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Eishockey

Die Eisbären rutschen in Memmingen aus

Ohne den kranken Topskorer Nikola Gajovsky gibt es ein 2:3. Am Sonntag kommt mit Landshut der nächste Doppel-Bezwinger.
Von Claus-Dieter Wotruba

Memmingen.Es wird wieder enger an der Tabellenspitze der Eishockey-Oberliga Süd: Nach einer 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)-Niederlage vor 1368 Zuschauern in Memmingen rückten die gegen Lindau mit 3:1 siegreichen Peitinger den Eisbären vom EV Regensburg bis auf einen Zähler auf die Pelle. Die Memminger besiegten die Oberpfälzer damit nach dem 4:1 in Regensburg zum zweiten Mal hintereinander. Jetzt erwarten die Eisbären am Sonntag (18 Uhr) mit dem EV Landshut einen Gegner in der Donau-Arena, der die Eisbären zuletzt ebenfalls zweimal hintereinander schlagen konnte und obendrein am Freitagabend mit einem 9:0-Kantersieg gegen Selb glänzte.

Die Partie im Allgäu begann unter einem unglücklichen Stern: Denn zu den erwarteten Ausfällen der leistengeplagten Lukas Heger und Leopold Tausch fehlten mit Topskorer Nikola Gajovsky und Jonas Franz noch zwei weitere kranke Stürmer kurzfristig, sodass von den DNL-Stürmern sowohl Alexander Dosch als auch Marc Krammer auf dem Eis Platz fanden. Und auch der Start war wenig glücklich: Eine doppelte Zweiminuten-Strafe für Tomas Gulda in der 2. Minute münzten die Hausherren durch den neuen litauischen Stürmer Tadas Kumeliauskas zum 1:0 um – schon sein fünftes Tor im erst sechsten Spiel.

Peter Flache trifft ganz clever

Die Eisbären allerdings reagierten flott – und wieder ging der Kapitän voran: Peter Flache, der zuletzt schon beim 11:1 gegen Selb mit vier Treffern geglänzt hatte, traf schon nach elf Sekunden im ersten Regensburger Überzahlspiel in der 8. Minute zum Ausgleich. Clever schoss er von hinter dem Tor Memmingens Torwart Jochen Vollmer an. Zehn Minuten später traf Flache zudem noch den Pfosten.

Die Flache-Reihe mit Erik Keresztury und Constantin Ontl war die eingespielteste. Daneben hatte Trainer Igor Pavlov Richard Divis zu Mittelstürmer Benedikt Böhm und Youngster Nicolas Sauer gestellt und mit Matteo Stöhr/Nico Kroschinski/Davide Vinci sowie Dosch/Felix Schwarz/Krammer zwei extrem junge Reihen gebildet.
Als der Memminger Marc Stotz die Strafbank drückte, taten die Gastgeber das, was sonst die Eisbären so gerne tun – sie trafen in Unterzahl. Daniel Huhn überwand Peter Holmgren zum 2:1 (25.): erst der dritte Memminger Treffer in Unterzahl, deren 13 haben die Eisbären auf dem Konto. Allerdings hatte jetzt auch sein gegenüber Vollmer alle Hände voll zu tun: Zweimal gegen Böhm (29.) oder in derselben Minute gegen Lars Schiller und Sauer – Vollmer war immer auf dem Posten. Das änderte sich auch bis zum Ende des zweiten Durchgangs nicht mehr.

Eine der Eisbären-Hoffnungen war , dass das Aufgebot von acht Verteidigern und zwölf Stürmern im Schlussdrittel einen Kräftevorteil haben könnte. Igor Pavlov jedenfalls war sichtlich unzufrieden, auch, weil sich kurz vor Drittelende Gulda eine zweite Zweiminutenstrafe wegen Reklamierens einhandelte. Pavlov jedenfalls kehrte einige Minuten vor seinem Team aus der Kabine zurück und sah, wie sich Memmingen mehr und mehr aufs Konterspiel verlegte. Und er sah, wie Flache in der 48. Minute die Scheibe zum Ausgleich in die Maschen lenkte.

Partie wogt hin und her

Jetzt wogte die Partie allerdings wieder hin und her, weil auch Memmingen zu seinen Chancen kam. Stöhr hatte eine weitere Gelegenheit und humpelte danach vom Eis (55.). Auch Felix Schwarz hatte die erste Eisbären-Führung des Abends auf dem Schläger, doch der Winkel wurde zu spitz.

Die Regensburger machten in der Schlussphase Druck, Memmingen Trainer nahm drei Minuten vor dem Ende eine Auszeit – und kaum war das Spiel wieder aufgenommen, liefen die Regensburger in einen Konter. Jared Mudryk, aus seinen Selber Tagen bestens bekannt, traf 3:37 Minuten vor dem Ende zum 3:2. Das änderten auch 40,7 Abschlusssekunden mit sechs Regensburgern gegen vier Memminger ganz am Ende nicht mehr..

Memmingen – Regensburg 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

ECDC Memmingen: Vollmer – Pokovic, Stotz; Schirrmacher, Schmid; Keil – Mudryk, Kumeliauskas, Miettinen; Beck, Huhn, Piskor; Pfalzer, Bullnheimer, Wiecki; Becher

Eisbären Regensburg: Holmgren – Vogel, Schütz; Heider, Gulda; Weber, Tippmann; Bühler, Schiller – Flache, Keresztury, Ontl; Divis, Böhm, Sauer; Stöhr, Kroschinski, Vinci; Dosch, Schwarz, Krammer

Tore: 1:0 (4:27) Kumeliauskas (Pokovic-Beck bei 5-4), 1:1 (7:13) Flache (Vogel-Ontl bei 5-4), 2:1 (24:07) Huhn (Beck bei 4-5), 2:2 (47:27) Flache (Schütz-Keresztury), 3:2 (56:23) Mudryk (Kumeliauskas-Miettinen)

Schiedsrichter: Bastian Haupt (Kempten). – Zuschauer: 1368. – Strafminuten: Memmingen 10 – Regensburg 8

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