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Radsport

Arber-Radmarathon: Tempolimit gestrichen

Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird wohl wieder aufgehoben. Der Veranstalter rechnet mit einem neuen Teilnehmerrekord.
Von Michael Sperger

Ab diesem Jahr dürfen die Radfahrer auch wieder bergab Vollgas geben. Foto: Simon Tschannerl
Ab diesem Jahr dürfen die Radfahrer auch wieder bergab Vollgas geben. Foto: Simon Tschannerl

Regensburg.In den vergangenen Jahren bremsten die Polizei und die Stadt Regensburg die Radfahrer beim Arber-Radmarathon ordentlich aus. 2016 war die Geschwindigkeit auf besonders steilen Bergab-Strecken auf 40 Kilometer pro Stunde begrenzt, 2017 auf Tempo 50. „Es ist auf gar keinen Fall so, wie ich mir das vorstelle. Wenn so wenig Verkehr ist, wie wir das gewohnt sind, dann ist das völlig normal, einen Berg mit 80 herunterzufahren“, sagte Barbara Wilfurth, Vorsitzende des Veloclub Ratisbona, damals der MZ.

In diesem Jahr zeigt sich die Organisatorin der Veranstaltung deutlich zufriedener. Das hatte einen einfachen Grund: „Das Tempolimit soll dieses Jahr aufgehoben werden. Nur die Stadt muss noch zustimmen“, sagt Wilfurth. Ursula Fendl von der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg bestätigt das. „Die Fahrer müssen sich aber weiterhin unbedingt an die Verkehrsregeln halten“, sagt Fendl.

Gewohnte Strecke

Am letzten Juliwochenende, 28. und 29. Juli, findet traditionell der Arber-Radmarathon statt – bereits zum 34. Mal. Die Streckenführung vom Regensburger Dultplatz, quer durch den Bayerischen Wald zum Arber und wieder zurück, bleibt wie gewohnt.


Die einzelnen Strecken finden Sie in unserer interaktiven Karte:

4000 Teilnehmer haben sich Stand vergangene Woche bereits angemeldet. Über 7000 Teilnehmer sollen es laut Wilfurth im besten Fall werden. Das wäre ein neuer Rekord. 6704 Teilnehmer waren es 2017. Die Radler erwarten insgesamt 945 Kilometer Strecke. Die Königsdisziplin ist dabei die Große Arberrunde, der Marathon 250 Kilometer und 3780 Höhenmeter durch den Bayerischen Wald.

„Wenn so wenig Verkehr ist, wie wir das gewohnt sind, dann ist das völlig normal, einen Berg mit 80 herunterzufahren.“

Barbara Wilfurth, Vorsitzende des Veloclub Ratisbona

Auch für die Zuschauer am Dultplatz ist einiges geboten. Am Samstag, 28. Juli, rasen Kinder von sechs bis zwölf Jahren beim „Fette Reifen Rennen“ über den Dultplatz. Bei dieser Veranstaltung sind nur Räder mit dicken Reifen, zum Beispiel Kinder- und Jugendräder, erlaubt. Am Abend zeigen die Profifahrer dann beim vierten Weltenburger Dunkles Radler Kriterium ihr Können. Bei diesem Rennen am Dultplatz umrunden Radfahrer der Eliteklasse den knapp einen Kilometer langen Kurs 60 Mal. Im vergangenen Jahr gewann am Ende Jonas Schmeiser von RSC Kempten.

Am Sonntag ertönt dann am Dultplatz der Startschuss für den Radmarathon. Auch nachdem die Fahrer den Dultplatz in Richtung Großer Arber verlassen haben, können die Zuschauer in Regensburg weiter mitfiebern. Eine neue Videoleinwand versorgt sie mit Zwischenständen und aktuellen Bildern von der Strecke.

Farbenfrohes Trikot

Nachdem die Fahrer ins Ziel eingefahren sind, bekommen sie als Trophäe traditionell das Arber-Radmarathon-Trikot. Im Handel gibt es das so nirgends zu kaufen. 2016 war es pink, im vergangenen Jahr schwarz. Der ehemalige Rallye-Weltmeister Walter Röhrl wünschte sich als Schirmherr der Veranstaltung daraufhin für die 34. Auflage des Radmarathons wieder ein „farbenfrohes Trikot“.

Barbara Wilfurth und Alexander Koller präsentieren das neue, himmelblaue Trikot. Foto: Sperger
Barbara Wilfurth und Alexander Koller präsentieren das neue, himmelblaue Trikot. Foto: Sperger

Sein Wunsch wurde mit einem himmelblauen Dress mit Rautenmuster erhört. Es besteht aus leichtem Coolmax-Mischgewebe und trocknet schnell.

Das neue Trikot

  • Pressekonferenz:

    Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch stellte Barbara Wilfurth (Foto: Sperger) das neue Trikot für den Arber Radmarathon den Medien und Sponsoren vor.

  • Trophäe:

    Das Trikot wird vor dem Start nur an 30 ausgewählte Sponsoren verteilt. Die restlichen Starter erhalten ihr himmelblaues Shirt als Trophäe im Ziel – egal, welche Distanz sie geradelt sind.

Im Ziel ist dann auch für das leibliche Wohl gesorgt. Insgesamt 20 000 Wurst-, Käse- und Butterbrote, 12 000 Kuchenstücke und 1500 Liter Bier stehen laut Veranstalter zur Verfügung.

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