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Biathlon

Biathlet Kühn sprintet auf Platz drei

Einen Tag nach Denise Herrmann schafft es auch Johannes Kühn beim Heim-Weltcup der Biathleten in Oberhof auf das Podest.

Johannes Kühn sprintete auf Platz drei. Foto: Kerstin Joensson/AP/dpa
Johannes Kühn sprintete auf Platz drei. Foto: Kerstin Joensson/AP/dpa

Oberhof.Johannes Kühn hat den Aufwärtstrend der deutschen Biathleten als starker Dritter im verregneten Heimspiel in Oberhof fortgesetzt. Der 28 Jahre alte Bayer sicherte sich sein bestes Saisonergebnis am Freitag im Sprint in Thüringen trotz einer Strafrunde mit 33,0 Sekunden Rückstand auf den fehlerfreien Franzosen Martin Fourcade. „Ich will mich über den Fehler nicht beklagen, das wäre vermessen“, sagte Kühn: „Ärgerlich ist der Fehler trotzdem, weil es eigentlich beherrschbar war. Aber ich bin zufrieden.“

In Abwesenheit des fünfmaligen Saisonsiegers Johannes Thingnes Bö aus Norwegen, der wegen der anstehenden Geburt seines ersten Kindes auf Oberhof und Ruhpolding in der kommenden Woche verzichtet, zeigte Kühn vor den heimischen Fans einen ganz starken Auftritt. Er sei „vielleicht ein bisschen übermotiviert“ gewesen, sagte der Passauer und ergänzte zu seiner Laufleistung: „Die Zeit war gut, aber ich habe mich am Ende nicht mehr so gut gefühlt.“ Noch vor Kühn wurde der Franzose Emilien Jacquelin (1 Fehler) bei Dauerregen Zweiter.

Auch Peiffer überzeugt

Die Weihnachtspause hatte Kühn nicht gewünscht zum Training nutzen können und musste kürzer treten - trotzdem holte er den zweiten Podestplatz seiner Laufbahn. Besser war Kühn einzig in der Vorsaison, als er Zweiter im Einzel von Pokljuka geworden war.

Nach Rang zwei durch Denise Herrmann am Donnerstag im Frauenrennen war es für die deutschen Skijäger im zweiten Rennen in Oberhof bereits das zweite Topresultat. Den einzigen deutschen Sieg in diesem WM-Winter holte bislang Benedikt Doll im Dezember im Frankreich.

Zweitbester Deutscher war Olympiasieger Arnd Peiffer als Siebter. Der 32-Jährige aus dem Harz war ebenfalls angeschlagen - und ärgerte sich über seinen einen Schießfehler. „Ich bin noch nicht bei einhundert Prozent im läuferischen Bereich und war über die Feiertage krank“, sagte der Weltmeister und resümierte: „Es war eine solide Leistung.“

Horn erfüllt WM-Norm

Die WM-Norm erfüllte Philipp Horn, der mit zwei Strafrunden auf Rang 13 lief und ebenfalls überzeugen konnte. Ex-Weltmeister Simon Schempp (1 Fehler) ist weiter auf Formsuche und wurde 43., Benedikt Doll (4) zeigte Schwächen am Schießstand und landete noch dahinter auf Rang 44. Lucas Fratzscher (4) musste sich mit Platz 86 begnügen.

Der starke Regen hatte den Veranstaltern in der Nacht zu Freitag große Probleme bereitet und es sogar nötig gemacht, dass auf einer abgeänderten Strecke gelaufen werden musste. Statt den üblichen drei Runden über die Gesamtlänge von zehn Kilometern liefen Kühn & Co. nun vier Runden über 2,5 Kilometer und wichen auf die Frauen-Runde aus. Weil im Thüringer Wald kaum Schnee liegt und auch die Produktion der 37 Schneekanonen nicht reichte, wurde der für die World Team Challenge produzierte Kunstschnee auf mehr als 30 LKW aus dem 400 Kilometer entfernten Gelsenkirchen nach Oberhof gefahren.

Fortgesetzt wird der Weltcup am Samstag (12.00 Uhr/ARD und Eurosport) mit den Staffelrennen. Am Sonntag stehen zum Abschluss die Massenstarts bei Männern und Frauen auf dem Programm.

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