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Bierofka erwartet „Mammutaufgabe“

„Wir können uns auf Einiges gefasst machen“, warnt Daniel Bierofka vor dem Rückspiel in der Relegation gegen Saarbrücken.
von Christian Kunz, dpa

Daniel Bierofka, Trainer von TSV 1860, am Spielfeldrand. Foto: Tobias Hase/Archiv
Daniel Bierofka, Trainer von TSV 1860, am Spielfeldrand. Foto: Tobias Hase/Archiv

München.Dank Torheld Sascha Mölders ist eine große Aufstiegsparty der „Löwen“ bestens vorbereitet. Der TSV 1860 München und sein zweimal erfolgreicher Torjäger haben sich auf dem Weg in die 3. Fußball-Liga durch das 3:2 (1:1) beim 1. FC Saarbrücken eine glänzende Ausgangslage geschaffen. Doch zwei Gegentore in Unterzahl sind vor dem entscheidenden Rückspiel am Sonntag (14.00 Uhr/BR und SR) Warnung genug. „Wir haben eine ordentliche Ausgangsposition, nicht mehr und nicht weniger. Es werden nochmal heiße mindestens 90 Minuten“, sagte Trainer Daniel Bierofka am Freitag in München. „Wir können uns auf Einiges gefasst machen.“ Es warte eine „Mammutaufgabe“ auf sein Team.

Der herausragende Mölders sorgte mit dem frühen 1:0 (1. Minute) und dem entscheidenden 3:2 (84.) für Münchner Glanzpunkte. „Wir wissen die Qualität von Sascha Mölders zu schätzen. Er war auch heute wieder ein Faustpfand“, sagte der Sportliche Leiter Günther Gorenzel. „Sascha braucht solche Spiele mit Endspielcharakter“, sagte Bierofka.

Keine Rechenspielchen

Zudem traf Nico Karger gleich nach der Pause (47.), als die Münchner nach einem rüden Einsteigen von Saarbrückens Kevin Behrens (25.) schon in Überzahl spielten. „Die Rote Karte kam zu einem günstigen Zeitpunkt“, gestand Bierofka. Auch die Spieler räumten Schwierigkeiten ein. „Bei Elf gegen Elf sind wir schon ein bisschen geschwommen“, sagte „Löwen“-Verteidiger Felix Weber.

Selbst zu Zehnt glich Saarbrücken aber zweimal aus. „Das 2:2 in Überzahl zu bekommen, war eine Katastrophe“, ärgerte sich 1860-Coach Bierofka. „Zum Glück haben wir noch das 3:2 gemacht.“

„Wir können uns auf Einiges gefasst machen.“

Daniel Bierofka

Ein Unentschieden reicht den „Löwen“ zu Hause, aber auf Rechenspielchen wollen sich die Sechziger nicht verlassen. „Das wird ein schweres Ding. Wir müssen nochmals Vollgas geben und dürfen uns nicht auf dem Ergebnis ausruhen“, sagte Offensivkraft Ziereis. „Das wird brutal schwierig.“

Saarbrücken will die Wende schaffen

Ein Jahr nachdem die Münchner nach der verlorenen Relegation gegen Jahn Regensburg wegen finanzieller Schwierigkeiten gleich aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga abgestürzt waren, ist die Bierofka-Mannschaft drauf und dran, zumindest einen Teil dieses Schadens zu reparieren. „Am Sonntag wollen wir alles klar machen“, sagte Ziereis.

Saarbrücken, das vor drei Jahren in den Aufstiegsplayoffs an den Würzburger Kickers scheiterte, will im Grünwalder Stadion die Wende schaffen. „Positiv ist, dass wir zu Zehnt in der Lage waren, zwei Tore zu erzielen“, sagte Trainer Dirk Lottner. „Wieso soll uns das am Sonntag in München mit elf Mann nicht auch gelingen? An der Ausgangsposition hat sich für uns nichts grundlegend verändert.“

Behrens, 19-maliger Torschütze in dieser Saison, fehlt am Sonntag gesperrt. „Saarbrücken kann das mit seinem guten Kader kompensieren“, sagte Ziereis. „Am Sonntag zählt’s.“ Danach soll richtig gefeiert werden beim Meister aus der Regionalliga Bayern. „Aber egal was passiert, wir können stolz auf die Mannschaft sein“, sagte Bierofka. (dpa)

Lesen Sie hier: Der TSV 1860 München legt vor

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