Der zweite Saisonsieg gegen Kaufbeuren nach dem 4:1 in Regensburg rückte näher. Allerdings blieben 92 Sekunden mit Zwei-Mann-Überzahl ab der 46. Minute ungenutzt. Und als Jakob Weber im eigenen Drittel den Puck leichtfertig vertändelte, nutzte Micke Saari Sekunden später zum Anschluss (52:05). Petr Heiders vier Strafminuten (53:49) machten die Sache noch spannender.

Die brenzlige Situation überstanden die Eisbären, doch kurz darauf arbeite Tyler Spurgeon die Scheibe doch zum 5:5 über die Linie, was im Videobeweis bestätigt wurde. Es ging mit drei gegen drei in die torlose Verlängerung. Das Penaltyschießen entschieden am Ende zwei gehaltene Penaltys von Jonas Neffin und die beiden Eisbärentreffer von Tomas Schwamberger und Jakob Weber.

Statistik: Kaufbeuren – Regensburg 5:6 n. P. (1:2, 2:2, 2:1, 0:0)

ESV Kaufbeuren:
Fießinger – Thiel, Simon Schütz; Watson, Orendorz; Bidoul, Koziol – Lewis, Laaksonen, Hops; Blomqvist, Saari, Gorcik; Thomas Heigl, Nikolaus Heigl, Oswald; Lammers, Spurgeon, Burghart

Eisbären Regensburg: Neffin – Heider, Hammond; Weber, Bühler; Flade, Korbinian Schütz; Mayr – Schwamberger, Gajovsky, Divis; Yogan, Trivino, Girduckis; Ontl, Schmid, Schembri; Schmidt, Grimm, Slezak

Tore: 0:1 (6:37) Trivino (Schembri-Girduckis), 0:2 (13:00) Girduckis (Schembri bei 5-4), 1:2 (16:44) Thiel (Laaksonen), 2:2 (21:31) Oswald (Spurgeon-Watson bei 5-4), 2:3 (25:32) Girduckis (Schembri-Weber bei 5-4), 3:3 (31:07) Lammers (Spurgeon), 3:4 (34:06) Schembri (Yogan -Weber bei 5-4), 3:5 (41:07) Yogan (Girduckis-Bühler), 4:5 (52:05) Saari (Watson), 5:5 (57:57) Spurgeon (Blomqvist-Saari), 5:6 (65:00) Weber (Penalty)

Penaltyschießen: Lammers scheitert an Neffin, Schwamberger trifft, Blomqvist an Neffin, Yogan an Fießinger, N. Heigl trifft, Weber trifft

Schiedsrichter: Alexander Singer/Daniel Harrer. – Zuschauer: 1960. – Strafminuten: Kaufbeuren 14 – Regensburg 16