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Biathlon

Deutsche hoffen auf die Trendwende

Beim Heim-Weltcup wollen Denise Herrmann und Co. auf das Podest laufen. Eine wichtige Athletin muss dagegen passen.

Denise Herrmann muss am Schießstand konstanter werden. Foto: Georg Hochmuth/dpa
Denise Herrmann muss am Schießstand konstanter werden. Foto: Georg Hochmuth/dpa

Oberhof.Durchgefroren in ihren nassen Sachen beendeten Denise Herrmann und ihre Kolleginnen im Schmuddelwetter von Oberhof das Training etwas früher. Auch aus Vorsicht, um vor dem ersten Biathlon-Weltcup des neuen Jahres nicht noch krank zu werden. Nieselregen, Nebel und Windböen brachten Herrmann beim Abschlusstraining schon mal einen Vorgeschmack für die vorhergesagten Regenbedingungen für den Sprint heute um 14.30 Uhr (ARD). Das Lachen vermieste es ihr aber nicht.

„Ich hoffe, dass ich an meine Ergebnisse aus Frankreich anknüpfen kann“, sagte die als Elfte beste Deutsche im Gesamtweltcup. Tipps am Schießstand bekam Herrmann von Ex-Bundestrainer Gerald Hönig, der nach guten Liegendeinlagen immer wieder den Daumen nach oben streckte, aber noch zu viele Fehler beim Stehendschießen sah. Angeführt von Herrmann hoffen die deutschen Skijägerinnen am Oberhofer Grenzadler auf die Trendwende. Erstmals haben sie nach den ersten drei Wettbewerben der Saison noch keinen Podestplatz zu Buche stehen. Die Trainer sind derzeit auch als Psychologen gefragt.

„Die Mädels spüren den Druck von außen und haben auch an sich selbst einen anderen Anspruch“, sagt Damen-Coach Florian Steirer. Bei jungen Läuferinnen wie Marion Deigentesch und Janina Hettich sei Druck aufzubauen, „völlig fehl am Platze. Bei den anderen, wo der Anspruch höher sein muss, kann man auch mal härter rangehen“. Zumindest bei Herrmann ging vor Weihnachten mit drei Top-Sechs-Plätzen die Formkurve nach oben. Doch die Sächsin war nicht konstant am Schießstand. Vor allem bei der Schießschnelligkeit und unter Zeitdruck hat die ehemalige Langläuferin Nachteile. „Momentan ist es bei ihr eine Gratwanderung“, sagte der Trainer.

Schwer wiegt laut Steirer beim ersten der zwei Heim-Weltcups der Ausfall von Franziska Preuß. Die 25-Jährige wird trotz überstandener Nasennebenhöhlentzündung, die sie zwei Wochen außer Gefecht setzte, auch am Sonntag im Massenstart nicht starten. „Aber planmäßig nächste Woche in Ruhpolding sollte es wieder passen“, sagte Steirer. Im Sprint gehen neben Herrmann noch Deigentesch, Hettich, Maren Hammerschmidt, Rückkehrerin Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz an den Start. (dpa)

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