Nach Serien-Aus
Legionäre mit 12:3 gegen Mainz schnell wieder in der Spur

23.06.2024 | Stand 23.06.2024, 15:03 Uhr |
Matthias Ondracek

Gut gelaunt: Erik Harms und Alexander Schmidt hatten am Samstag wieder Grund zum Feiern. Foto: Brüssel

Jede Serie geht einmal zu Ende. Diese Floskel erfuhren die Guggenberger Legionäre am Wochenende in der 1. Baseball-Bundesliga Süd auf schmerzliche Art und Weise. Nach zuletzt acht Siegen in Liga und Europapokal am Stück kassierten die Regensburger am Freitagabend eine empfindliche Niederlage.

Mit 3:13 unterlag das Team von Trainer Martin Helmig am 12. Spieltag den Mainz Athletics. In den bisherigen vier Aufeinandertreffen mit den Schwabelweisern in 2024 hatten die Rheinhessen zuvor überhaupt nichts zu melden. Am Samstag zeigten die Oberpfälzer unterdessen ihr gewohntes Gesicht und schlugen mit einem ebenso deutlichen 12:3-Erfolg zurück.

Tabellenführung verteidigt

Mit der Siegteilung verteidigten die Legionäre ihre Spitzenposition in der Südstaffel. Mit nun 17:5-Siegen hat der Vorjahres-Halbfinalist noch zwei Niederlagen weniger auf dem Konto als Top-Verfolger und Titelverteidiger Heidenheim Heideköpfe (12:7).
Die Vorzeichen vor dem Duell der beiden Erstliga-Urgesteine zeigten klar in Richtung der Oberpfälzer. Zu klar, wie sich herausstellen sollte. Viermal verpassten die Regensburger den Rheinhessen in dieser Saison eine Abreibung. Mit insgesamt 53:7 Runs sprach der direkte Vergleich vor den beiden Heimspielen eine mehr als deutliche Sprache. Entsprechend motiviert gingen die Gäste ihre vermeintliche unlösbare Aufgabe an. Mit drei Zählern im zweiten Durchgang erwischten die Athletics einen blendenden Start. Der Regensburger Werfer Pablo Guillen fing sich, verbuchte anschließend sieben Outs am Stück und gab der Offensive somit die Gelegenheit zu antworten. Die Reaktion folgte. Zuerst wuchtete Eric Harms im dritten Spielabschnitt den Ball zum Solo Homerun über die Leftfield-Zaun.

Im fünften Durchgang ging es weiter. Lou Helmig und Harms glichen nach Schlägen von Terrell Joyce und Nino Sacasa aus. Ein weiterer Comeback-Sieg der Regensburger lag in der Luft. Doch die Athletics bereiteten den Hoffnungen der Hausherren ein jähes Ende. Im siebten Inning musste Guillen nach dem neuerlichen Rückstand das Feld räumen. Joe Cedano de Leon übernahm und stoppte zunächst den Mainzer Angriff. Doch danach konnte der Nationalspieler in der Rolle des Einwechselwerfers nicht vollends überzeugen. Cedano fuhr zwar die Maximalanzahl von sechs Strikeouts in zwei Innings ein, musste dennoch fünf Runs hinnehmen. Mit weiteren vier Zählern im Schlussabschnitt gegen Marius Wolf machten die A’s ihre Revanche perfekt.

Diese Schmach wiederum wollten die Regensburger offensichtlich nicht lange auf sich sitzen lassen. Am Samstag gingen die Gastgeber gleich zum Auftakt mit 2:0 in Führung. Danach fand die Offensive schnell zu ihrer zuletzt bärenstarken Form. Mit sechs Runs im vierten Inning zündeten die Schwabelweiser den Turbo. Dabei zogen die Oberpfälzer den Gästen durch den ein oder anderen taktischen Spielzug den Zahn. Nach vier Hits und zwei Fehlern in der Mainzer Feldverteidigung stand es 8:0 für die Hausherren.

Drei Hits für Lou Helmig

Bis zum sechsten Durchgang bauten die Regensburger ihren Vorsprung auf zwölf Runs aus. Die A’s wendeten anschließend lediglich noch das vorzeitige Ende der Partie via Ten-Run-Rule ab. Erfolgsreichste Schlagmänner in einer homogenen Angriffsreihe waren Lou Helmig mit drei Hits sowie Terrell Joyce mit vier Runs Batted In. Auf dem Werferhügel fuhr der Südafrikaner Kieran Lovegrove nach fünf soliden Innings seinen ersten Win in der 1. Bundesliga ein.