Primus will aus Minikrise
Reichlich Selbstkritik beim Jahn nach wildem 3:6 − und viel Unterstützung gegen Aue

22.02.2024 | Stand 22.02.2024, 15:37 Uhr

Jahn-Coach Joe Enochs Foto: Imago

So eine Pleite wie das 3:6 am Samstag gegen Sandhausen, die schüttelt man nicht so schnell ab. Insofern war das wilde Spiel des Fußball-Drittligisten SSV Jahn Regensburg auch auf der Spieltagspressekonferenz vor der Partie gegen Aue am Samstag (14 Uhr) noch Thema am Donnerstag.

„Es dauerte, diese Niederlage zu verarbeiten“, gestand Jahn-Coach Joe Enochs unumwunden ein. „Wir ärgern uns alle über Niederlagen. Ich ärgere mich auch über mich selbst“, erklärte der Regensburger Trainer ein − und zielte damit auf eine Szene in der Nachspielzeit in Sandhausen ab, die im Trubel letztlich unterging. Irgendwann musste der angestaute Frust auch beim US-Amerikaner mal raus. Er schimpfte und trat dann gegen einen Medizinkoffer. Beim Ausholen merkte er aber bereits, dass das keine schlaue Idee ist und zog gar nicht richtig durch. Irgendwie ähnlich wie seine Mannschaft, die beim Stand von 3:0 zu viele Gänge runterschaltete und in entscheidenden Zweikämpfen nicht mehr durchzog. „Das ist nicht mein Stil. In acht Jahren habe ich vielleicht vier gelbe Karten bekommen.“ Ihm sei es hinterher peinlich gewesen, dass er die Verwarnung erhalten habe. „Da muss ich mich dafür entschuldigen.“

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Die Analyse der wilden Pleite sei derweil sachlich verlaufen. „Da hauen wir nicht drauf“, unterstrich der Jahn-Coach. „Wir sagen aber auch nicht, dass alles super ist.“ Man versuche, ein Mittelmaß zu finden. „Die Mannschaft ist sehr selbstkritisch. Das macht unsere Arbeit etwas einfacher.“

Vor dem enorm wichtigen Heimspiel des Spitzenreiters am Samstag (14 Uhr) gegen den formstarken Verfolger Aue fordert Enochs ein: zurück zu den Basics. Der Fokus wird auf einer stabilen Defensive liegen. Verständlich nach neun Gegentreffern in zwei Spielen. „Wir freuen uns auf eine große Kulisse“, sagt Enochs. „Es werden knapp 11000 Zuschauer erwartet. Dafür arbeiten wir im Fußball. Diese Unterstützung brauchen wir.“

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