Bundesliga-Entscheidung am 6./7. Januar
Luckenpaints Schützen sind erleichtert: Der Direktabstieg ist schon verhindert

07.12.2023 | Stand 07.12.2023, 18:30 Uhr
Josef Eder

Ohne die geringste Nervosität holte Marion Dummer auch bei der unglücklichen Niederlage gegen Petersaurach einen der zwei Luckenpainter Punkte. Foto: Josef Eder

Die halbe Miete in der ersten Luftgewehr-Bundesliga hat Aufsteiger Gemütlichkeit Luckenpaint geschafft. Nach neun von elf Durchgängen kann die Mannschaft, für die es in Vöhringen im achten und neunten Durchgang ein 5:0 gegen Schlusslicht Niederlauterbach und ein 2:3 gegen Petersaurach gab, nicht mehr direkt absteigen. Niederlauterbach hat nämlich als Tabellenletzter noch keinen Punkt errungen.

Jetzt geht es um die Frage, wer in die Qualifikation muss. Prittlbach, Luckenpaint oder wie im Vorjahr Fenken – alle haben aktuell 6:12 Punkte, Eichenlaub Saltendorf weist nur 4:14 Punkte auf. Aber die zweite Oberpfälzer Bundesliga-Mannschaft verfügt über eine große Qualität und hat bereits 19 Einzelwertungen gewonnen. Bei Punktgleichheit werden diese herangezogenen.

Luckenpaint reiste vollzählig nach Vöhringen an der Iller im Regierungsbezirk Schwaben nahe Neu-Ulm an. Gegner Niederlauterbach trat dagegen nur mit zwei Schützen an. Der Aufsteiger startete aufgrund der einmaligen Konstellation ohne Druck in den Vergleich, der mit 5:0 Einzelwertungen bei 1974:0 Ringen beide Punkte brachte.

Ein Trio wie im Training

Die Eidgenossin Muriel Züger (396:394) besiegte ungefährdet Sara Lechner. „Miss zuverlässig“ Isabella Pokorny (398:390) legte zielsicher los. Sie hatte Melanie Plank stets im Griff und ließ sie nie aufkommen. Maria Weitzenbeck (391:0), Marion Dummer (391:0) und Michael Podolak (393:0), der die weiteste Anreise gehabt hatte, konnten wie im Training schießen. Trainer Peter Trägner freute sich enorm über die Punkte gegen den designierten Absteiger aus dem Landkreis Pfaffenhofen. Den neunten Durchgang verlor das Team mit 2:3 (1969:1979) gegen Petersaurach unglücklich. Züger (398:398) musste ins Stechen und sicherte sich mit einer Zehn den Punkt. Ihr Kontrahent, der Italiener Edoardo Bonazzi, erzielte nur eine Neun.

Pokorny (394:395) zeigte im Zweikampf mit Vanessa Gleißner Nerven. Maria Weitzenbeck (391:395) konnte an diesem Tag ihre hervorragenden Trainingsleistungen nicht abrufen. Sie gab an Position drei die Wertung an Verena Schmid ab. Marion Dummer (397:396) zeigte Justus Ott seine Grenzen auf. Ohne die geringste Nervosität hatte sie ihn stets im Griff und konterte ihn immer geschickt aus.

Bei Podolak (389:395) auf Position fünf waren nach seiner schweren Erkrankung die fehlenden Trainings- und Wettkampfserien zu erkennen. Das Ergebnis von 389 lag entsprechend deutlich unter seinem Leistungsniveau.

In Luckenpaint ist man dennoch glücklich, dass der Ausnahmeschütze erheblich früher als erwartet wieder einsatzbereit war. Im Heimkampf vor zwei Wochen war es unzweifelhaft erkennbar, welche wichtige schießtechnische und moralische Stütze der international sehr erfahrene Mann darstellt. „Wir können uns auf ihn verlassen“, sagt Maria Weitzenbeck über Podolak.

Peter Trägner vergleicht die Situation mit dem ersten Jahr nach dem Zweitligaaufstieg. „Auch damals war es eng. Wir haben das rettende Ufer erreicht. Jetzt können wir, nachdem der direkte Abstieg vermieden ist, die beiden letzten Wettkämpfe noch befreiter angehen“, sagte er.

Gastgeber dieser beiden letzten Durchgänge ist am 6. und 7. Januar Niederlauterbach im Hallertauer Gymnasium in Wolnzach. Im ersten Duell trifft Luckenpaint dann um 15Uhr auf den derzeitigen Tabellenfünften Dynamit Fürth und um 18 Uhr sind Saltendorf und Niederlauterbach Gegner.

Schlusspunkt gegen Zweiten

Am Sonntag (11.30 Uhr) geht es für Luckenpaint, das jetzt 6:12 Punkte vorweist, gegen den Tabellenzweiten aus Kronau (16:2 Zähler). Davor ist um 10 Uhr Saltendorf gegen Vöhringen an der Reihe.