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Frauenhandball

Als Tabellenachter über die Ziellinie

Das Drittliga-Team des ESV schaut bei Metzingens Titelfeier zu. Wichtig ist dagegen der Sieg der abstiegsbedrohten „Zweiten“.
Von Gerd Winkler

Mit vereinten Kräften – trotzdem kam Metzingen gegen den ESV immer wieder zum erfolgreichen Abschluss. Foto: Christian Brüssel
Mit vereinten Kräften – trotzdem kam Metzingen gegen den ESV immer wieder zum erfolgreichen Abschluss. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Zum Abschluss der 3. Liga Süd 2017/18 unterlagen gestern die Handballfrauen des ESV 27 Regensburg dem TuS Metzingen 22:28 (11:12). Die erste Niederlage im „Bunker“ seit dem 25. November (25:34 gegen Bietigheim II) hat jedoch keinen Einfluss auf die Endabrechnung: Die Eisenbahner gehen als Achter des Zwölferfeldes über die Ziellinie. Grund zum Feiern hatten die nicht aufstiegsberechtigten Gäste: Weil der künftige Zweitligist TSV Haunstetten in Freiburg 18:26 verlor, machten sie sich mit der Drittliga-Titel im Gepäck auf die – bestimmt feuchtfröhliche – Heimreise.

„Bei uns war das unbedingte Wollen nicht da, der Gegner war wesentlich mehr fokussiert“, resümierte Abteilungsleiter Dieter Müller: „Metzingen konnte ja noch Meister werden, deswegen sind wohl auch Teile der Erstliga-Mannschaft bei denen aufgelaufen“.

Die Schwaben legten sich sofort mächtig ins Zeug, verwarfen einen Strafwurf (4.), lagen aber dennoch 3:0 vorne (6.). Die Einheimischen, deren U21-Quartett tags zuvor bei der ESV-Zweiten voll gefordert war, konnten nach dem 2:6 (11.) zweimal ausgleichen: zum 8:8 (21.) und 9:9 (22.). Auch nach dem Wechsel war Metzingen zu Beginn wieder wacher: 11:15 (34.). Diesmal gab’s aber für die Blau-Schwarzen kein Verkürzen oder gar Ausgleichen.

Übungsleiter verhindert

Tags zuvor fuhr in der Frauen-Bayernliga die SG Mintraching/Neutraubling ohne den verhinderten Übungsleiter Wolfgang Völkl einen 23:17 (11:7)-Heimsieg gegen Absteiger SG Rimpar ein. „Nix Dramatisches“ vermeldete der auf der Bank sitzende FCM-Abteilungsleiter Michael Schindler: „Man merkt, die Saison geht zu Ende, Luft und Konzentration sind einfach nicht mehr so da“. Zudem ohne vier Stammakteure angetreten und „bei geschätzten 50 Grad in der Halle“ habe man die Spielzüge nicht hundertprozentig auf die Platte gekriegt: „Dann läuft halt nicht alles so effektiv ab.“ Die B-Jugendlichen Lea Platzer im Gehäuse sowie Nell Stiller und Jasmin Lehner kamen wieder zu umfangreichen Spielanteilen.

Unterdessen kämpft in der Frauen-Landesliga der ESV 27 Regensburg II verbissen um den Klassenerhalt: Mit den vier spielberichtigten U21-Akteuren aus dem Drittliga-Kader wurde der Meister HSG Freising/Neufahrn mit 31:27 (15:12) niedergerungen. Für den künftigen Bayernligisten war es das Ende der 21 Partien dauernden Siegesserie.

„Wir mussten beißen, das war alles andere als ein Selbstläufer. Die U21-Spielerinnen sind richtig gefordert worden!“, bilanzierte Coach Paul Sommerer die intensiven 60 Minuten: „Die Zuschauer sind garantiert auf ihre Kosten gekommen.“ Franzi Peter, Laura Brockschmidt, Julia Drachsler und Mariella Bertuccini zwischendurch zu schonen – daran war nicht zu denken.

„Freising spielt ein sehr gutes Eins-gegen-eins, die sind durchsetzungsstark und ziehen 60 Minuten ihr Spiel durch“, anerkannte Sommerer. Selbst beim Stand von 18:13 (35.) waren die Gäste nicht abzuschütteln: „Die sind selbstbewusst ohne Ende, andere Mannschaften brechen da zusammen, Freising nicht!“

Alles wie gehabt

Im Kampf um den Klassenerhalt – Direktabstieg, Relegation oder sicherer Klassenverbleib – bleibt vor dem letzten Spieltag alles wie gehabt: Schweinfurt und Helmbrechts fuhren erneut klare Siege ein. Sommerer merkt dazu an: „Das war mir klar, dass es so weitergeht!“ Nun geht’s am kommenden Samstag in Stadeln beim Saisonfinale um alles!

Der Ligarivale rüstet auf, der SV Obertraubling ist quasi indirekt Leidtragender: Im letzten Heimspiel gingen die jenseits von Gut und Böse in der Landesliga rangierenden Susi Adam & Co. gegen den hochmotiviert zur Sache gehenden MTV Stadeln 16:27 (10:15) unter. Aufgrund des besseren Direktvergleichs gegenüber dem TSV Winkelhaid bedurfte es eines Erfolgs von Stadeln beim SVO, damit die Partie gegen den ESV keine Bedeutung mehr hat.

Obertraublings Trainerin Judith Pimpl sah dann auch „einen Gegner, der auf jeden Ball aus ist und Tempo macht“. Stadeln habe sein Ding runter gespielt“, bilanzierte Pimpl: „Wir haben ja auch genügend Fehler gemacht.“

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