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Bayerns Handballer beenden die Saison

Der BHV hat sich gegen eine Fortführung entschieden. Für die Ermittlung der Meister wird die Quotientenregelung angewandt.
Von Robert Torunsky

Das war es nun mit dem Spielbetrieb in den bayerischen Handballligen für diese Saison.  Foto: Deutzmann/Eibner
Das war es nun mit dem Spielbetrieb in den bayerischen Handballligen für diese Saison. Foto: Deutzmann/Eibner

Regensburg.Am Donnerstagabend hat der Bayerische Handball-Verband mit einem Rundschreiben an die Vereine die Saison 2019/2020 nach einem Beschluss des Erweiterten Präsidiums (EP) vom 22. April für beendet erklärt. Der BHV folgt damit der Empfehlung des Deutschen Handballbundes und wendet zur Ermittlung der Meister die sogenannte Quotientenregelung an.

Diese stellt sich so dar: Zum Stichtag 13. März werden die erreichten Punkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele dividiert und mit 100 multipliziert. Der ermittelte Wert wird auf eine Stelle nach dem Komma gerundet. Liegt dann Punktgleichheit bei zwei oder mehreren Teams vor, wird zunächst der direkte Vergleich der Teams berücksichtigt, so lange alle Spiele gegeneinander bereits absolviert wurden. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Tordifferenz nach der Quotientenregelung herangezogen.

Die Abschlusstabellen gibt es bis Ende April

Sollte dies ebenfalls kein Ergebnis bringen, gelten die geworfenen Tore nach der Quotientenregelung und danach der direkte Vergleich, unabhängig davon, ob schon alle Partien gegeneinander absolviert wurden. Aufsteiger ist dann die Mannschaft, die nach der Quotientenregel-Berechnung den festgelegten Aufstiegsplatz belegt. Die Abschlusstabellen werden vom BHV bis zum 30. April veröffentlicht.

Des Weiteren wurde festgelegt, dass keine Relegationen gespielt werden und die jeweils nach den Durchführungsbestimmungen minimal mögliche Aufsteigeranzahl gewählt wird. Ist in der jeweiligen Liga, beispielsweise wie in der Landesliga oder der Bezirksliga der Frauen und Männer, eine Relegation zwingend vorgesehen, steigen auch die Mannschaften auf, die nach der Quotientenregelung die Relegationsplätze innehaben.

Es gibt keine Regelabsteiger

Glück im Unglück haben die Teams auf den Abstiegsplätzen, da es keine Regelabsteiger geben wird. Ausnahmen bilden bereits zurückgezogene Mannschaften und freiwillige Absteiger. Dadurch ist insgesamt mit einer Aufstockung der meisten Ligen für die Saison 2020/2021 zu rechnen. „Die verantwortlichen Mitglieder des Erweiterten Präsidiums sind sich der Tragweite der Entscheidung in dieser Krise unserer Gesellschaft und den damit verbundenen Eingriff in die sportliche Wertung unserer Wettbewerbe bewusst“, heißt es in dem Schreiben. Die beschlossene Spielwertung der Saison 2019/2020 stelle die beste Lösung da.

Die Auswirkungen auf den Bezirk Ostbayern werden bei einer virtuellen Sitzung der Bezirksspielleitung am 27. April festgelegt. Auch die Pokal-Wettbewerbe sind betroffen: Weder in der Saison 2020/2021 noch in der Saison 2021/2022 wird es Pokalspiele geben.

Die Beschlüsse betreffen auch den Jugend-Bereich: Bei Punktgleichheit nach der Quotientenregelung sind alle Mannschaften als Staffelsieger/Meister zu benennen. Die Qualifikationsturniere werden bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass ein Saisonstart spätestens bis zum 1. Oktober möglich ist. Sollte das nicht der Fall sein, wird die Spielbetriebs-Taskforce des BHV bis zum 15. August Empfehlungen abgeben. (aro)

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