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Final Four

Den 21. Judo-Titel fest im Visier

Der Auftritt in Esslingen ist für den Judo-Rekordmeister TSV Abensberg eine besondere Herausforderung.
Von Dieter Krelle

Marc Odenthal (in Blau) und der TSV Abensberg sind vor dem Final Four in Esslingen optimistisch. Foto: Alois Steffl
Marc Odenthal (in Blau) und der TSV Abensberg sind vor dem Final Four in Esslingen optimistisch. Foto: Alois Steffl

Abensberg.Die Rolle als Busfahrer führte Cheftrainer Radu Ivan bereits am Freitag in bewährter Manier aus, als er in Pasing die Großhaderner für den Final-Four-Auftritt des deutschen Judo-Rekordmeisters TSV Abensberg am Samstag um 10 Uhr beim KSV Esslingen einsammelte. „Das Team ist willig, die Kräfteverhältnisse wieder zurechtzurücken“, hat er das Funktionärs-Hickhack um die Abensberger Finalbewerbung abgehakt.

„Wir konzentrieren uns voll auf unseren Halbfinal-Gegner UJKC Potsdam“, denkt er noch gar nicht über den möglichen Finalgegner aus dem Vergleich zwischen Überraschungs-Nordmeister SUA Witten-Annen und dem von Abensberg in der Bundesliga Süd 9:5 bezwungenen KSV Esslingen nach. „Wir haben keinerlei Druck“, sagt Potsdams Trainer und Geschäftsführer Christopher Schwarzer, obwohl der Truppe um Tallinn-Sieger Philipp Galandi mit den bei der U21-WM in Marrakesch engagierten Kilian Ochs und Erik Abramovic zwei Leistungsträger fehlen. „Unsere Stärke ist der Teamgeist einer sehr ehrgeizigen Mannschaft, die erstmals seit 2012 wieder eine Finalrunde erreicht hat“.

Die Überraschung der Saison

Mut hat dem Nordzweiten der Erfolg über den entthronten Dreifach-Meister Hamburger JT gegeben, dessen deutsche Erfolgszelle um die Ex-Abensberger Dimitri Peters und Andre Breitbarth sowie Nationalkämpfer Igor Wandtke bei Neckar-Verein angeheuert hat, wo Teammanager Carsten Finkbeiner mit Noel van’t End, Said Mollael Said, Varlam Lipartellani, Avandil Tchrikishvili und Alexander Wieczerak Kämpfer aufbieten kann, die schon zu Weltmeister-Ehren kamen. Die bereits vorzeitig als Nordmeister feststehende SUA Witten-Annen ist zweifelsohne die Überraschung der Saison. Bundesliga-Referent Matthias Kiem und Trainer Marcel Haupt haben mit Matthias Casse, Sam van’t Westende, Dirk van Tichelt, Hasir Kadyrov, den Graczyk-Brüdern sowie Tobias Pahnke Kämpfer im Aufgebot, die unbedingt auf der nationalen Schaubühne erfolgreich auftreten wollen.

Judo live

  • 15 Uhr:

    Ab 10.50 Uhr startet Abensberg gegen Potsdam. Die 2. Runden folgen. Endkampf: 15 Uhr. (kr)

An der Abens will man im Kampf um den 21. Meistertitel für alle taktischen Spielereien gerüstet sein. Die Legionärs-Positionen werden mit den Ukrainern Georgii Zantaraia (66 kg) und Schwergewichtler Iakiv Khammo besetzt. Und für mehr Flexibilität sollen die Georgier Zebeda Rekhiashvili (81 kg) und Beka Gviniashvili (90 kg) sorgen. Als wichtige Punktesammler rechnen die TSV-Verantwortlichen 60-kg-Starter Maximilian Heyder, Dritter bei den European Open in Tallinn, und den frisch gebackenen Gehörlosen-EM-Dritten Daniel Scheller ein.

Scheibels Kampfansage

Und natürlich den Tallinn-Sieger Manuel Scheibel (66 kg), der mit der konsequent erarbeiteten internationalen Härte noch näher an sein vereinsinternes Vorbild, WM- und Olympiastarter Sebastian Seidl, heranrückte. „Denen gönnen wir gar nichts“, kündigt er dem möglichen Finalgegner Esslingen einen harten Strauß an. Seinen Ruf als zuverlässiger Punktesammler will auch David Krämer (73 kg) bestätigen. Diesen kann der bei der Militär-WM vertretene Lukas Vennekold wohl nicht unterstützen. Der für den Grand Slam in Abu Dhabi nominierte 81-kg-Athlet Timo Cavelius will an seine Form vom Südfinale in Leipzig anknüpfen. Rekhviashvili ist quasi sein „Backup“. Wegen der Unsicherheiten um die schwergewichtigen Frey-Brüder kommen Marc Odenthal und Iakiv Khammo erhöhte Bedeutung zu.

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