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Club trennt sich von Trainer Keller

Kurz vor der Relegation feuert der 1. FC Nürnberg seinen Coach. Wiesinger und Mintal übernehmen für zwei Spiele.

  • Jens Kellers Tätigkeit beim 1. FC Nürnberg endet vorzeitig. Foto: Daniel Karmann/picture alliance/dpa
  • Trainer Jens Keller steht am Spielfelrand. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Nürnberg.Nach dem zunächst verpassten Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga hat sich der 1. FC Nürnberg von Trainer Jens Keller getrennt. In den anstehenden Relegationsspielen werden die Franken von Michael Wiesinger als Chefcoach und Marek Mintal als dessen Assistent betreut, wie der Verein am Montag mitteilte.

„Wir sind nach reiflichen Überlegungen, zahlreichen Gesprächen und einer intensive Analyse zu dem Entschluss gekommen, dass wir noch einmal einen neuen Impuls setzen wollen“, wurde Sportvorstand Robert Palikuca zitiert. „Michael Wiesinger und Marek Mintal waren für uns dabei die einzige sinnvolle Lösung. Beide kennen die Mannschaft, das Umfeld und können ohne Eingewöhnung direkt loslegen.“

Fussball

Der rasante Niedergang des 1. FCN

Der Club steht sportlich vor dem Abgrund – wieder einmal. Diesmal hat die dramatische Situation eine neue Qualität.

Der Club droht nach einer katastrophalen Saison direkt von der Bundesliga in die 3. Liga durchgereicht zu werden. Um dieses Debakel noch zu vermeiden, muss sich der FCN in der Relegation nächste Woche gegen einen Drittliga-Vertreter durchsetzen.

Bilanz schlechter als bei Canadi

Keller war im November als Nachfolger von Damir Canadi zum FCN gekommen. Den sogar mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Traditionsverein aber konnte er nicht zum Erfolg verhelfen. Nach der Corona-Pause gewann er nur eines von neun Spielen. Am Sonntag spielte Nürnberg 1:1 in Kiel – mit einem Sieg hätte die Rettung geklappt. Der gebürtige Stuttgarter holte in 21 Spielen nur fünf Siege und acht Remis und damit einen noch schlechteren Punkteschnitt als Canadi.

„Die Mannschaft hat schon gezeigt, welche Nerven sie hat“, beteuerte Keller vor seiner Freistellung und glaubte damit an den Klassenerhalt in der „Ehrenrunde“, wie er die Abstiegsrelegation nannte. (dpa)

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