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Aufsteiger

Der TSV Stulln spielt so hoch wie nie

Spielertrainer Christian Zechmann schießt den Klub aus dem Landkreis Schwandorf zum Titel und Bezirksliga-Aufstieg.
Von Markus Schmautz

Der TSV Stulln stieg mit Spielertrainer-Torjäger Christian Zechmann in die Bezirksliga auf.  Foto: Schmautz
Der TSV Stulln stieg mit Spielertrainer-Torjäger Christian Zechmann in die Bezirksliga auf. Foto: Schmautz

Stulln.Von 2006 bis 2016 war der TSV Stulln noch zehn Jahre ein fester Bestandteil der Kreisklasse West. Dann schaffte der Klub aus dem Landkreis Schwandorf unter Trainer Georg Winkler als Vizemeister den Aufstieg in die Kreisliga West. Gegen die SpVgg Schönseer Land gelang ein 3:0 in der Relegation. Auch eine Liga höher ging es stetig bergauf. Nach Rang neun in der Premierensaison reichte es 2017/18 schon zur Vizemeisterschaft unter dem neuen Trainer Christian Zechmann. Ein einziger Zähler fehlte auf Meister Oberviechtach-Teunz (51). In der Relegation scheiterte Stulln allerdings an Weiden II.

Jetzt ist der TSV Stulln auf Bezirksebene angekommen. „Wir wollten uns einen Platz im oberen Tabellendrittel schnappen. Dass wir so souverän Meister werden würden, damit hatte niemand gerechnet“, erklärt Abteilungsleiter Jügen Vetter. Die Zechmann-Elf landete vom ersten Spieltag ab einen Sieg nach dem anderen. In der Endabrechnung standen nach 18 Siegen und sechs Remis bei nur zwei Niederlagen 60 Punkte auf dem Konto. Auch das Torverhältnis von 81:31 sprach eine deutliche Sprache: Stulln stellte sowohl den besten Angriff als auch die beste Defensive. Gleich 20 Tore mehr als Vizemeister Ettmannsdorf II erzielte der TSV und lag stattliche zwölf Zähler vor der Konkurrenz.

Imponierende Torjäger-Bilanz

Der überragende Akteur der gesamten Liga war Stullns Spielertrainer Christian Zechmann. In 25 Spielen gelangen ihm 29 Tore, zudem bereitet er 21 Treffer vor. „Christian verfügt über enorm viel Erfahrung. Schließlich spielte er schon für den Jahn, für Vilzing und für Weiden“, sagt Jürgen Vetter, der sich freut, dass Zechmann im Trainerteam mit Co Rudolf Fröhlich und Torwarttrainer Thomas Engelhardt bereits in der Winterpause verlängerte. „Da hat man es auch bei Vertragsverlängerungen oder bei Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen leichter. Jeder will ja gerne wisse, wer der Trainer sein wird.“

Auch in Zukunft soll der inwischen 34-jährige Torjäger regelmäßig auf dem Platz stehen. Zechmann kam in zwei Jahren als Spielertrainer beim TSV Stulln zu 50 Einsätzen. Die Bilanz: 46 Tore und 33 Vorlagen. Die 29 Treffer der abgelaufenen Saison waren bei weitem nicht Zechmanns persönlicher Rekord. Für Preimd netzte er in der Bezirksliga Nord 2016/17 satte 38 Mal ein – und toppte diesen Wert zuvor zweimal: Für den Bezirksligisten FC Schwarzenfeld waren es 2010/11 43 Mal und im Jahr darauf sogar 53 Tore in nur einer Spielrunde. Zechmann beherrscht nicht nur das Toreschießen. Abteilungsleiter Jürgen Vetter lobt: „Er findet die richtige Ansprache, kann junge Spieler entwickeln, auch erfahrenen Akteuren etwas beibringen. Kurz: Er ist ein Glücksfall für uns!“

Drei Jahre Kreisliga

  • Trainer:

    In zwei Jahren beim TSV Stulln erzielte Spielertrainer Christian Zechmann 46 Tore in 50 Spielen. Zuvor coachte er von 2013 bis 2017 Pfreimd in der Bezirksliga Nord. In dieser Zeitspanne traf er 80 Mal.

  • Erfolge:

    Von 2008 bis 2016 war Stulln fester Bestandteil in der Kreisklasse West. Nach drei Jahren in der Kreisliga schaffte man nun den Sprung in die Bezirksliga.

Bereits in der Winterpause war Stulln die Meisterschaft so gut wie nicht mehr zu nehmen. „Da hatten wir schon 18 Zähler Vorsprung auf den Zweiten“, erläutert Vetter, der das Team punktuell verstärken möchte. Als Neuzugänge fest sind aus der A-Klasse Andreas Pitruski (SC Weinberg), Sebastian Hartmann (SC Altfalter) und Tobias Eules (HSV Rottenegg). Vom Kreisklassisten DJK Weihern-Stein wechseln Marco Vetter und Torwart Markus Armer nach Stulln.

Namhafte Verpflichtungen aus höheren Ligen wird es nicht geben. „Jeder hat es selbst in der Hand, ob und in welcher unserer beiden Mannschaft er spielen wird. Das haben wir auch die vergangenen Jahre so gemacht und sind damit gut gefahren“, erklärt der engagierte Abteilungsleiter. Das Ziel in der Bezirksliga Nord ist natürlich einzig und allein der Klassenerhalt. „Die Bezirksliga Nord wird wieder enorm stark sein. Wir freuen uns auf arrivierte Gegner wie Etzenricht, Weiden II, Schwarzenfeld, Schwarzhofen oder auf die Wernberger Teams.“

Eintrag ins Goldene Buch

Der Großteil der Mannschaft spielte übrigens bereits in der Jugend für den TSV Stulln. Auf die kommenden Aufgaben und riesigen Herausforderungen freut sich der Klub aus der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld. „Der Aufstieg in die Bezirksliga war der größte Erfolg in der 65-jährigen Vereinshistorie“, erläutert Jürgen Vetter, der die Zeit dort so gut es eben geht genießen möchte. Ein Highlight für ihn und das Team war, dass man sich nach dem Aufstieg sogar in das Goldene Buch der Gemeinde hat eintragen dürfen. „In der Bezirksliga mitmischen zu dürfen ist für einen 1600-Einwohner-Ort schon etwas ganz Besonderes.“

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