MyMz

Turnier

Der große Judo-Gradmesser Paris

Beim Grand Slam stehen auch Abensberger Kämpfer im Blickpunkt. Paris ist die Generalprobe für den Heim-Grand-Slam.
Von Dieter Krelle

Manuel Scheibel geht als Deutscher Meister ins Rennen. Foto: Alois Steffl
Manuel Scheibel geht als Deutscher Meister ins Rennen. Foto: Alois Steffl

Paris.Drei Athleten aus der künftigen Bundesliga-Staffel des Judo-Rekordmeisters TSV Abensberg stehen beim ersten Saison-Höhepunkt, dem Grand Slam von Paris, am Samstag und Sonntag auf den traditionsreichen Matten der Accor-Hotel-Arena von Bercy. Das Vertrauen von Bundestrainer Richard Trautmann genießen in der 66-kg-Kategorie der routinierte WM- und Olympiastarter „Sebi“ Seidl und sein Babonen-Teamkollege Manuel Scheibel. Die Nominierung des Weltranglisten-50. war auch für TSV-Cheftrainer Radu Ivan eine leichte Überraschung. „Manuel hat bei seinem ersten deutschen Männer-Titel vor zwei Wochen in Stuttgart hohe taktische Reife und schlaue Kampfweise demonstriert. Das war wohl entscheidend.“

Paris, wo 600 Athleten aus 98 Nationen den Wettlauf um die Olympia-Qualifikation für Tokyo 2020 aufnehmen, ist für die DJB-Nationalkämpfer die Generalprobe für den Heim-Grand-Slam in zwei Wochen in Düsseldorf. Nach zahlreichen Trainingsmaßnahmen, unter anderem in Japan und zuletzt in Mittersill scheinen die zwölf Männer und zehn Frauen für den Auftritt in Frankreich gerüstet.

Große Hoffnungen haben Supertalent Moritz Plafky (Hennef) in der 60 kg-Kategorie und am ersten Kampftag auch das international erfahrene 73-Kilo--Duo Antony Zingg (Leverkusen) und Igor Wandtke (Hannover). Nicht minder spannend wird am zweiten Tag der 81-kg-Auftritt von Dominic Ressel (Kronshagen) und dem WM-Dritten Alexander Wieczerzak (Wiesbaden). Die sind noch etwas erfahrener als die 90-kg-Senkrechtstarter Eduard Trippel (Rüsselsheim) und Falk Petersilka (Godesberg), die vor einer weiteren internationalen Feuertaufe stehen.

Karl-Richard Frey kehrt erst in Düsseldorf zurück

In Abwesenheit des noch immer durch einen eingeklemmten Nerv behinderten 100-kg-WM-Zweiten Karl-Richard Frey – der künftige Abensberger Bundesligist wird wohl erst in Düsseldorf auf die Matte zurückkehren - bekommt der Leipziger Daniel Herbst eine Chance. Dagegen wird von dem nach monatelange Verletzungspause bei der DM die nationale Schwergewichts-Konkurrenz regelrecht vernichtende Neu-Abensberger Johannes Frey (Düsseldorf) eine starke Vorstellung erwartet. Die Abensberger Judo-Anhänger werden das mit hohen Erwartungen verfolgen. Denn die Konkurrenz in Paris ist mit Weltmeistern und Olympiasiegern gewaltig und die Weltranglisten-Einstufung der DJB-Starter einer vielleicht günstigen Auslosung nicht zuträglich.

Von den DJB-Starterinnen haben die Großhaderner 57-kg-Zwillinge Theresa und Amelie Stoll, die Hamburgerin Martyna Trajdos (63 kg), die Hallenserin Luise Malzahn (78 kg) und Schwergewichtlerin Jasmin Külbs (Zweibrücken) wohl die besten Chancen auf eine Spitzenplatzierung.

Mehr Sport-Nachrichten finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht