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Handball-Frauen

Aufsteiger Mintraching lernt dazu

Der ESV 1927 II kommt zuhause gegen Landshut böse unter die Räder. Landesliga-Rivale Obertraubling ist unterfordert.
Von Gerd Winkler

Die Handballerinnen der SG Mintraching/Neutraubling stecken mitten in einem Lernprozess. Foto: Christian Brüssel
Die Handballerinnen der SG Mintraching/Neutraubling stecken mitten in einem Lernprozess. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.In der Frauen-Bayernliga wurden der SG Mintraching/Neutraubling beim Tabellendritten ASV Dachau mit 19:26 (9:12) die Grenzen aufgezeigt. „Das Gesamtpaket hat einfach nicht gestimmt, es waren viele Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben“, begründete Coach Wolfgang Völkl die Niederlage. Eine Woche nach dem 25:18-Glanzstück gegen den Ex-Tabellenführer HSV Bergtheim schlugen die personellen Probleme gegen das körperbetont zur Sache gehende Dachau durch. Gerade da habe die drittligaerfahrene Carina Stöhr gefehlt, musste Völkl feststellen: „Der Gegner hat die von den Schiedsrichtern vorgegebenen Grenzen ausgereizt, war bissiger und zielstrebiger als wir.“

Für den Aufsteiger sei das aber ein ganz normaler Lernprozess: „Unsere jungen Spielerinnen in der Mannschaft müssen sich an das Körperliche noch gewöhnen. Diese Erfahrung muss man in der Bayernliga machen und hinnehmen.“ Weil zudem Linkshänderin Jana Quint fehlte und Tabea Bauer früh verletzt ausfiel, musste Völkl im Teamgefüge umbauen: Vom Kreis wurde Steffi Nüßle, vom linken Flügel Melanie Stöhr in den ausgedünnten Rückraum beordert. „Vom Spielerischen her kam zu wenig, nur mit viel Aufwand sind wir zu Chancen gekommen“, beschrieb Völkl den mühevollen Abnützungskampf am gegnerischen Kreis. Obwohl sich früh abzeichnete, das wohl nix zu holen sei, stellte Völkl fest: „Umso erfreulicher ist, dass wir uns gegen die Niederlage gestemmt haben.“

Derweil sind die Landesliga-Frauen des ESV 1927 II im Bunker gegen die TG Landshut mit 23:33 (13:18) unter die Räder gekommen. „Der Gegner hat nix Besonderes gespielt. Freilich haben die ganz, ganz wenige Fehler gemacht – aber die hatten nur drei Spielabläufe, die wir mit keinem Deckungssystem unterbinden konnten“, resümierte Übungsleiter Paul Sommerer gefrustet. Gerade in der ersten Halbzeit „haben sich Einzelne immer wieder rauslocken lassen. Landshut hat die entstehenden Lücken konsequent genutzt“. Vorne sah Sommerer „einen Handball wie vor 20 Jahren: Kein Laufspiel, nur Eins-gegen-Eins“.

Während der ESV im Abstiegskampf steckt, kann LL-Rivale SV Obertraubling nach dem 28:13 (14:7) gegen den Vorletzten Röthenbach für die nächste Saison planen. „Dem Gegner war früh klar, dass nichts drin ist“, bilanzierte Trainer Judith Pimpl unaufgeregt den fünften Heimsieg hintereinander. „Das Ergebnis muss höher ausfallen, aber wenn du so überlegen bist, lässt die Konzentration nach“, bekrittelte Pimpl, dass bei der ersten Welle viel verschenkt und vier Strafwürfe vergeigt wurden. Vorrang war für sie, dass zusätzlich trainierte Auslösehandlungen umgesetzt wurden. (owi)

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