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Die Osserbuam sind zurück

Nach dreijähriger Abstinenz ist die SpVgg Lam wieder in der Landesliga Mitte – und will sich nun dort etablieren.
Von Markus Schmautz

Nach drei Jahren in der Bezirksliga Süd kehren die Osserbuam als Meister zurück in die Landesliga Mitte. Foto: Schmautz
Nach drei Jahren in der Bezirksliga Süd kehren die Osserbuam als Meister zurück in die Landesliga Mitte. Foto: Schmautz

Lam.Nach drei Jahren in der Bezirksliga Süd kehrt die SpVgg Lam als Meister der Fußball-Bezirksliga Süd in die Landesliga Mitte zurück. „Natürlich wollen wir die Liga halten, aber wir bleiben unserer Vereinsphilosophie treu, bauen auf die eigene Jugend und geben Talenten aus der Umgebung eine Chance“, erklärt SpVgg-Urgestein Ludwig Koholka, der seit Ende 2018 als Vorsitzender fungiert. Zuvor war er viele Jahre sportlicher Leiter.

Manfred Stern Foto: ofa
Manfred Stern Foto: ofa

Tschechische Legionäre sucht man im Kader vergeblich. „Bei uns gibt es Punktprämien und Fahrtgeld, mehr nicht! Ausreißer in finanzieller Hinsicht wird es nicht geben“, so Koholka. Vor drei Jahren stiegen die Osserbuam ab. „Vom Landesliga-Kader blieben nur wenige Spieler übrig. Wir gingen mit Trainer Manfred Stern einen Neuaufbau an. Aktuell stehen nur noch drei Spieler im Kader, die während unserer letzten Landesliga-Saison vor vier Jahren schon mit dabei waren.“

Fast hätte im Jahr 2017 die direkte Rückkehr geklappt, aber in der zweiten Runde der Relegation scheiterte die SpVgg an Raigering. In der Saison 2017/18 wurde Lam hinter Bach und Roding nur Dritter. „Die beiden waren einfach besser“, berichtet Koholka. Im Jahr drei nach dem Neubeginn traten die Verantwortlichen mit einer klaren Zielvorgabe an – dem „Landesliga-Aufstieg“. Mit 18 Siegen und neun Remis bei nur drei Niederlagen hielt Lam mit 63 Punkten letztendlich die Konkurrenten vom FC Kosova (61) und vom TB Roding (59) auf den Plätzen zwei und drei in Schach. „Nun sind wir bereit für die Landesliga. Die Mannschaft hat sich in den letzten drei Jahren gefunden, eingespielt und entwickelt“, ist Koholka sicher, der sich vor allem auf die Derbys gegen Bad Kötzting und Neukirchen freut.

Talente plus Routiniers

Auch weiterhin will man konsequent den eingeschlagenen Weg verfolgen. „Talente bekommen bei uns ihre Chance an der Seite von gestandenen Spielern wie Matthias Graf, Josef Gmach, Simon Kopp, Keeper Max Weber oder Michael Vogl“, erklärt Ludwig Koholka. Von der Vereinsphilosophie wird auch dann nicht abgewichen, wenn der Abstieg drohen sollte. „Dann verfolgen wir unseren Weg halt eine Liga tiefer weiter.“

Vier Zugänge stehen neu im Kader. Von der U 19 des ASV Cham stieß Moritz Seidel (18) zum Kader, aus der eigenen Jugend, der „JFG Osser - Hoher Bogen“, rückten Johannes Wutz (18) und Johannes Breu (19) nach. Zudem kehrte Michael Vogl (30), der zuletzt zwei Jahre als spielender Co-Trainer beim SV Arnbruck agierte, zurück an seine langjährige Wirkungsstätte. „Unsere Langzeitverletzten Matthias Graf, Simon Kopp und Marco Lang sind für uns im Prinzip wie drei weitere Neuzugänge“, erklärt Koholka, der sich sehr darüber gefreut hat, dass Trainer Manfred Stern seinen Vertrag verlängert hat. „Manfred kann unglaublich gut mit jungen Spielern umgehen, ist immer positiv eingestellt, tritt immer optimistisch auf. Fachlich ist er sowieso top: Er lässt offensiv ausgerichtet spielen, überträgt sein Selbstbewusstsein auf die Mannschaft.“

Das Trainerteam wächst

Auch Co-Trainer Hans Schmalzreich sowie Torwart-Trainer Erwin Hamberger bleiben an Bord. Das Trainerteam wird sogar noch erweitert. Mit Hans Ochsenbauer kommt ein weiterer Torwart-Trainer, mit Thomas Altmann ein zweiter Co-Trainer hinzu. „Tom spielte viele Jahre für uns. Der gelernte Physiotherapeut übernimmt vor allem die Aufgaben im Bereich Fitnesstraining“, erklärt Koholka.

Die SpVgg Lam ist gut gut gerüstet, freut sich auf die neue Liga, nimmt die Herausforderung gerne an. In der Landesliga Mitte ist übrigens die Hälfte der Mannschaften im Hinblick auf das Vorjahr neu. Sechs Aufsteiger, mit Neumarkt ein Absteiger und mit Bogen ein „Rückwechsler“ aus der Landesliga Süd-Ost sorgen für frischen Wind. „Wenn wir am letzten Spieltag über dem Strich stehen, dann ist unser Ziel erreicht“, verdeutlicht Ludwig Koholka nochmals.

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