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Corona verhindert Leichtathletik-EM

Die Absage der kontinentalen Meisterschaften trifft die Athleten der LG Telis Finanz. Nun geht der Blick auf 2021.

Miriam Dattke hatte das EM-Ticket schon in der Tasche. Foto: Kiefner
Miriam Dattke hatte das EM-Ticket schon in der Tasche. Foto: Kiefner

Paris.Es ist amtlich: Am Donnerstagabend wurden auf einer außerordentlichen Sitzung des örtlichen Organisationskomitees mit dem französischen Leichtathletik-Verband FFA die diesjährigen Europameisterschaften in der Leichtathletik, die vom 25. bis 30. August im Pariser Charlety-Stadion hätten stattfinden sollen, abgesagt.

Mit Bedauern nahm man bei der LG Telis Finanz Regensburg die Absage zur Kenntnis. Die Athletinnen und Athleten des Klubs hatten schon mit sieben Normerfüllungen geglänzt. „Unsere Sportler waren auf einem guten Weg zu den kontinentalen Meisterschaften. Sie sollten für mehr als eine Handvoll den Saisonhöhepunkt darstellen. Aufgrund der Pandemie-Entwicklungen der letzten Wochen haben wir aber mit der Absage gerechnet, so bedauerlich das Ganze auch sein mag“, erklärt Teamchef Kurt Ring.

In der Tat hatte vor allem das Regensburger Laufteam der LG schon kräftig vorgelegt. Simon Boch und Miriam Dattke standen mit der Erfüllung der A-Norm über 10000m im Sommer 2019 bereits für Paris fest, weil es nach derzeitiger Lage im Zeitraum bis August kaum noch weitere Qualifikationsmöglichkeiten gegeben hätte.

Beide hatten dann beim internationalen Halbmarathon am 16.Februar in Barcelona nachgelegt und sich auch dort eine weitere Fahrkarte mit ihren neuen, deutlich unter der A-Norm des DLV liegenden Bestleistungen von 1:02:31h und 1:11:40h erlaufen. In Barcelona blieben mit Domenika Mayer (1:13:09h), Thea Heim (1:13:23h) und Konstantin Wedel (1:03:28h) drei weitere Telis-Asse unter den A-Normen (1:04,00h/1:14,00h).

„Beim Leistungsbild unserer Langsprinterinnen bei den diesjährigen Deutschen Hallen-Meisterschaften konnte man berechtigte Hoffnungen hegen, dass die neue Deutsche Meisterin Corinna Schwab ebenso wie ihre Teamkollegin, Jugendmeisterin Mona Mayer, zumindest für die deutsche 4x400m Staffel, die beiden Kurzsprinterinnen Kati Fehm und Amelie-Sophie Lederer für die 4x100m Staffel in Frage gekommen wären. Auch Florian Orth hätten wir über 5000m seine fünfte EM-Teilnahme in Folge zugetraut, ebenso Benedikt Huber über 800m seine dritte in Folge“, umreißt Ring die Lage vor der Absage.

Nun legt man im Regensburger Lager mit den Olympischen Spielen, für die sich Marathon-Läuferin Anja Scherl bei Erfüllung der Norm mit 2:28:25h in Position gebracht hat, den Fokus neu. Das gilt auch für weitere Telis-Athleten, für die 2020 Tokio noch zu früh gekommen wäre, (orv) (orv)

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