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Baseball-Star MaxKepler jagt Rekorde

Der ehemalige Regensburger mischt mit seinen Minnesota Twins in Nordamerika auf. Die All-Star-Nominierung winkt.
Von Matthias Ondracek

Der ehemalige Regensburger Max Kepler sorgt in der berühmten Major League Baseball für viel Furore.  Foto: Tony Dejak/AP/dpa
Der ehemalige Regensburger Max Kepler sorgt in der berühmten Major League Baseball für viel Furore. Foto: Tony Dejak/AP/dpa

Minnesota.Am 15. Februar diesen Jahres gaben die Minnesota Twins die Vertragsverlängerung bekannt. Der Deutsche Max Kepler stieg mit seiner Unterschrift unter den mit 35 Millionen US-Dollar dotierten Fünf-Jahres-Vertrag endgültig in die Liga der ganz Großen auf - fünf Tage nach seinem 26. Geburtstag. Rund vier Monate später gehört der frühere Internatsschüler der Buchbinder Legionäre zu den Besten seiner Zunft. Die Minnesota Twins sind aktuell das beste Team in der US-amerikanischen Major League Baseball. Und der gebürtige Berliner ist einer der Säulen des Erfolgs.

Max Kepler in das All-Star-Team wählen

  • Abstimmung:

    Auch in Deutschland kann jeder Fan für Max Kepler abstimmen. Dazu nötig ist nur ein Klick auf https://www.mlb.com/all-star/ballot. Dann kann bis zu fünf Mal alle 24 Stunden gewählt werden.

  • Dauer:

    Noch bis zum 21. Juni um 22 Uhr läuft die „Primary Round“. Danach rücken jeweils die drei besten Akteure bzw. die besten neun für die drei Outfield-Spots auf Keplers Position in die Starter-Auswahl vor.

Zurecht steht der frühere Regensburger Bundesliga-Spieler vor seiner ersten Nominierung für das All-Star Game. Nur wenige Stimmen fehlen Kepler in der bis Freitag laufenden Fan-Abstimmung. Wenngleich die Twins mit ihrem Vertragsangebot ihre Wertschätzung ausdrückten, war der steile Aufstieg des Baseball-Exoten nur bedingt zu erwarten. Kepler und sein Team sorgen in der laufenden MLB-Saison mächtig für Furore. Das Team von Manager Rocco Baldelli weist nach etwas weniger als der Hälfte der Spielzeit die beste Bilanz in der gesamten Liga auf. Dabei haben die Twins die meisten Punkte aller Teams verbucht, zehn mehr als der Zweitbeste Texas. Auch die Run-Differenz ist unerreicht und vier Zähler besser als die von Titelfavorit Los Angeles Dodgers.

Minnesota auf Homerun-Jagd

Dass der dreimalige Meister die American League Central und sogar die ganze MLB anführt, kommt nicht von ungefähr. Mit aktuell 137 Homeruns in 71 Spielen ist Minnesota auf Rekordjagd. Der eigene Vereinsrekord aus dem Jahr 1963 liegt bei 225. Diese Marke sollten die Twins in der laufenden Spielzeit ohne Probleme knacken. Und auch der Major-League-Bestwert der New York Yankees aus dem Vorjahr von 266 Homeruns würde bei der momentanen Frequenz fallen.

Kepler hat großen Anteil an diesem Lauf. Bereits 17 Mal drosch der ehemalige Regensburger den Ball in 64 Partien auf die Zuschauerränge. Seine Bestmarke von 20 aus dem Vorjahr zu überbieten ist wohl nur noch Formsache. Vom 20. bis 26. Mai wurde der Ex-Legionär für seine Leistungen zum Spieler der Woche in der American League gewählt. Am 6. Juni trug sich der Sohn zweier Balletttänzer zusätzlich in die Geschichtsbücher ein. Beim 5:4-Sieg bei den Cleveland Indians verbuchte Kepler drei Homeruns in einer Partie. Zum zweiten Mal in seiner Karriere gelang dem Shooting Star dieses Kunststück. Und zum zweiten Mal passierte dies im Progressive Field des Vizemeisters von 2016. Just an dem Ort, an dem in diesem Jahr das All-Star Game stattfindet.

Der Trainer ist voll des Lobes

Zuvor war dies nur dem legendären Schlagmann der Boston Red Sox, Ted Williams, gelungen. Sein Trainer war nach dem Erfolg voll des Lobes: „Nicht jeder hat das in seinem Repertoire. Nicht jeder Schlagmann ist so. Aber Max sieht den Ball so gut, dass es ihm die Fähigkeit verleiht, unterschiedliche Würfe zu schlagen - auch wenn er sie nicht erwartet. Er hat ein Händchen für gutes Timing“, sagte Twins-Manager Baldelli. Kepler selbst nahm die Errungenschaft eher nüchtern zur Kenntnis. „Ich habe nur versucht, den Ball zu schlagen. Wenn du die Kleinigkeiten richtig machst, passieren oft große Dinge“, erklärte Kepler. Was seinen Coach anhielt, seinen Schützling zu etwas weniger Ernsthaftigkeit aufzufordern. „Er darf lachen. Wir sollten ihn wahrscheinlich hin und wieder daran erinnern“, scherzte Baldelli.

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Mit seinem Formanstieg zahlt Kepler das vor der Saison in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Dafür könnte der Deutsche schon bald mit einem weiteren Meilenstein belohnt werden. In der aktuellen Fan-Wahl zum All-Star Game fehlen dem ehemaligen Regensburger nur wenige Stimmen in die engere Auswahl. Mit 423 789 lag Kepler bei der letzten Veröffentlichung am 17. Juni rund 75 000 hinter Houstons Josh Reddick. Es zählt jeder Klick: Stichtag in Runde eins ist der 21. Juni.

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