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Eishockey

Die Eisbären gewinnen das Topspiel

Peter Flache und Lukas Heger machen aus einem 0:1 ein 2:1. Am Sonntag gibt es gleich das „Rückspiel“.
Von Claus-Dieter Wotruba

Lange war Jochen Vollmer nicht zu überwinden, am Ende aber siegten die Eisbären gegen Memmingen doch.  Foto: Andreas Nickl
Lange war Jochen Vollmer nicht zu überwinden, am Ende aber siegten die Eisbären gegen Memmingen doch. Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Siebter Sieg in Serie für die Eisbären des EV Regensburg – und was für einer! In einer begeisternden Partie vor 2213 Zuschauern in der Donau-Arena schlugen die Hausherren Spitzenreiter ECDC Memmingen auch im dritten Saisonvergleich – diesmal nach einem 0:1 mit zwei Treffern in den letzten zehn Minuten. Das Spiel machte Lust auf mehr – und das gibt’s auch schon am Sonntag (18 Uhr) beim „Rückspiel“ in Memmingen.

Superlative, Superlative, Superlative: Wo man in der Statistik auch hinsah, führen die Eisbären oder Memmingen die Listen an. Hausherren-Coach Max Kaltenhauser konnte den zuletzt krank im Training fehlenden Petr Heider einsetzen, brachte aber nach der Rückkehr von Lars Schiller diesmal zunächst Philipp Vogel und Andre Bühler nicht aufs Eis. Vorne agierte er mit elf Stürmern und den eingespielten Blöcken, in denen nur Lukas Mühlbauer und Nicolas Sauer einen wechselnden Mittelstürmer zur Seite gestellt bekamen.

Die Gastgeber legten mit Vollgas los und versuchten ihr Personalplus – Memmingen agierte nur mit sechs Verteidigern und neun Stürmern – auch auf dem Eis zum Plus zu machen. Schnell kamen die ersten Chancen, unter anderem fälschte Richard Divis einen Schuss von Tomas Gulda ab, aber nicht ins Tor. Dafür folgte im Gegenzug über Tim Richter und Torschütze Fabian Voit die kalte 0:1-Dusche.

Überzahl half zunächst nicht

Das erste Drittel zeigte auch danach: So geht Spitzenspiel! Und die Eisbären hätten sich den Ausgleich auch verdient gehabt, schafften ihn aber nicht. Constantin Ontl traf in einer dieser Drangperioden den Pfosten (10.). Und erst einmal verhalf der besten Überzahl-Mannschaft der Liga gegen das beste Unterzahlteam aus Memmingen auch nicht zum Ausgleich, dass es die letzten 94 Sekunden des ersten Abschnitts erst mit einem und dann 21,4 Sekunden lang wegen der ersten Strafzeiten des Spiels sogar zwei Eisbären mehr auf dem Eis hatte.

Eishockey

Zwei Eisbären-Duelle der Superlative

Am Wochenende geht es zweimal gegen Memmingen. Nikola Gajovsky ist endlich fit und freut sich auf den Tabellenführer.

Die Regensburger nahmen die Überzahl auch in den zweiten Durchgang, aber auch da verstrichen die 27 Sekunden Zwei-Mann-Überzahl und insgesamt 99 Sekunden Powerplay. Es blieb ein schneller und höchst intensiver Vergleich mit Playoff-Charakter, bei dem es Spaß machte zuzuschauen – auch wenn es deutlich weniger Chancen als im ersten Durchgang gab. Wenn es aus Hausherren-Sicht blöd gegangen wäre, hätte es 0:2 gestanden. Aber der Puck landete am Pfosten (31.). Wenig später spielte sich Nikola Gajovsky durch, doch Richard Divis zielte frei drüber (33.).

Und so hatte der Eisbären-Rückstand auch nach 40 Minuten Bestand – die nach Gegentoren bisher mit Abstand beste Abwehr der Oberliga Süd hielt den zweitbesten Angriff in Schach. Eine der Hoffnungen lag im in dieser Saison bisher einzigen Duell in der Donau-Arena im November. Auch da hatten die Eisbären nach zwei Dritteln im Rückstand gelegen, damals sogar mit 1:3, und am Ende doch nach Verlängerung gewonnen.

Impuls mit Schwamberger

Eindrucksvolle sechs Shutouts hatten die Indians aus dem Allgäu schon vor der Partie in ihrer Saison-Zwischenbilanz stehen – vier davon auf Jochen Vollmers Konto und gegen sechs verschiedene Mannschaften: Rosenheim, Deggendorf, Selb, Höchstadt, Weiden und Lindau. Es bedurfte eines Bannbruchs und das Eisbären-Trainergespann Kaltenhauser/Stefan Schnabl versuchte es mit einem Impuls im Sturm. Lukas Heger tauschte mit Tomas Schwamberger, der in die erste Reihe rückte, die Plätze.

Der hatte prompt den Ausgleich auf dem Schläger (46:06). Danach überstanden auch die Eisbären ihre erste Unterzahl (47.) schadlos. Und dann fiel er eben doch, der Ausgleich, eben doch in Eisbären-Überzahl: Kapitän Peter Flache war vor dem Tor zur Stelle und bejubelte das 1:1 nach 50:26 Minuten. Angepeitscht vom Publikum boten sich noch zwei Powerplays. Das zweite nutzte Lukas Heger und hob die Scheibe an Vollmer, der keine Sicht hatte vorbei, 98 Sekunden vor Ende zum Siegtreffer in den Winkel. Memmingen versuchte es mit einem Feldspieler für den Torwart – doch vergebens.

Regensburg – Memmingen 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Eisbären Regensburg: Berger – Gulda, Heider; Weber, Tippmann; Schütz, Schiller; Klaus – Heger, Gajovsky, Divis; Ontl, Keresztury, Flache; Tausch, Schwamberger, Schwarz; Mühlbauer, Sauer
ECDC Memmingen: Vollmer – Svedlund, Welz; Pokovic, Stotz; Keil, Neal– Richter, Voit, Snetsinger; Miller, Schmid, Miettinen; Abstreiter, Herm, Nix
Tore: 0:1 (4:00) Voit (Richter), 1:1 (50:26) Flache (Divis-Gulda bei 5-4), 2:1 (58:22) Heger (Weber-Flache bei 5-4)
Schiedsrichter: Moritz Lehner. – Zuschauer: 2213. – Strafminuten: Regensburg 2 – Memmingen 10

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