Erstes Spiel nach der Winterpause
Weiter auf der Erfolgswelle? Für Fortuna war das Vilzing-Spiel der Augenöffner

23.02.2024 | Stand 23.02.2024, 18:56 Uhr
Markus Schmautz

Arber Morina ist froh um die Klatsche gegen Vilzing: „Wir wissen wieder, worauf es ankommen wird.“ Foto: Markus Schmautz

Es ist so weit: Die schweißtreibende Vorbereitung für die Bayernliga-Fußballer ist vorbei. Am Samstag ab 14 Uhr steht das erste Punktspiel nach der Winterpause beim FC Coburg an. Die Regensburger sind mit 25 Zählern (7/4/11) aus 22 Partien aktuell als Vierzehnter auf einem der Relegationsränge. Coburg steht mit 33 Punkten im gesicherten Mittelfeld.

„Wir haben noch etwas gut zu machen. Das Hinspiel ging mit 2:4 verloren“, erklärt Fortunas spielender Co-Trainer Arber Morina. „Damals haben wir versucht, die Partie mit viel Ballbesitz zu kontrollieren. Dabei haben uns die schnellen Spitzen nach Umschaltsituationen immer wieder in arge Bedrängnis gebracht und eiskalt bestraft.“

Der Taktikwechsel half

Im Laufe der Saison beschloss das Trainerteam um Chefcoach Helmut Zeiml selbst, auf schnelles Umschaltspiel zu setzen und nicht mehr auf den Ballbesitz-Fußball der vergangenen Jahre. Mit Erfolg. Mitte Oktober setzte der Aufsteiger zu einem Siegeszug an. Fünf Dreier und ein Remis bei nur noch einer unnötigen 2:3-Last-Minute-Heimniederlage gegen den Rangletzten Feucht gelangen. Altenstrasser, Feuersänger und Co. rollten das Feld von hinten auf. Das rettende Ufer ist nur noch vier Zähler entfernt. Doch auch Rang 14 könnte zum direkten Klassenerhalt reichen, wenn man am Ende mehr Zähler auf dem Konto hat als der Vierzehnte der Bayernliga Süd. Dort steht aktuell der FC Sonthofen mit 23 Punkten.

Mit der Vorbereitung zeigte sich Arber Morina zumindest einigermaßen zufrieden. Die Generalprobe missglückte voriges Wochenende auf dem Kunstrasenplatz am Brandlberg gegen die DJK Vilzing. Beim 0:5 war Fortuna chancenlos. „Der Weckruf kam zum richtigen Zeitpunkt. Uns allen wurde wieder bewusst, wie wichtig das Spiel gegen den Ball in der Bayernliga ist. Dahin müssen wir wieder kommen“, erklärt Morina, für den das Trainingslager in der Türkei das Highlight der Vorbereitung war. „Zu Beginn war das Wetter gut, später kam leider viel Starkregen hinzu, so dass wir zwei Einheiten ausfallen und dafür in den Fitnessraum des Hotels überwechseln mussten“, blickt die Fortuna-Legende zurück.

Zimmer gegen Zimmer

Nicht nur spielerisch und taktisch wurde an der Bayernligatauglichkeit gefeilt. „Auch für das Teambuilding war das hervorragend. Wir sind noch enger zusammengerückt, haben lustige Zimmerduelle erlebt.“ Dabei mussten die Bewohner eines Zweierzimmers gegen andere antreten. Längst liegt der Fokus aber auf dem Start in Coburg. „Gegen unterklassige Teams konnte man sich so manchen Sieg schönreden. Das Vilzing-Spiel hat uns die Augen geöffnet. Wir wissen wieder, worauf es ankommen wird, was uns vor der Winterpause so stark gemacht hat. Dahin wollen wir wieder kommen, versuchen, auf die Erfolgswelle vor der Winterpause zu bleiben.“

Personell kann Coach Zeiml fast aus dem Vollen schöpfen. Fehlen werden allerdings Keeper Nico Wagner, der Langzeitverletzte Thomas Schmidbauer und eventuell der angeschlagene Andre Dod.